Pressemitteilung der Kampagne vom 11.11.2016

"Bundeswehrmandat für Syrien verlängert – Grüne und Linke stimmen geschlossen dagegen – Kampagne zieht vorsichtig optimistische Bilanz"


 

Berlin/Bonn. – Die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ verurteilt die Zustimmung der Bundestagsabgeordneten zur Verlängerung und Erweiterung des Syrienmandats der Bundeswehr. Dadurch wird Deutschland noch weiter in den Krieg in Syrien hineingezogen und der Konflikt zwischen der NATO und Russland weiter eskaliert. Trotz der mehrheitlichen Verabschiedung der Mandatsverlängerung zieht Ulrich Wohland, einer der Sprecher*innen der Kampagne, eine vorsichtig optimistische Bilanz. „Unser Ziel war, dass mehr Bundestagsabgeordnete als letztes Jahr gegen das Bundeswehrmandat stimmen – nun sind es sogar sechs weniger als 2015. Doch wenn man sich die Aufteilung der Stimmen genauer anschaut, gibt es Grund für einen vorsichtigen Optimismus," resümiert Wohland. „Fast alle Bundestagsabgeordneten aus der Regierungskoalition von CDU/CDU und SPD, die im letzten Jahr gegen das Mandat oder mit Enthaltung gestimmt hatten, blieben bei ihrem Votum. Und im Gegensatz zu 2015, als noch jeweils drei grüne Abgeordnete den Einsatz befürworteten bzw. sich enthielten, stimmte die Grüne Bundestagsfraktion in diesem Jahr geschlossen dagegen – wie auch wieder die Linke. Das ist ein Erfolg und macht uns Mut. In unseren Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Fraktionen wurde deutlich: Das noch immer überwiegende Ja zum Bundeswehreinsatz ist keineswegs zementiert. Viele Abgeordnete, die jetzt noch für das Bundeswehrmandat gestimmt haben, würden zivile Lösungen der militärischen Reaktion vorziehen. Das ist für die Kampagne und für die ganze Friedensbewegung Ansporn, die Möglichkeiten ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung in Syrien noch konkreter zu vermitteln und Politikerinnen und Politiker aller Parteien dafür zu gewinnen."

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Pressemitteilung der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd

Global Education Week 2016: Gemeinsam für Eine Welt des Friedens

Unter dem Motto „Gemeinsam für Eine Welt des Friedens“ findet vom 12. bis 20. November 2016 die Global Education Week (GEW) statt. Die vom Nord-Süd Zentrum des Europarates europaweit ausgerichtete Woche hat zum Ziel, Themen des Globalen Lernens in die Öffentlichkeit zu tragen und bildungspolitische Akteur/-innen zu vernetzen.

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Krieg ist keine Lösung – Alternativen zum Militär“ - Friedenskreis gibt Dossier von Publik Forum mit heraus.

 

„Krieg ist keine Lösung – Alternativen zum Militär“ ist der Titel eines vom Friedenskreis Halle e.V. mit herausgegeben Dossiers der Zeitschrift Publik Forum. Druckexemplare, gern auch zum weitergeben, können bei uns im Büro abgeholt werden.

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Erlebnistour Stadthaus

Trainer*innen gesucht

Die „Erlebnistour Stadthaus“ ermöglicht Schulklassen ab dem 8. Schuljahrgang einen persönlichen Zugang zu kommunaler Fraktions- und Stadtratsarbeit. In einem zweimoduligen Projekt lernen die Schüler*innen den prinzipiellen Aufbau des halleschen Stadtrates kennen und kommen mit Stadtratsmitgliedern ins Gespräch. Für die Umsetzung dieses Projektes suchen wir engagierte Trainer*innen.

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Pressemitteilung vom 08.11.2016

„Stimmen Sie mit Nein. Setzen Sie Sich für zivile Lösungen in Syrien ein!“
Friedenskreis Halle e.V. fordert Bundestagsabgeordnete der Region Halle zu Friedensengagement auf

 

Am Donnerstag (10. November) entscheiden die Abgeordneten des Bundestags über die Verlängerung und Ausweitung des Bundeswehreinsatzes für Syrien. Unter dem Slogan „NEIN zum Bundeswehreinsatz – JA zu zivilen Lösungen für Syrien“ fordern bundesweit Friedensorganisationen ihre lokalen Abgeordneten auf, gegen den Bundeswehreinsatz zu stimmen und sich stattdessen für zivile Alternativen einzusetzen. Der Friedenskreis Halle e.V. hat sich heute mit einer Theateraktion an die regionalen Abgeordneten gewendet – gemeinsam mit Geflüchteten aus Syrien.

Die Beendigung des Mandates sei notwendig, um Raum für zivile Lösungen zu schaffen. „Wir wollen die Bundesrepublik als konsequente Friedensfördererin sehen – und nicht mehr als militärische Mitläuferin. Denn noch mehr militärische Gewalt in Syrien wirkt wie Brandbeschleuniger bei einem Wohnungsbrand. Wir sollten aber dazu beitragen, Gewalt einzudämmen! Deswegen fordern wir unsere Abgeordneten auf, als ersten Schritt am Donnerstag mit Nein zu stimmen“, erklärt Markus Wutzler vom Friedenskreis Halle e.V..

Der Bundeswehreinsatz in  Syrien und den Nachbarländern war nach den Anschlägen am 13.11.2015 in Paris binnen kürzester Zeit auf den Weg gebracht worden. Er gilt völkerrechtlich und strategisch als höchst umstritten. In den letzten Monaten wurde der Einsatz auch wegen diplomatischen Verstimmungen mit der Türkei und der sich dramatisch verschlimmernden Lage in Bezug auf Menschenrechte und Meinungsfreiheit in Frage gestellt. Verschiedenen Abgeordneten war wiederholt der Zugang zur involvierten Militärbasis Incirlik verweigert worden. „Es ist absurd, sich in dieser Lage noch stärker sicherheitspolitisch abhängig von Erdoğan zu machen“, so Markus Wutzler weiter. Der Bundeswehreinsatz sei weder ethisch legitim, völkerrechtlich überzeugend oder politisch-strategisch sinnvoll. Bei der Bundestagsabstimmung vor einem Jahr hatte die hallesche Abgeordnete Petra Sitte mit „Nein“ gestimmt, Karamba Diaby und Christoph Bergner mit „Ja“.

Die Aktivitäten des Friedenskreis Halle e.V. reihen sich in die bundesweite Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ ein, die von vielen Friedensorganisationen getragen wird. Diese Kampagne soll auch nach dem Bundestagsentscheid am Donnerstag weiter gehen. „Wir werden auch in Halle weiter gemeinsam mit Geflüchteten für eine Friedenspolitik streiten, die diesen Namen verdient“, kündigt Markus Wutzler an.

 

weitere Information zur Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“

Pressemitteilung

Benefizkonzert für syrische Geflüchtete

12.11.2016, 16 Uhr, Diakoniewerk Halle; Lafontainestraße 15


In den vergangenen Monaten hat sich die Situation in Syrien trotz mehrmals vereinbarter Waffenruhe weiter dramatisch verschlechtert.

Aus Syrien geflüchtete Menschen haben derzeit wenig Hoffnung, dass auf absehbare Zeit in ihrem Land wieder Frieden sein könnte. Sie brauchen unsere konkrete Unterstützung und solidarische Arbeit an Perspektiven.

Seit 2013 fanden mehrere Benefizkonzerte in Halle für syrische Flüchtlinge statt.  Mit dem nunmehr 4. Benefizkonzert in Halle wollen wir wiederum Geflüchtete aus Syrien unterstützen.

Das Konzert wird aus zwei Teilen bestehen:

  • Im ersten Teil gibt es arabische Musik mit Mustapha Khalil (Oud, Gesang) und weiteren Musikern aus seiner Familie.
  • Im zweiten Teil des Konzertes wird das Vokalensemble "Die Herzensschönen" die KonzertbesucherInnen mit Liedern aus aller Welt  erfreuen.

Mit Tee und arabischem Gebäck soll das Konzert ausklingen.

Der Erlös des Konzertes kommt direkt syrischen Geflüchteten in Halle sowie der Bildungsarbeit des Friedenskreis Halle e.V. zum Thema Flucht und der Kampagne "MACHT FRIEDEN - Zivile Lösungen für Syrien" zugute.

 
Das Konzert wird organisiert vom Friedenskreis Halle e.V.  sowie der Familie Khalil sowie dem Verein Integrationspaten Halle e.V.. Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung des Diakoniewerkes Halle.
Außerdem danken wir allen MusikerInnen, die unentgeltlich musizieren.


Für die Richtigkeit und weitere Informationen:
    Ulrike Eichstädt
    Entwicklungspolitische Bildungsreferentin
    Friedenskreis Halle e.V.
    Große Klausstr. 11, 06108 Halle
    Tel. 0345 27980759
    Mail: eichstaedt [at] friedenskreis-halle.de

 

Solidarität mit US-Deserteur André Shepherd

Einladung zu Asylverhandlung und anschließendem Pressegespräch


Am 16. November 2016 wird ab 13.30 Uhr vor dem Verwaltungsgericht in
München über das im November 2008 eingereichte Asylbegehren des
39-jährigen US-Deserteurs André Shepherd verhandelt.

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Aufruf von Halle gegen Rechts

Integration in der Schule droht in Sachsen-Anhalt zu scheitern 

Bündnis Halle gegen Rechts ruft Landesregierung und Landtag zum Handeln auf: Mit dem Streichen der Stellen für Sprachlehrkräfte wird falsches politisches Signal gesendet

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Ökumenische Friedensdekade 2016

Das diesjährige Thema der Ökumenischen FriedensDekade ist „Kriegsspuren“. Zwischen dem 6. und 16. November 2016 wird es im Halle-Saalkreis täglich Veranstaltungen geben, die die kirchliche und außer-kirchliche Öffentlichkeit dazu einladen, sich mit Kriegs- und Friedensspuren in Halle, Deutschland und der ganzen Welt auseinander zu setzen. Weltweite Kriegsspuren sind in den vergangenen Monaten durch die Wanderungsbewegungen geflüchteter Menschen stark in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gelangt. Es gilt nun, diese Spuren zu verstehen und auf der Basis gegenseitigen Verständnisses und dem Erfahren und Reflektieren unserer eigenen vergangenen Geschichte und aktuellen Ereignissen weltweit von Seiten der Zivilgesellschaft, zu der wir als wichtige Akteurinnen die Kirchen zählen, Friedensspuren begehbar zu machen.


Die FriedensDekade im Halle-Saalkreis ist eine Einladung, verschiedene Kriegsspuren aus einer Perspektive der Friedenslogik zu beleuchten, um konstruktiven Zugänge gewaltfreier Begegnung und Konfliktbearbeitung zu stärken.

 

Flyer:

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AGDF startet Veröffentlichungsreihe mit pazifistischen Impulsen zum Reformationsjubiläum

Reformation heute - Gewalt absagen und Frieden wagen

Das Reformationsjahr 2017 wird von der evangelischen Kirche in Deutschland groß gefeiert. Die evangelische „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) möchte zu diesem Jubiläum einen Beitrag leisten und sich dabei kritisch mit der reformatorischen Geschichte auseinandersetzen, wobei der Fokus auf Gewalt und Gewaltfreiheit liegen soll. „Wir wollen der Frage nachgehen, wie wir es schaffen können, im Blick auf das Reformationsgedenken eine Kirche des gerechten Friedens zu werden und die Gewaltfreiheit zu stärken“, so Horst Scheffler, der AGDF-Vorsitzende.

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Quifd-Reertifizierung-  Qualitätsstandards in Internationalen Freiwilligendiensten

Der Friedenskreis wurde als Entsendeorganisation von Quifd (Qualität in Freiwilligendiensten) erneut rezertifiziert. Der ''Friedenskreis e.V. hat innerhalb eines Jahres eine qualitativ und quantitativ bemerkenswerte Arbeit geleistet - vom Leitbildprozess bis zum Klrisenplan'' quittiert die Gutachterin mit Anerkennung.

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