Pressemitteilung der AGDF vom 6. Oktober 2018:

Friedensnobelpreis rückt eins der schlimmsten Kriegsverbrechen in den Fokus

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an Denis Mukwege und Nadia Murad begrüßt und den jahrelangen Einsatz beider zur Bekämpfung von sexueller Gewalt als Waffe in Kriegen und Konflikten gewürdigt.

„Mich bewegt es sehr, dass über diese beiden Preisträger eines der schlimmsten Kriegsverbrechen in den Fokus gerückt wird“, betont Christine Busch, die AGDF-Vorsitzende. Es habe Dekaden gedauert, bis endlich die Vereinten Nationen 2007 in der Resolution 1820 sexuelle Gewalt im Krieg als Verbrechen verurteilten. „Ohne die feministische Bewegung – dazu gehört auch die Frauenarbeit der Kirchen - wäre es dazu nicht gekommen“, ist Christine Busch überzeugt.

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Menschenwürde aller achten – gegen Rassismus und Antisemitismus

Eine Resolution der AGDF-Mitgliederversammlung 2018. Der Friedenskreis ist Teil des Dach- und Fachverbandes.

 

Wir erleben in diesen Tagen, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Strömungen stärker, rassistische und antisemitische Stimmen lauter werden. Es geht längst nicht mehr allein um die Abweisung geflüchteter Menschen an den Grenzen, auch Migrantinnen und Migranten sollen aus unserer Gesellschaft verschwinden. Propagiert wird ein politisches Klima, in dem Verunglimpfung und Hetze gegen Geflüchtete, gegen Migrantinnen und Migranten an der Tagesordnung sind. Ihre generelle Ablehnung soll akzeptierbar werden. Gezielte Provokation gehört zu den Strategien beispielsweise der AfD, um Ängste und Verunsicherung unter der Bevölkerung zu schüren. Unzufriedenheit mit der Politik oder der sozialen Lage werden instrumentalisiert, dabei wird von den wirklichen Problemen abgelenkt. Dies gefährdet den Frieden in unserer Gesellschaft.

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Der Friedenskreis Halle unterstützt folgenden Aufruf:

#unteilbar
Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.

Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.

Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden. Europa ist von einer nationalistischen Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert.

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Großes Straßenfest in Neustadt – Anwohner schockiert...

...von den unzähligen Angeboten.
Wenn man selbst mal ein Straßenfest veranstalten möchte, kann man sich bei der Kulturwerkstadt Grüne Villa eine Scheibe abschneiden! Ihr 3. Straßenfest am 14.09.18 war ein kunterbuntes Spektakel, bei dem alle auf ihre Kosten gekommen sind – Aber Moment: Es war ja alles kostenlos!

Der Friedenskreis war mit einer riesigen Info-Café-Feuerwehr zentral aufgestellt, so hatten wir einen guten Überblick über all das, was da geboten wurde. Direkt vor unseren Augen wurden zuckersüße Kunstwerke auf Marmor gegossen und als Lutscher an die Kinder verteilt die überall herum wuselten. In der Villa selbst gab es eine umwerfende Kunstausstellung. Draußen konnten sich die Gäste vom Zirkus und dem Theater begeistern lassen, spannenden Mini-Fußball-Matches folgen oder sich musikalisch verwöhnen lassen.

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im Rahmen von Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage rufen wir zusammen mit vielen anderen am Sonntag zu Protesten in Köthen auf:



    Klar und deutlich:


    DER EXTREMEN RECHTEN WIDERSPRECHEN!
    Für eine offene und plurale Gesellschaft.

  Sonntag, den 16. September 2018 ab 15 Uhr, Demonstration ab 17 Uhr

    Facebook: https://www.facebook.com/events/1203084026496802/

 

Presseerklärung u.a. von Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage

 


FINANZIERUNG VON MITEINANDER e.V. SICHERN UND ANGRIFFE AUF DIE ARBEIT GEGEN RECHTSEXTREMISMUS BEENDEN

Als Bündnisse und Initiativen gegen Rechts in Sachsen-Anhalt verfolgen wir entsetzt die Auseinandersetzung um Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. Wir stellen uns klar und deutlich hinter Miteinander e.V. Der Verein betreibt in Sachsen-Anhalt unter anderem die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt, Regionale Beratungsteams, Radikalisierungsprävention im Strafvollzug sowie die Arbeitsstelle Rechtsextremismus.

Schon seit Monaten greift die Alternative für Deutschland (AfD) den Verein mit unhaltbaren Vorwürfen an, nun kündigt die rechtsextreme Partei auch Angriffe auf Gewerkschaften und andere Einrichtungen der Zivilgesellschaft an. In der Vergangenheit hat sie sich bereits gegen Träger der Jugendarbeit gerichtet, sowie gegen Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Ihre Gegnerinnen und Gegner sind all jene, die sich für eine offene, demokratische und couragierte Gesellschaft einsetzen. Ihr Angriff auf die Informations- und Beratungsarbeit des Vereins Miteinander ist ein Angriff auf den Kampf gegen Rechtsextremismus.

Um so mehr erschreckt uns, dass sich relevante Teile der CDU entschieden haben, an dieser Kampagne der extremen Rechten mitzuwirken. Diskreditierungen wie jene des Innenministers und des Fraktionsvorsitzenden der CDU weisen wir unmissverständlich zurück, sie stärken den Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt und schaden der Demokratie. Vorschläge den Verein aufzulösen oder Gedankenspiele ihn zu zerschlagen sind nicht nur rechtlich unhaltbar, sondern ein unerträglicher Versuch, freie Träger unter Druck zu setzen.

Wir fordern die Landesregierung auf, sich klar und deutlich zum Einsatz gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu bekennen, sich im Landtag für eine Weiterförderung von Miteinander e.V. einzusetzen und die Angriffe auf die Arbeit gegen Rechtsextremismus sofort zu beenden. Statt dieses Kampfs gegen die Zivilgesellschaft braucht es im Gegenteil eine offene, kritische Kooperation. Die ist jedoch nicht möglich, wenn hochrangige Politiker in beispielloser Weise mit Rechtsextremen zusammen auf einen für die Arbeit gegen Rechtsextremismus entscheidenden Verein losgehen.

 

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage
Bündnis „Querfurt für Weltoffenheit“
Bündnis Merseburg für Vielfalt und Zivilcourage
Weißenfelser Bündnis für Toleranz – gegen Rechtsextremismus und jede Gewalt
Anwohner*innen-Initiative Adam-Kuckhoff-Straße Halle (Saale)
Bündnis Dessau Nazifrei
Aktionsbündnis solidarisches Salzwedel
Runder Tisch gegen Rechts – für Toleranz und Menschlichkeit Burg
Bürgerbündnis für ein gewaltfreies Halberstadt
#blockmd Magdeburg
Augen auf! Gemeinsam gegen Rechts Salzwedel
Bündnis gegen Rechts Wendland-Altmark

 

 

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