Erster Prototyp im Projekt Weltentausch ist fertig - „Ein bisschen wie Weihnachten!“

Der erste Prototyp für das neue Lernspiel im Projekt 'Weltentausch' wurde Ende Dezember bei Plätzchen und Glühwein getestet. Es war ein bisschen wie Weihnachten. Willy und Lea, die Spieldesigner*innen, die unser Projekt begleiten, kamen mit vielen Kisten voller wunderbarer „Geschenke“. Aus den Ideen, die im Sommer entstanden sind und die in den folgenden Monaten mit der Projektgruppe verfeinert, präzisiert und mit Inhalten gefüllt wurden, ist ein erster Prototyp entstanden.





Gemeinsam haben die Projektteilnehmer*innen einen ersten Testlauf absolviert. Nach Annehmen einer Rolle einer geflüchteten Person, die allen Spieler*innen in Form eines Sammelheftes in Smartphoneoptik ausgehändigt wurde, musste zunächst der individuelle Fluchtweg bestritten und auch bezahlt werden.





In der „Erstaufnahmeeinrichtung“ erwartet die Teilnehmer*innen zunächst eine medizinische Untersuchung von Dr. Steinhammer, die den „Medicheck“ ins Begleitheft stempelt. Am Ende der Station müssen alle einen Asylantrag stellen, der aber ohne Deutschkenntnisse nicht lesbar ist und mit Hilfe eine*r Beamt*in ausgefüllt werden muss. Außerdem findet dort das Zusammentreffen mit unterschiedlichen Menschen statt, die gute, wie auch schlechte Tipps für die Spieler*innen haben.




Nach Ankunft in der „Gemeinschaftsunterkunft“, in der jede*r Spieler*in ein eigenes Postfach besitzt, müssen unterschiedliche Aufgaben und Wege absolviert werden, z.B. der Besuch bei einem Arzt oder die Suche nach einer Wohnung. Die Teilnehmer*innen erfahren hierbei wie es sich anfühlt im Asylbewerberleistungsgesetz mit all seinen strengen Vorschriften und Regeln zu leben und wechseln die Perspektive.




Eine zentrale Station ist die „Schule“. Hier kann durch das gemeinsame Lösen eines Rätsels die sogenannte „Deutschbrille“ erworben werden, die den Spieler*innen das Lesen der Dokumente und Anträge erleichtert.





Nacheinander müssen alle auch eine „Anhörung“ absolvieren in denen eine*r der Spielleiter*innen in der Rolle eine*r Beamt*in Fragen zu den Gründen des Asylantrags stellt. Hierfür bleibt nur wenig Zeit und auch hier sind die Fragen in „Geheimschrift“, deutsch, formuliert, die nur diejenigen lesen können, die bereits eine „Deutschbrille“ erworben haben.

Am Spielende erhalten alle den „Bescheid“ in ihrem Postfach in der „Unterkunft“. Im Anschluss an das Spiel werden die Inhalte reflektiert und die unterschiedlichen Geschichten und Schicksale ausgewertet.
Es ist beeindruckend wie viel wir 2017 bereits geschafft haben. Vielen vielen Dank an alle Beteiligten, die in etlichen Stunden kreativ und ausdauernd mit uns diskutiert und gearbeitet haben!
2018 hat bereits begonnen und wartet mit vielen spannenden Aufgaben auf das Team. Bis August wird das Lernspiel fertig gestellt. Parallel hierzu findet in Kooperation mit dem Projekt „Film ab Mut an!“ ab April eine dreimodulige Teamer*innenausbildung statt, die jungen Menschen den Einstieg in die politische Bildungsarbeit ermöglichen soll. Im Anschluss daran wird das Lernspiel gemeinsam mit den neuen Teamer*innen in der schulischen und außerschlischen Bildungsarbeit eingesetzt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich auf unserer Projektseite des Friedenskreis über das Projekt zu informieren. Los geht’s!!!!


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