Ruf aus Wittenberg aus dem Bausoldatenkongress 2014 " Friedenszeugnis ohne Gew(a)ehr"

Von den Teilnehmenden des Bausoldatenkongress 2014, an dessen Organisation der Friedenskreis Halle e.V. aktiv beteiligt war, wurde ein Aufruf zur Kriegsdienstverweigerung als weltweites Menschenrecht und mit der Forderung nach einer aktiven Friedenspolitik verfasst. Der Text kann hier: Ruf-aus-wittenberg nachgelesen und von weiteren Unterstützer_innen unterzeichnet werden.

Aufruf zur Kundgebung am 17.09.2014 ab 18.45 Uhr:

„Für Solidarität und Mitgefühl mit den Betroffenen  von rassistischer Hetze und Gewalt“

Seit Anfang Juli dieses Jahres existieren verschiedene Facebook-Gruppen in denen Bewohner_innen der Silberhöhe ihre rassistischen und antiziganistischen Stereotype gegenüber neu zugezogenen Familien aus Rumänien artikulieren. Dort wird offen menschenfeindliche Hetze gegenüber Menschen betrieben, die von ihrem Recht, als EU-Bürger_innen den Wohnort innerhalb der EU-Länderfrei wählen zu können, Gebrauch machen und sich in Halle (Saale) ein besseres Leben erhoffen. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Sprühereien mit rassistischen und NS-verherrlichenden Inhalten im Stadtbild auftauchten.


Anfang August fand eine Demonstration regionaler, antifaschistischer Gruppen statt, die sich offensiv gegen die in sozialen Netzwerken betriebene Hetze richtete. Die Betreiber_innen der Facebook-Gruppen konterten daraufhin mit einer  Gegendemonstration unter  dem Titel „Wir wohnen hier- wo wohnt Ihr?“. An der Demonstration nahmen ungehindert Personen teil, die durch Kleidungsstücke und/oder Sprechchöre ihre neonazistische und menschenverachtende Gesinnung zur Schau stellten. Im Umfeld der Demo waren an dem Tag außerdem zahlreiche Gruppen von gewaltbereiten Personen, darunter Neonazis und Hooligans, unterwegs.  Ziel dieser Personen war es, gegenüber außenstehenden eine Drohkulisse aufzubauen.


Nach den Demonstrationen ging die Hetze im Internet ungebrochen weiter und es wurde die Einrichtung einer sogenannten Bürgerwehr angekündigt, die laut Selbstauskunft für Ruhe und Ordnung sorgen will. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber um den Versuch ein Klima der Angst bei den zugezogenen Familien und deren Unterstützer_innenzu erzeugen. Wie stark der Einfluss der menschenfeindlichen Hetzein der Silberhöhe mittlerweile ist, zeigt ein Angriff vom 11. September. An dem Tag wurden eine rumänische Frau und ihr 2jähriges Kind aus einer Gruppe Minderjähriger heraus rassistisch beleidigt. Danach wurde das Kind mit einem Gegenstand ins Gesicht geschlagen.
Auch dieser bisherige Höhepunkt der Eskalation in der Silberhöhe bringt die Hetzer_innen nicht zum Nachdenken. Im Gegenteil, nur zwei Tage nach der Tat wurde ein Rundgang der sogenannten Bürgerwehr für Mittwoch, den 17.09. (bzw. den heutigen Mittwoch) angekündigt.
Laut dem im Internet verbreiteten Aufruf wollen diese Personen „einmal in der Woche auf die Straße gehen und Flagge zeigen“.
Wir nehmen nicht hin, dass selbsternannte Ordnungshüter versuchen, andere Menschen zu bedrohen und anzugreifen. Wir zeigen uns solidarisch mit allen Betroffenen rassistischer, antiziganistischer Hetze und Gewalt. Wir sind mit allen solidarisch und gesprächsbereit, die sich für ein offenes Klima in der Silberhöhe einsetzen.


Wir bitten Sie/Euch deshalb zur

Kundgebung des Bündnisses „Halle gegen Rechts“ am 17.09.2014 ab 18.45 Uhr in die Silberhöhe auf den Platz zwischen dem S-Bahnhof Silberhöhe und Wilhelm-von-Klewitz-Straße (Platz vor dem Gesundheitszentrum)

zu kommen und mit uns ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den rumänischen Familien zu setzen.

“Für Solidarität und Mitgefühl mit den Betroffene  von rassistischer Hetze und Gewalt“

Weitere Infos zu „Halle gegen Rechts“ sind hier verfügbar:
http://www.halle-gegen-rechts.de/
https://www.facebook.com/pages/Halle-gegen-Rechts-B%C3%BCndnis-f%C3%BCr-Zivilcourage/191079504261942

August 2014

Und weil es so schön war: zweiter Umzug in eine Freiwilligen-Wohnung!

In der ersten Septemberhälfte steht der zweite und dann letzte Bezug einer neuen Freiwilligen-Wohnung an.

Natürlich brauchen wir auch wieder Menschen, die uns beim Umzug unterstützen: mit guter Verpflegung und/oder Ausdauer beim Möbeltragen. Wie beim letzten Mal hoffen wir auf zahlreiche Beteiligung und gute Stimmung.

Der Umzug findet statt am: wird in Kürze bekannt gegeben!

Wer beim Umzug helfen möchte, meldet sich gerne bei: Anja Wiegner

August 2014

Neuer Wind bei Lebens(t)raum e.V.

Antonio beendet seinen Freiwilligendienst bei Lebens(t)raum e.V. und geht zurück nach Spanien. Wir bedanken uns auch im Namen seiner Einsatzstelle und wünschen ihm alles Gute für den weiteren Lebensweg!
Nachfolgen wird ihm Denis aus Georgien. Ankommen wird Denis in Halle Anfang September. Wir wünschen ihm viel Freude und spannende Aufgaben im kommenden Jahr.

August 2014

Willkommen zurück!

Ein Jahr ist wie im Flug vergangen: nach und nach kehren die deutschen Freiwilligen aus Mazedonien, Kosovo, Bosnien, Albanien und Tschechien zurück. Wir wünschen einen guten Neustart in Deutschland und freuen uns auf das Rückkehr Seminar mit euch!

 

NEUES HINTERGRUNDPAPIER DES BSV ERSCHIENEN: "Islamischer Staat", Irak und Syrien

Der BSV hat ein neues Hintergrundpapier herausgegeben, das sich mit der Situation in Irak und Syrien und möglichen zivilen Ansatzpunkten im Konflikt mit dem IS befasst. Es kann von unserer Website heruntergeladen werden. Die neue Bundesregierung trat 2013 mit dem Versprechen an, Waffenexporte in Nicht-NATO-Staaten restriktiver zu handhaben. Bis zur zweiten Augustwoche 2014 galt dies auch noch, doch dann fand innerhalb weniger Tage ein Schwenk um 180 Grad statt: Ausgelöst durch das Flüchtlingsdrama der yezidischen Bevölkerung im Nordirak, die vor der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in die Berge floh und dort zu verhungern und zu verdursten drohte, begannen zuerst Verteidigungsministerin von der Leyen, binnen 48 Stunden gefolgt von Außenminister Steinmeier und schließlich der Kanzlerin selbst, von möglichen Waffenlieferungen an die kurdischen Kämpfer im Irak und evtl. auch in Syrien zu sprechen. Die yezidischen Flüchtlinge wurden inzwischen größtenteils aus den Bergen gerettet, aber dennoch wird weiter die Gefahr von Genozid beschworen, um Waffenlieferungen zu rechtfertigen. Damit soll nicht das Wüten der IS oder ähnlicher Gruppierungen kleingeredet werden. Aber mehr Waffen in eine derartige Situation zu pumpen, wo keinerlei Sicherheit besteht, dass sie nicht in die Hände der Gegenseite fallen oder gegen andere Gegner als diejenigen, die den westlichen Regierungen jetzt vorschweben, gerichtet werden, ist mehr als ein Spiel mit dem Feuer. Wir möchten mit unserem heute herausgegebenen Hintergrundpapier zum einen kurz skizzieren, wer die Konfliktbeteiligten sind, und zum anderen mögliche zivile, nicht-gewaltgestützte Vorgehensweisen aufzeigen, wie mit den Konflikten umgegangen werden kann und was wir als Friedensbewegung heute tun können. -- Bund für Soziale Verteidigung e.V.

www.soziale-verteidigung.de

Juli 2014

Ankunft der weltwärts-Freiwilligen aus Indien

Lange haben wir gewartet, nun ist es endlich soweit! Am Dienstag, den 05.08.2014 kamen die ersten vier Friedenskreis-Freiwilligen aus Indien in Halle an.

Nach einem Ruhetag beginnt am Donnerstag das Ankunftstraining in Halle und am Montag, den 18.08.2014 startet die Arbeit in den Einsatzstellen.

Vinay wird in der Freiwilligenagentur tätig sein, Akash wird uns im Friedenskreis und den Pflanzgarten der Franckeschen Stiftungen unterstützen, das Kinder- und Jugendhaus darf sich über den Einsatz von Soni freuen und Shweta wird die Kita St. Ulrich bereichern.

Wohnen werden die vier ganz verschieden: zwei werden bei Gastgebenden aufgenommen, die anderen beiden in WGs. Gastgebenden, unserer FSJlerin Kim und der HWG sei hiermit herzlich gedankt.

Wer Lust hat, mit den Freiwilligen in Kontakt zu kommen, kann sich gern bei uns melden.

 

Ankunft ind. FW

Juli 2014

Zwei neue Freiwilligen-Wohnungen

Wir freuen uns über zwei neuen Wohnungen für die Freiwilligen des Friedenskreis in Halle. Nach Jahren in der Voßstraße und dem Florentiner Bogen werden die internationalen Freiwilligen fortan im Herzen der Stadt ein neues zu Hause haben.

Besonders freuen wir uns über die Unterstützung seitens der HWG, die uns nicht nur bei der recht spontanen Suche nach geeigneten Wohnungen half, sondern durch ein Sponsoring der Wohnungen zur Finanzierung der Dienste beiträgt.

Juli 2014

Ausreise der deutschen Freiwilligen

Nachdem im Juli das erste Ausreiseseminar unter deutsch/bosnischer Leitung mit Gaby und Samir vom OC Jajce erfolgreich stattgefunden hat, kommt nun der nächste Schritt:

In wenigen Tagen reisen die ersten drei Freiwilligen über das weltwärts Programm aus und starten mit einem 20-tägigen Sprachkurs in Sarajevo. Danach geht es weiter nach Brcko, Banja Luka und Jajce. Die anderen vier weltwärts Freiwilligen folgen Ende August und freuen sich auf ein spannendes Jahr in Mazedonien, Albanien und dem Kosovo.

Ebenso werden zwei weitere Freiwillige über den europäischen Freiwilligendienst nach Spanien und Ungarn entsendet.

 

Wir wünschen allen eine gute Reise!

Ausstellungseröffnung: Migrationsgeschichten aus Serbien und Deutschland

Halle, den 04.08.2014

Die Wanderausstellung „Who am I and who are you?“ Migrationsgeschichten aus Serbien und Deutschland wird am Freitag, den 08. August ab 18 Uhr in der Goldenen Rose in Halle eröffnet.

Sie ist Ergebnis der internationalen Jugendbegegnung „Who am I and who are you?“ zwischen Halle und Kraljevo (Serbien). 16 Jugendliche freuen sich darauf, ihre Exponate der Öffentlichkeit in Halle präsentieren zu können. In der Wanderausstellung werden eigene Migrationsgeschichten und Migrationswege künstlerisch in realen und fiktiven Teilen verarbeitet. Sie entstanden während der intensiven Auseinandersetzung der Gruppe mit den Themen Migration und Diskriminierung.

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Hetze gegen Roma in der Silberhöhe: Was ist dran an den Behauptungen?

„Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ widerlegt Vorurteile

 

Am 16. Juli 2014 gründeten sich bei Facebook Anwohner*innen-Gruppen der Silberhöhe, in der sich Mitglieder mit menschenverachtenden Kommentaren und offenen Gewaltaufrufen gegen Roma äußerten.

Die Initiative Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage stellt sich klar gegen jede Form von Antiromaismus und ist solidarisch mit den Betroffenen antiromaistischer Hetze. Der Begriff Antiromaismus bezeichnet Vorurteile, offene Ablehnung, Ausgrenzung, Feindseligkeit, Abwertung und Benachteiligung von Menschen, die sich als Roma, Sinti und verwandte Gruppen bezeichnen.

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