Workcamp in Jajce (Bosnien und Herzegowina) - Sommer 2012

Rückfahrt. Wir haben wieder Platz im FK-Bus, aber irgendwie fehlt etwas entscheidendes: Die letzten Tage stapelten wir uns meistens und fuhren mit voller Ladung und laut lachend den halsbrecherischen Feldweg zu unserem einwöchigen Zuhause, dem Wanderhaus "Ćusine“, hinauf oder hinunter. Jetzt ist es zwar leerer im Bus, dafür haben wir aber ein Gepäck voll bereichernder Erfahrungen und unvergesslicher Erlebnisse bei uns. Noch gestern waren wir den ganzen Tag bei 40 Grad in Raftingbooten auf dem Fluss Pliva unterwegs und nun sitzen wir schon müde, aber zufrieden im Bus.

 

 

Bild der Workcamp- Gruppe 2012

 

 

Der Höhepunkt des diesjährigen interkulturellen Workcamps in Jajce war definitiv das von uns organisierte Sommerfest. Auf diesen Tag arbeiteten wir, die bosnischen und deutschen TeilnehmerInnen, intensiv hin. Ein Teil rührte gleich in den ersten Tagen in der Stadt die Werbetrommel und organisierte für das Fest alles vom Auftritt der Liveband bis zum Limonadenverkauf. Währenddessen baute die andere Hälfte der Gruppe hölzerne Mülleimer, Fußballtore mit selbst geknüpften Netzen sowie Aufsteller für Plakate und Graffiti. Diese wurden dann während der Sommerfest-Workshops von zahlreichen Kindern eingeweiht. Auf dem Programm standen auch Kinderschminken, Basteln mit Recycling-Materialien (Geldbeutel aus Tetrapacks, Zeitungshüte und Masken), Slackline, ein Fußballturnier und nicht zuletzt der Auftritt der „New Stars“, der Tanzgruppe des Omladinski Centar (OC). Lange Schlangen an den Ständen und begeisterte Kindergesichter zeugten von einem gelungenen Fest.

 

Die Begeisterung war scheinbar sogar so groß, dass am nächsten Tag schon ein Mülleimer fehlte und wir drei Kinder beim Einladen der Tore in flagranti erwischten...

 

Die gesamte Campwoche war natürlich von intensivem Austausch zwischen uns TeilnehmerInnen geprägt. Dazu trugen die Lagerfeuerabende, das gemeinsame Kochen und Essen, Baden und Wandern bei. Unseren drei TeamerInnen (Götz, der aktuelle FK-Freiwillige und Hella als Praktikantin vor Ort und Marie aus Halle) bereiteten die unterschiedlichen Erwartungen und Vorstellungen sowie die anfangs holpernde und stockende Kommunikation zwischen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kopfzerbrechen. Diese Hürden wurden im Laufe der Woche aber gemeistert.

 

 

Zum Erfolg des Workcamps haben nicht zuletzt der Friedenskreis und das Omladinski Centar beigetragen und uns eine Busladung voll unvergesslicher Eindrücke ermöglicht. Danke für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung!


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