Leicht gesagt – Die Kunst der Leichten Sprache

am 12.03.2018 | 10 – 16 Uhr August-Bebel-Str.48a in Halle/ Saale

Seit dem 1. Januar 2018 sieht das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vor, dass Bescheide und Formulare bei Behörden auch in Leichter Sprache angefordert werden können. Das wird Auswirkungen auch auf andere Einrichtungen und Organisationen haben. Deshalb ist es gut, sich als Institution mit dem Thema Leichte Sprache frühzeitig zu beschäftigen, um folgende Fragen für sich beantworten zu können:

  • Was ist Leichte Sprache und für wen ist Leichte Sprache gut?
  • Was ist der Unterschied zwischen einfacher und Leichter Sprache?
  • Wann und wo ist Leichte Sprache überhaupt sinnvoll?
  • Woran erkennt man* eine Sprachbarriere? Und wie ist sie zu vermeiden?
  • Wie können wir Texte so schreiben, dass sie besser zu verstehen sind?
  • ..und ist das alles denn wirklich nötig?


Die Fortbildung vermittelt in einer Kombination aus Theorie und Praxis Antworten auf diese Fragen.

Referentin:
Charlotte Hübsch (Bildungsreferentin und Übersetzerin für Leichte Sprache)

Teilnahmegebühr:
60 € inkl. Mittagsverpflegung und Seminargetränken.
Wenn Ihr Netto-Einkommen zwischen 1200 und 900 € liegt dürfen Sie einen ermäßigten Beitrag zahlen (40 €). Wenn Sie ein geringeres Einkommen als 900 € haben, so reduziert sich der Teilnahmebeitrag auf 20 €. Sollte Ihnen die Finanzierung Schwierigkeiten bereiten, wenden Sie sich gern vertrauensvoll an uns und wir finden eine Lösung!

Anmeldung und weitere Infos:
Daniel Brandhoff
friedensbildung(at)friedenskreis-halle.de
0345/279 807 58
oder unter friedenskreis-halle.de/bildungsprogramm

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Erster Prototyp im Projekt Weltentausch ist fertig - „Ein bisschen wie Weihnachten!“

Der erste Prototyp für das neue Lernspiel im Projekt 'Weltentausch' wurde Ende Dezember bei Plätzchen und Glühwein getestet. Es war ein bisschen wie Weihnachten. Willy und Lea, die Spieldesigner*innen, die unser Projekt begleiten, kamen mit vielen Kisten voller wunderbarer „Geschenke“. Aus den Ideen, die im Sommer entstanden sind und die in den folgenden Monaten mit der Projektgruppe verfeinert, präzisiert und mit Inhalten gefüllt wurden, ist ein erster Prototyp entstanden.





Gemeinsam haben die Projektteilnehmer*innen einen ersten Testlauf absolviert. Nach Annehmen einer Rolle einer geflüchteten Person, die allen Spieler*innen in Form eines Sammelheftes in Smartphoneoptik ausgehändigt wurde, musste zunächst der individuelle Fluchtweg bestritten und auch bezahlt werden.

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Fachtag zu sozial gerechter Beschaffung von Arbeitskleidung

23.04.2018, 9.15-15.30 Uhr, Stadthaus, Großer Saal

Eine Veranstaltung im Rahmen der Fashion Revolution Week 2018

Veranstalter: Friedenskreis Halle e.V. in Kooperation mit Stadt Halle, Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V., SKEW- Servicestelle Kommunen in der Einen Welt , Projektgruppe Fairtrade-Town Halle

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Fortbildung für MultiplikatorInnen des Globalen Lernens in Sachsen-Anhalt

Friedensbildung – eine (andere) Perspektive auf Globales Lernen!?

Was sind Ansätze und Themen der Friedensbildung? Und wie können diese Globales Lernen bereichern? Wir stellen euch theoretische und methodische Grundlagen der zivilen Konfliktbearbeitung vor und bieten Raum für Reflexion und Erweiterung der eigenen Ansätze und Haltungen aus dem Bereich des Globalen Lernens. Was bietet die Friedensbildung im Umgang mit Globalisierungsherausforderungen an? Einige Überschneidungen bestehen schon lange, einige Potentiale entfalten sich mit dem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Hier können Ansätze der Friedensbildung den Methodenkoffer sinnvoll füllen.

Wir freuen uns auf euch und eure vielfältigen Erfahrungen und Ideen!

Referentinnen: Katharina Hemming und Annalena Groppe, Eine-Welt-Regionalpromotorinnen für die Bereiche Friedensbildung und Globales Lernen.


Wann: Donnerstag, 08.03.2018, 9:30 – 16:30

Wo: Ehemalige Jugendherberge, August-Bebel-Straße 48a, 06108 Halle


TN-Beitrag: 20 € inclusive vegetarischem Mittagessen und Pausenkaffee


Anmeldung:

Ulrike Eichstädt, Regionalstelle Globales Lernen beim Friedenskreis Halle e.V.,

Große Klausstraße 11, 06108 Halle

Tel. 0345 27980759

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Den Teilnehmerbeitrag bitte nach Bestätigung der Anmeldung unsererseits auf folgendes Konto überweisen:


Friedenskreis Halle e.V.

IBAN DE 22 8005 3762 0386 300 981

BIC: NOLADE21HAL

Stichwort: FortbildungFriedensbildung 8.3. 2018

PeaceMaker Tag 2017 in der Ev. Gemeinschaftsschule Erfurt

Der diesjährige PeaceMaker-Tag fand am 22. November in der Evangelischen Gemeinschaftsschule in Erfurt statt. Auch der Friedenskreis war wieder beteiligt sowohl in einigen Workshops, wie auch der Koordination gemeinsam mit dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und der Evangelischen Schulstiftung. Darüber hinaus wurde der Tag finanziell mitgetragen vom „Anne Frank Fonds“, dem Evangelischen Schulwerk und der Ev. Schulstiftung.

Erstmalig gab es in diesem Jahr eine Gruppe von Schüler*innen, die den Tag als Redaktionsteam dokumentierte. Mit Kameras und Aufnahmegeräten ausgerüstet, machen sie sich auf, die vielen Facetten von „Peacemakern“ darzustellen. Im Folgenden kommen also die teilnehmenden Schüler_innen selbst zu Wort:

***** Stimmen aus dem Dokumentations-Team *****

185 Schüler hatten am heutigen Tag die Möglichkeit viel zu lernen, zum Beispiel über Kriegsgebiete. Aber der Höhepunkt lag auf dem Thema „Frieden“. Verschiedene Workshops sollten den Schülern außerdem Einblicke in andere Länder geben. Dass auch andere Kinder in demselben Alter, vielleicht keine Schule besuchen können oder sich jeden Nachmittag mit den Freunden Treffen können.

Einblicke in die Workshops

In der Fotowerkstatt von Sophie Faulstich wurde zum Beispiel von einer Frau berichtet, die einen Mann versteckte der vor Soldaten flüchtet.

In der Gruppe wurde am Anfang überlegt, wo man Fotos machen könnte, an Orten wo kein Krieg ist, aber trotzdem Krieg ist. Eine Idee: „Ich würde ein Stück Apfel auf den Boden legen und ein Foto von den kommenden Ameisen machen.“ „Warum gerade ein Stück Apfel? Bzw. auch Ameisen?“ Selma aus der 7. Klasse antwortet:“ Ameisen haben auch Hunger und kämpfen jeden Tag ums Überleben, nach einem Stück Apfel sind sie satt.“

Es wurde auch darüber gesprochen, anderen Leuten zu helfen obwohl man gar involviert ist. Sprich aktiv Helfen anstatt Passiv zuzuschauen. Wenn man nur zuschaut ohne zu helfen, macht man sich strafbar. „Helft euch gegenseitig! Euch kann es auch mal passieren und dann wünscht ihr euch auch Menschen die euch helfen!“

Eine andere Schülerin berichtet über den Workshop Medien und Krieg

Vorurteile kennt doch jeder oder? Und genau damit beschäftigt sich dieser Workshop. Der Workshopleiter Dany Schmidt versucht mit seiner Gruppe ins Gespräch zu kommen zu Themen wie „Was sind bedeutende Ereignisse für die Presse?“ aber auch „Welche Funktion hat die Sprache?“.

Die Teilnehmer versuchen außerdem noch herauszufinden wie Feindbilder durch Kriegsnachrichten entstehen und ob die Medien immer wirklich alles zeigen oder doch nur das was sie uns zeigen wollen. Insgesamt hat Dany Schmidt das Ziel, den Leuten aus seinem Workshop die Medienwelt näher zu bringen und es zu schaffen dass es weniger Vorurteile gibt.

Zum Beispiel Pauline (13) hatte sich erhofft, mehr über Kriegsgebiete in aller Welt zu erfahren. Durch den Workshop kann sie nun Nachrichten aus Konfliktregionen besser verstehen. Besonders beeindruckend fand sie ein Version des bekannten Spiels „Stille Post“. Am Ende wurden die Nachrichten aufgemalt und verglichen: es kamen sehr unterschiedliche Bilder der scheinbar gleichen Nachricht an. So ist es auch bei ausgewählten Bildern in den Nachrichten.

Ein Einblick in den Improvisationstheater-Workshop „Mut zum Scheitern“

Im dem Workshop von Steffen Wilhelm lernen die Teilnehmer spielerisch Konflikte gut zu lösen und zu improvisieren. Sie sollen erkennen das Konflikte nicht immer groß in der Welt sein müssen sondern auch ganz klein bei sich selbst sein können. Für jeden PeaceMaker-Teilnehmer wäre dieser Workshop sicherlich empfehlenswert da jeder Konflikte kennt und garantiert jeder noch etwas zu dem Thema Konfliktlösung dazu lernen kann.

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„Peacemaker-Tage“ gibt es nun schon seit mehreren Jahren. Die Idee ist, einen umfänglichen Impulstag zu Friedensbildung zu ermöglichen. Dazu werden authentische Erfahrungsberichte von weltweit agierenden Friedensstifter*innen weitergegeben, Schüler*innen diskutieren zu friedenspolitischen Themen und entwickeln Ideen für eigene Beiträge zu einem friedlicheren Miteinander. Anhand der Fülle der Themen und des Engagements, das an diesem Impulstag wieder sichtbar geworden ist, zeigt sich: Es gibt viele Wege, „Peacemaker“ zu sein.

Diskussionsfreude bei der Globale in Halle

Was haben die Themen Gentechnik und Nachhaltige Landwirtschaft mit dem Friedenskreis zu tun? Bei der Begleitung des Films "Code of Survival" am 13. November im Rahmen der Globale in Halle wurde dies sichtbar - wenn auch nicht unmittelbar. Denn der Film löste eine rege Diskussion bei den ca. 50 interessierten Zuschauern aus.

"Wir sollten Gentechnik differenzierter betrachten!", war ein lauter Ruf besonders aus agrarwissenschaftlichen Kreisen. "Als wissenschaftliche Methode - nicht als Geschäftsmodell - ist Gentechnik die moderne Form der Züchtung. Nur das man vorher weiß, welche Veränderung man in den Pflanzen hervorruft". Zu Unrecht stände die Gentechnik-Forschung am Pranger und der Film übersehe die Chance im Kampf gegen Unterernährung

Andererseits sei "Wissenschaft nie losgelöst von Machtstrukturen." Aktivistische Stimmen kritisierten die wirtschaftlichen Interessen der Gentechnik-Politik - sowohl in den USA als auch in Europa. Große Unternehmen nutzen Ihren Einfluss ohne Verantwortung für die ökologischen Folgen ihrer Wirtschaft zu tragen.

In Deutschland wirken auch auf Grund zivilgesellschaftlichem Engagements noch relativ restriktive Regelungen, die den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert. Allerdings dürfen solche Pflanzen importiert und als Futtermittel verwendet werden, ohne dass dies auf daraus produzierten Lebensmittel speziell gekennzeichnet werden muss. Internationale Handelsabkommen könnten hier die Intransparenz sogar noch verstärken. 

Daniel Fischer, vom Friedenskreis eingeladen als Experte für Ansätze nachhaltiger Landwirtschaft, brachte daneben die Perspektive eines umfassenden landwirtschaftlichen Umdenkens ein. Er forscht zur Terra Preta, einer Humuserde, die in Indigenen Traditionen ihren Ursprung hat. Während der Film vor allem biodynamische Landwirtschaft als Alternative darstellt und sich auf größtenteils westlich initiierte Entwicklungsprojekte beschränkt, zeigte Daniel Fischer darüber hinaus unterschiedlichen Formen der Kreislaufwirtschaft auf.

Daraus entsprang dir Frage: „Wer spricht für wen, in Fragen der Nachhaltigkeit?“ - ist ein gentechnisch veränderter Reis, der einen Großteil menschlich benötigter Nährstoffe enthält wirklich ein Schlüssel zu gutem Leben für alle? Welche Stimmen im lokalen Widerstand, z.B. gegen Landraub, werden im Film nicht gezeigt?

Und nun: was hat all dies nun mit Frieden zu tun? Im Friedenskreis begreifen wir Frieden als einen Prozess der aktiven Gewaltfreiheit, der konstruktiven und zivilen Konfliktbearbeitung, als gelebte Demokratie, transkultureller Vielfalt und globaler Gerechtigkeit. Diese Themen durchziehen unser Leben im Querschnitt, sei es in Fragen unserer Ernährung oder unserer Diskussionskultur. In der Moderation der Diskussion im Luchs.Kino wurden all diese Elemente sichtbar und im Ausdruck der unterschiedlichen Positionen wurde deutlich: hier beginnt Transformation.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen spannenden Lernprozess!

 

Vortrag und Diskussion
Für eine Kindheit in Frieden / Paix pour l’enfance

22. November, 19:30 Uhr / alte Jugendherberge / August-Bebel-Str. 48a, Halle

Halle (Saale), 14.11.2017 - Am Mittwoch den  22. November 2017 um 19.30 Uhr lädt der Friedenskreis Halle e.V. und die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Bericht des Friedenspreisträgers Junior Nzita über Kindersoldaten im Kongo ein.

Vortrag des Friedenspreisträgers Junior Nzita

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