Ziele & Inhalte



Wir begreifen unsere Freiwilligendienste im Friedenskreis als Lern- und Friedensdienste.  Das hat verschiedene Aspekte. Diese kannst du im Freiwilligenalltag selbst erleben und  darüber in unseren Begleitseminaren mehr erfahren, nachdenken, diskutieren. Und zwar:

Frieden braucht die Anerkennung von Transkultureller Vielfalt. Kultur setzen wir nicht mit Nationalität oder Religion gleich, sondern meinen damit die Vielzahl kultureller Prägungen, die eine Person in sich vereint wie z.B. Subkulturen, die eigene Familie, regionale Herkunft, Beruf und Umfeld etc.
Du lernst in deinem Freiwilligendienst Menschen kennen, verstehen und anerkennen, die einen anderen kulturellen Hintergrund mitbringen als du selbst. Gleichzeitig kannst du dich in unseren Begleitseminaren mit Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus auseinandersetzen.

Frieden braucht Gelebte Demokratie. Du bekommst als Freiwillige_r in deinem Freiwilligendienst die Möglichkeit, dich gemeinsam mit anderen für etwas zu engagieren und aktiv einzubringen. Du bist als Rückkehrer_innen angeregt, für deine Überzeugungen einzutreten und gesellschaftspolitisch zu handeln.

Frieden ohne Globale Gerechtigkeit ist für uns nicht denkbar. Als Freiwillige_r lernst du unabhängig von deiner Herkunft über Ungerechtigkeiten in der Welt, deine eigene Position und Privilegien oder Benachteiligungen nachzudenken. Dies kann Anstoß sein dich gemeinsam mit anderen für eine gerechtere Welt einzustehen.

Frieden braucht zivile konstruktive Konfliktbearbeitung. In deinem Freiwilligendienst lernst du mit persönlichen Konflikten umzugehen und beschäftigst dich gleichzeitig auch mit Konflikten auf gesellschaftlicher Ebene. Du lernst Friedensprojekte kennen oder beschäftigst dich in unseren Begleitseminaren damit und kannst erleben, dass zur Bearbeitung von Konflikten nicht militärische Intervention, sondern zivile Wege zur Konfliktbearbeitung (zum Beispiel gemischt-ethnische Kinder- und Jugendarbeit) gewinnbringend sind.

Frieden braucht Aktive Gewaltfreiheit. Gewalt findet als personale Gewalt zwischen Menschen statt. Ebenso tritt sie als strukturelle oder kulturelle Gewalt in Form von ungleichen Machtverhältnissen und Möglichkeitsräumen auf. Dein Freiwilligendienst kann dich dafür sensibilisieren, wo Gewalt geschieht, Menschen ausgegrenzt oder diskriminiert werden.

Natürlich spielen auch wir als Friedenskreis und die Aufnahmeorganisationen eine wichtige Rolle im Lern- und Friedensdienst. Unser Anspruch ist es auch uns als Organisation im Austausch mit unseren Partnerorganisationen weiterzuentwickeln und immer wieder kritisch zu hinterfragen.


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