Pressemitteilung vom 21. Dezember 2016

Erklärung der Kooperation für den Frieden zum Syrienkrieg

Die Kooperation für den Frieden ruft alle am Syrienkrieg beteiligten Akteure zur Waffenruhe auf, wie es bereits die UN-Sicherheitsratsresolution von 2013 vorsieht. Kriegsschauplätze wie Jarmuk, Kobane und zuletzt Aleppo zeigen die Dringlichkeit der Einhaltung dieser Vereinbarung der Völkergemeinschaft. Stimmen aus der deutschen und internationalen Friedensbewegung haben wiederholt vor der Eskalation und Ausweitung des Krieges in Syrien gewarnt

Unsere Kritik richtet sich an alle beteiligten Seiten. Als Stimmen aus der deutschen Friedensbewegung rufen wir die Bundesregierung auf, Waffenlieferungen an Kriegsakteure wie Saudi Arabien, Türkei oder Israel nicht länger zu genehmigen, den Kriegseinsatz der Bundeswehr zu beenden und alle Kraft in eine diplomatische Lösung des Konflikts zu stecken.

Im Interesse der Menschen in Aleppo und überall in Syrien fordern wir:

• Ein internationales und unabhängiges kontinuierliches Monitoring aller Vereinbarungen zwischen den kämpfenden Seiten.
• Die Ausweitung lokaler und regionaler Waffenstillstände, auch unter internationaler Vermittlung.
• Die Friedensverhandlungen in Genf wiederaufzunehmen unter Beteiligung aller dazu bereiten Kräfte.
• Die Entwicklung diplomatischer und ziviler Konfliktbearbeitungsstrategien zur Verminderung terroristischer Strukturen in Syrien.
• Den Abzug aller ausländischen Kämpfer.
• Ein Ende aller militärischen Unterstützung durch Rüstungslieferungen, Ausbildung und Einsätze.
• Die Aufhebung aller Sanktionen, welche der syrischen Bevölkerung Schaden zufügen.
• Sofortige internationale Hilfe für die Bevölkerung vor Ort.
• Einen internationalen Fonds für den Wiederaufbau Syriens.
• Die Ächtung von militärischen Strategien, die regionale Konfliktherde als Schauplatz für Stellvertreterkriege im Kampf um Vorherrschaft über Ressourcen nutzen.
• Eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit aller Staaten des Nahen und Mittleren Ostens.

Der Kooperationsrat der Kooperation für den Frieden, 21. Dezember 2016

Kontakt:
Kooperation für den Frieden
Römerstr. 88, 53111 Bonn
Tel: 0228 / 692904
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Jens-Peter Steffen
Sprecher der Kooperation für den Frieden
Tel. 030 / 698074-13

Friedenskalender 2017

Mit einem für das Jahr 2017 gestalteten Kalender wollen wir ganz herzlich Danke sagen. Zwölf Bilder geben Monat für Monat einen lebendigen Einblick in FriedensPOLITIK, FriedensBILDUNG und FriedensDIENSTE. An der Wand in der Küche, im Flur oder im Büro setzt er ein kleines Zeichen der aktiven Gewaltfreiheit und macht vielleicht auch andere Menschen auf die Vielfalt von Friedensarbeit aufmerksam.

Mit einer kurzen Nachricht an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kann er gern auch noch von Ihnen bestellt werden.

pdf- Ansicht des Kalenders

Ein Aufruf von "Adopt a Revolution"

Den Syrischen Frühling unterstützen

Die Ereignisse von Aleppo erschüttern die Welt. Doch selbst nach dem Fall der Stadt sind die Menschen in Syrien landesweit weiter von Bombardement und Belagerung betroffen. Eigentlich wäre es die Aufgabe des UN-Sicherheitsrats, für Frieden zu sorgen. Doch seit über fünf Jahren blockiert Russland jede verbindliche UN-Resolution. Mit einer Notfallsitzung der Vollversammlung müssen jetzt die 193 Mitgliedsstaaten handeln, um ein zweites Aleppo zu verhindern.
Fordern Sie jetzt von Außenminister Steinmeier, sich für eine UN-Notfallsitzung einzusetzen!

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„Peacemaker-Tag 2016“ am Christlichen Gymnasium Jena

 

Am 16. November haben hatten etwa 280 Schüler*innen des Christlichen Gymnasiums Jena die Chance, sich umfassend mit Frieden auseinander zu setzen. Der „Peacemaker-Tag“ wartete mit 20 Workshops und Planspielen auf. Präsente Themen waren u.a. Frieden-Klimawandel-Postwachstum, Fluchtursachen, Auswirkung von Waffenexporten, Krieg und Frieden in den Medien sowie Umgang mit Alltagsrassismus. Abgerundet wurde das Projekt durch eine Improtheater-Performance, die Themen aus den Workshops aufgriff und kreativ verarbeitete.

„Peacemaker-Tage“ gibt es nun schon seit mehreren Jahren. Die Idee ist, einen umfänglichen Impulstag zu Friedensbildung zu ermöglichen. Dazu werden authentische Erfahrungsberichte von weltweit agierenden Friedensstifter*innen weitergegeben, Schüler*innen diskutieren zu friedenspolitischen Themen und entwickeln Ideen für eigene Beiträge zu einem friedlicheren Miteinander. Anhand der Fülle der Themen und des Engagements, das an diesem Impulstag wieder sichtbar geworden ist, zeigt sich: Es gibt viele Wege, „Peacemaker“ zu sein.

Wie bereits in den Vorjahren kam die Veranstaltung im Rahmen einer Kooperation zustande – dieses Jahr zwischen dem Friedenskreis Halle e.V., dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und der Evangelischen Schulstiftung. Darüber hinaus wurde der Tag finanziell mitgetragen vom „Anne Frank Fonds“, dem Evangelischen Schulwerk und der Ev. Schulstiftung.

Einige der Beteiligen sind auch im Netzwerk Friedensbildung Mitteldeutschland organisiert, das an weiteren Stellen Friedensbildung vernetzt und stärken möchte. Am 4. März 2017 soll es beispielsweise den ersten regionalen Fachtag zu Friedensbildung geben. Die Gelegenheiten, Friedensbildung kennen zu lernen, reißen also nicht ab!

 

Im September fand ein Jugendaustausch in Ungarn unter dem Titel "Refugees in Europe: Awareness, Commitment, Try!" statt. Hier ein paar Eindrücke und Ergebnisse des Projekts:

 

 

R.E.A.C.T.!

Refugees in Europe, awareness, commitment, try!

roject owner: Talentum Foundation

The project lasted for 10 days.

It all started one year ago, when writers Susan Bannuscher and Beatrice Abbate spent their EVS voluntary service in Hungary. They experience the situation of the arrival of refugees and this leaded to the thought of making a project, an Erasmus+ youth exchange with the goal of making young people conscious about this topic.

The host organization was Talentum Foundation, the same organization, where Susan and Beatrice volunteered a year ago, whose main focus is to connect people with voluntary opportunities in their city and beyond.

In this project four countries were involved, and each country organization selected four participants to their representative. Calí from Italy, Asociación Egeria from Spain, Friedenskreis Halle e.V. from Germany and Talentum Foundation from Hungary.

The aims for the project were to increase the participants’ knowledge about the refugee situation, and also, to support a tolerant and respectful intercultural exchange among Europeans and refugees.

The activities done to fulfill these goals were very interesting and educational. There were various workshops such as Human invasion, which simulates the experience of immigrating to another society that is intolerant and rejectful. Also an organization visited us from Budapest (Menedék) and we held a conference with lots of firsthand knowledge about the topic. In addition, each country prepared a presentation about their political situation, immigration and asylum seeking.

That last activity was visiting an open refugee camp in Kiskunhalas, with 48 refugees, mostly men. There the group could learn the conditions and work being done by the administration of the camp, the social workers and some NGOs.

Overall this was a very enriching experience, an opportunity to share knowledge, learn empathy and awareness about human rights.

 

 

 

 

UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEIT DES MONATS:
  Weihnachtseinkäufte im Friedenskreis-Shop erledigen


Endlich ist es soweit: Unser neuer Shop für T-Shirts, Beutel, Kapuzenpullis, etc. ist eröffnet!
Viele Motive von dezent bis präsent und von klassisch bis neu findet ihr von nun an auf: https://friedenskreis.spreadshirt.de/

Eine Recyclingtasche mit dem bekannten "Bis eine*r heult"-Motiv?
Ein Bio-T-Shirt mit den typischen Friedenskreis-Tauben?
Oder ein Bio-Kapuzenpulli mit dem Slogan "zivil statt militärisch"?
Diese und viele andere Textilprodukte könnt ihr finden - und individuell anpassen!

Schaut doch mal vorbei - vielleicht findet ihr sogar passende Weihnachtsgeschenke für eure Liebsten oder etwas Hübsches für euch selbst. (Bestellungen, die bis zum 19.12. eingehen, werden noch vor Weihnachten geliefert.)

Und das Tolle: Ein Teil des Kaufpreises kommt direkt unserer Friedensarbeit zugute!

Also, fühlt euch eingeladen: https://friedenskreis.spreadshirt.de/

 

"Fotocomic" - Methodenfortbildung für MultiplikatorInnen (nicht nur des globalen Lernens)

Fotocomics stellen eine aktivierende Methode auch für das Globale Lernen dar. Ansätze und Hintergründe werden an konkreten Beispielen erläutert und ein Fotocomic gemeinsam mit den TN erarbeitet.

Fotocomics sind eine selten genutzte Methode im Globalen Lernen bzw. der politischen Bildungsarbeit. Die Foto-Kurzgeschichten zeigen in oftmals humoristischer oder ungewöhnlicher Weise fokussierte Analysen zu einem Thema oder nachdenkliche Aspekte auf. Die Methode lässt Interpretationsspielräume für die Teilnehmenden und bedarf einer gemeinsamen Bearbeitung und Auswertung.

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Eine Kampagne der Landesflüchtlingsräte, dem BumF e.V. und Jugendlichen ohne Grenzen – unterstützt von der GEW und Pro Asyl.


SCHULE FÜR ALLE – Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

Das neue Schuljahr hat begonnen, doch viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind außen vor. Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag – obwohl sie seit Monaten, zum Teil schon über einem Jahr in Deutschland leben. Bundesweit sind zehntausende junge Menschen betroffen.

160907_nematallah-hussainiEs sind viele jüngere Kinder im Alter ab 6 Jahren betroffen, insbesondere wenn sie in Aufnahmeeinrichtungen leben, noch nicht auf Kommunen oder Bezirke verteilt wurden und daher in einigen Ländern nicht der Schulpflicht unterliegen. Aber insbesondere auch 16- bis 27jährige Flüchtlinge, unter ihnen viele, die als unbegleitete Minderjährige eingereist sind. Sie brauchen Zugang zur Schule, um eine Ausbildung oder ein Studium beginnen zu können, doch das Recht auf Bildung bleibt ihnen verwehrt. Sie warten vergeblich darauf, ihren im Herkunftsland begonnenen Bildungsweg fortzusetzen und auf ihre erste Schultüte.

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Pressemitteilung der AGDF und EAK

Zivil statt militärisch muss die Devise sein.

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) erwarten von den neuen Leitlinien der Bundesregierung für Krisenengagement und Friedensförderung eindeutige Friedensperspektiven anstelle eines einseitigen, sicherheitslogischen Denkens.

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Eine Argumentationshilfe zum Umgang mit dem Syrienkonflikt stellt der Bund für Soziale Verteidigung e.V. zu Verfügung.

Frieden für Syrien?

Frieden für Syrien? Zivile und gewaltfreie Alternativen im Syrienkonflikt?* Das sind Fragen, die aktuell kaum jemand auszusprechen wagt. Mindestens 26 Staaten sind direkt oder indirekt in Syrien involviert, mehr als 200 bewaffnete Gruppen kämpfen in dem Land. Die Akteure verfolgen nationale, regionale und weltpolitische Interessen, die zum Teil fundamental gegensätzlich sind. Erschwerend kommt hinzu, dass bei den bisherigen Friedensgesprächen nicht alle wichtigen Konfliktparteien eingebunden wurden. Und wir wissen: Es gibt keine schnellen Lösungen. Doch auch in dieser hochkomplexen Gemengelage des Syrienkonfliktes legt der BSV konkrete Alternativen vor. In der angehängten Argumentationshilfe formuliert Christine Schweitzer mit differenziertem Blick auf den Konflikt, welche Voraussetzungen gegeben sein könnten, um endlich zu einem gelingenden Frieden in Syrien zu gelangen. Beharrlichkeit ist angesagt.

Das Papier kann hier kostenlos runtergeladen werden

Zum 17. Jahrestag des ZFD teilt das Konsortium Ziviler Friedensdienst mit:

Ziviler Friedensdienst - 17 Jahre für eine Welt ohne Gewalt

Erprobtes Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung weiter ausbauen!

Bonn, 17.11.2016. Am 22. November wird der Zivile
Friedensdienst 17 Jahre alt. 1999 reisten die ersten ZFD-Fachkräfte in das
ehemalige Jugoslawien, nach Guatemala, Rumänien, Simbabwe und in die
palästinensischen Gebiete aus, um die Menschen dort bei ihrer Friedensarbeit zu
unterstützen. Seitdem hat sich der ZFD zu einem Erfolgsmodell für Gewaltprävention
und Friedensförderung im Kontext der Entwicklungspolitik entwickelt. Er ist heute
das einzige explizit friedenspolitische Programm der Bundesregierung. In Zeiten
zunehmender Gewaltkonflikte in der Welt muss der ZFD dringend weiter ausgebaut
werden.

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