Ferngesteuerte Kriegsführung

26. November 2014

Wie „neutral“ sind Drohnen?


Als der ehemalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Jahr 2012 vorschlug, Drohnen für die Bundeswehr zu erwerben, sprach er von „ethisch neutralen Waffen“ und löste damit eine kontroverse Diskussion aus. In der Tat dienen viele Drohnen in erster Linie als Aufklärungsflugzeuge, doch die Ausstattung mit Raketen ist schon heute in vielen Fällen üblich. Angesichts der zahlreichen US-Einsätze von Kampfdrohnen zur gezielten Tötung mutmaßlicher Terroristen wird seit längerem über völkerrechtliche und ethische Fragen debattiert.



Seit Juli 2014 setzt sich nun auch die neue Verteidigungsministerin von der Leyen für die Anschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen ein, weil diese das Risiko von Soldaten im Einsatz verringern würden. Es ist also an der Zeit zu fragen, welchen Bedarf Deutschland an derartigen Technologien hat, ob durch den Einsatz von Drohnen tatsächlich weniger Schaden angerichtet wird und wer bei Einsätzen aus der Distanz eigentlich die Verantwortung trägt?

Nach einem Einstiegsvortrag von Prof. Jutta Weber (Expertin für Robotik und Ethik) diskutieren wir mit ihr und Katja Keul (Rechtspolitische Sprecherin, MdB BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) und unseren Gästen diese und weitere Fragen. Es moderiert Christof Starke (Friedenskreis Halle). Eintritt frei.

Veranstaltungszeit und -ort:

Mittwoch, 26. November 2014
19:00 Uhr

Hallischer Saal, Burse zur Tulpe über der Mensa
Universitätsring 5
Halle (Saale)

Eine herzliche Einladung im Namen der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt, dem Friedenskreis und der GHG Halle.


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