Ejo Youth Echo, Kigali

für 2018-2019 frei

Beschreibung der Organisation

EYE (Ejo Youth Echo) ist eine Jugendmedien- und Friedensorganisation in Kigali, der Hauptstadt Ruandas. EYEs Hauptziel ist es, der Jugend eine Stimme zu verleihen. Dazu bilden sie junge Freiwillige im Alter von ca. 15-22 Jahren in konfliktsensiblem Journalismus aus. Die Freiwilligen produzieren eine wöchentliche Radiosendung, in der sie über die alltäglichen Herausforderungen im Leben der Jugendlichen in Ruanda und der Große-Seen-Region reden.

EYE möchte junge Menschen aus verschiedenen Gruppen zusammenbringen und Friedensinitiativen fördern. Da ruandische Medien eine verheerende Rolle in dem Genozid von 1994 spielten, in dem das Radio und Zeitungen den Hass zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen schürte und sie sogar zum Töten aufrief, möchte EYE nun wieder die positive Rolle von ruandischen Medien stärken, während sie gleichzeitig junge Menschen darin unterstützt, kritisch zu hinterfragen, was sie sehen und hören.

Sich an die Vergangenheit zu erinnern und aktiv die Zukunft zu gestalten ist auch in dem Namen der Nicht-Regierungs-Organisation widergespiegelt: “Ejo” ist Kinyarwanda (eine der drei offiziellen Sprachen Ruandas) und kann entweder gestern oder morgen bedeuten.

Deine Aufgaben

Der_die Freiwillige_r ist fest in das Team von ruandischen Freiwilligen integriert, die in konfliksensiblen Journalismus durch EYE ausgebildet sind. Er_sie arbeitet mit ihnen an der Produktion der wöchentlichen Radiosendung; dazu gehört unter anderem die Teilnahme an Redaktionssitzungen, Interviews vor Ort durchführen, die Radiosendung moderieren und die anschließende Nachbereitung.

Eine weitere Aufgabe ist es, die englischen Schreibkenntnisse der ruandischen Freiwilligen zu verbessern, da sie darin Probleme haben. Er_sie wird wird auch englische Artikel korrekturlesen und Feedback für Verbesserungen geben.

Zusätzlich ist erwünscht, dass der_die Freiwillige sich mit seinem individuellen Hintergrund und auch seinem eigenen Verständnis von Friedensbildung und Konfliktlösungsstrategien einbringt, und dadurch zur multikulturellen Dimension des Teams und des Projektes beiträgt.

Anforderungen

Sehr gute mündliche und schriftliche Englischkenntnisse; Französischkenntnisse und/oder die Motivation die Grundlagen von Kinyarwanda zu erlernen, wären von Vorteil.

Interesse an Journalismus und bestenfalls auch erste journalistische Erfahrungen und Fähigkeiten. Jemand, der beispielsweise in der Schülerzeitung aktiv war, wäre ideal.

Er_sie sollte offen und neugierig sein, eine neue Kultur kennenzulernen und sich in ein junges ruandisches Team zu integrieren.

Angestellte

Es gibt drei fest Angestellte, die bei EYE arbeiten. Darüber hinaus sind ca. 15 ruandische Freiwillige in die Aktivitäten wie die Produktion der wöchentlichen Radiosendung involviert.

Gesprochene Sprachen

Die Angestellten sprechen Französisch, Kinyarwanda und Englisch.

Unterkunft

Der_die Freiwillige_r wird in einer Wohnung in dem Nyamirambo-Stadtteil in Kigali, in der Nähe von einem_r der Festangestellten untergebracht sein.

Location

Kigali ist die Hauptstadt und größte Stadt Ruandas mit ca. einer Million Einwohner. Sie ist das kulturelle und ökonomische Zentrum und ist auch geographisch in der Mitte des Landes gelegen. Dies macht Kigali zu einem super Ort, um sich einzuleben, aber auch um den Rest des Landes zu erkunden.

EYEs Büro ist am Stadtrand, in der Nähe des Flughafens, gelegen.

Es herrscht ein tropisches Klima mit vier Jahreszeiten (kurze und lange Regen- und Trockenzeit) Wegen der Höhe der Stadt (ca. 1500m) herrschen das ganze Jahr über moderaten Temperaturen (15-30°C).

Es gibt viele örtliche Märkte, wo man frisches Obst und Gemüse kaufen kann ( zusätzlich zu normalen Supermärkten mit importierten Produkten) und ein ausgebauted und günstiges Transportsystem.

Ruanda ist eins der sichersten Länder Afrikas und hat ein verlässliches Gesundheitssystem.

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Description of the organization

EYE (Ejo Youth Echo) is a youth media and peace organization based in Kigali, the capital of Rwanda. EYE‘s main goal is to give youth their own voice. It does so by training young volunteers aged 15-22 years in conflict sensitive journalism. The trained volunteers produce a weekly radio show in which they talk about the challenges that youth in Rwanda and the Great Lakes region encounter in their everyday life.

EYE focuses on bringing together young people from different groups and promoting peace initiatives. As Rwandan media played a devastating role in the genocide in 1994 in which radio and newspapers fueled the hate amongst ethnic groups and even encouraged people to murder (to which many people, especially the youth, obediently listened!), EYE now aims at both promoting a positive role of Rwandan media while at the same time encouraging youth and people in general to critically reflect what they hear and see.

Remembering the past and actively shaping the future is also reflected in the name of the non-govermental organization: „Ejo“ is Kinyarwanda (one of the three official languages of Rwanda) and can either mean yesterday or tomorrow.

Your tasks

The volunteer is integrated into the team of Rwandan volunteers who are trained in conflict sensitive journalism by EYE. He_she works with them on the production of the weekly radio show, including participation in editorial meetings, conducting interviews on the field, moderation of the radio show and post production.

Another task will be to coach the Rwandan volunteers in their English writing skills as they have difficulties in writing English. He_she will also proofread articles written in English and provide feedback for improvement.

The volunteer‘s own ideas and his_her own perspective on conflict solving and peace building during the trainings and the shows are highly welcomed. He_she provides a multi-cultural dimension to the team of EYE journalists which is an important element of conflict sensitive journalism.

As EYE is connected to other peace building NGOs in Rwanda, short stays in other NGOs can be facilitated if wished.

Requirements

Very good spoken and written English skills; French would be an additional asset as well as the willingness to learn basic Kinyarwanda.

Interest and if possible basic journalistic skills and experience would be highly appreciated. For example, someone who has been active in a school newspaper would be ideal.

He_she should be open and curious to learn about a new culture and to integrate in a team of young Rwandans.

Employees

There are three permanent employees working at EYE. In addition to that, there are about 15 Rwandan volunteers involved in the activities of EYE like the production of the weekly radio show.

Spoken languages

The staff speaks French, Kinyarwanda and English.

Location

Kigali is the capital and largest city of Rwanda with about 1 million inhabitants. It is the cultural and economic center and is also located in the geographical center of Rwanda which all make it a good place to settle in and also to explore the country.

The office of EYE is located in the outskirts of Kigali, not far from the airport.

There is a tropical climate with four seasons (small and big rainy and dry seasons) and fairly moderate temperatures throughout the year (15-30°C) due to the altitude of the city (~1500m).

There are many local markets to buy fresh fruits and vegetables (in addition to normal supermarkets with imported products) and an established and cheap transport system.

Rwanda is considered one of the safest countries in Africa and has a reliable health care system.

Eindrücke aus dem Alltag von Lara, Freiwillige 2017-18

Ich stehe um sieben Uhr morgens auf, frühstücke was Theo bereitgestellt hat, fahre eine halbe Stunde lang mit Nadine im Auto zu EYE oder fahre mit Hussein (der auch mein Nachbar ist) oder alleine mit dem Bus (wenn ich Glück habe braucht es anderthalb Stunden) zur Arbeit. Bei EYE angekommen korrigiere ich ein paar Artikel und nutze hinterher noch das WLAN aus, um auf Facebook nach Events in Kigali zu schauen. Von denen gibt es zu meiner Freude nämlich viele! Zum Beispiel Poetry Slams, Filmabende im Goethe-Institut, Meditation, Diskussionsrunden… Nach einer halben Stunde Emails-verschicken an Freunde und Verwandte um über den Wochenendtrip zu anderen Freiwilligen nach Musanze in die Höhlen und auf den Vulkan, in den Akagera-Nationalpark, oder Gisenyi zu berichten, trete ich so gegen drei oder halb vier von der Arbeit meinen Heimweg an. Der Heimweg ist ein wenig komplizierter, zuerst geht es hinten auf dem Moto-Taxi zum Buspark, von dort mit einem Bus (wenn der irgendwann mal voll ist) ins Stadtzentrum, und von dort schließlich nach Nyamirambo, wo ich lebe. Nyamirambo begrüßt einen mit vielen Menschen und Verkehr und Verkäufern, und vielleicht kaufe ich bei einer sehr netten, älteren Ruanderin in einem der vielen kleinen Straßenläden wahnsinnig leckere karamellisierte Erdnüsse ein, oder Samosa und Capati, da ich bei der Arbeit nichts zu Mittag essen konnte und halb am verhungern bin. Zuhause wasche ich meine Kleider per Hand in Wasserbottichen, und hoffe, dass es trotz der Regenzeit an dem Abend nicht regnet, und meine Kleider auf der Wäscheleine trocknen können. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mir Kleider waschen so viel Freude machen würde, und das meine ich ganz un-ironisch! Je nachdem ob es schon dunkel ist oder nicht (sprich ob es schon sechs Uhr ist), mache ich einen Spaziergang. Wenn ich noch zu viel Energie habe, jogge ich die halbwegs gerade Strecke (Kigali ist ziemlich hügelig, da hat man an geraden Strecken nicht so viel Auswahl) von Nyamirambo an den protzigen Hotels, der Kirche in die ich manchmal gehe weil dort englische Gottesdienste gehalten werden, und dem Anwesen des ruandischen Präsidenten vorbei. Eine warme Dusche nach afrikanischer Art versöhnt mich wieder mit der Anstrengung, und nach einem späten Abendessen bestehend aus Bohnen, Reis und Amatoke und einem langen Gespräch nach Deutschland falle ich schließlich todmüde ins Bett unter das schützende Moskito-Netz.

Einen ersten Erfahrungsbericht vom Anfang von Laras Freiwilligendienst findest du unten.

 

 

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigröße
Diese Datei herunterladen (Bericht_Lara.pdf)Bericht_Lara.pdf 26 KB

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen