Herzlich Willkommen beim Modellprojekt
„Hand in Hand. Kita ohne Rassismus“
Auf dieser Seite erhalten Sie Ideen, Fakten und Hintergründe zu Inhalt und Struktur des Projektes und erfahren, warum es wichtig ist schon im frühkindlichen Bereich eine Präventionsstrategie gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus zu haben.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung neuer spezifischer Methoden und Ansätze für die frühkindliche Bildungsarbeit in den Bereichen Demokratieförderung, Wertevermittlung, vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung sowie Selbstwirksamkeit als eine Präventionsstrategie gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Über Kampagnenarbeit, Fortbildungsangebote und Engagementförderung sollen ErzieherInnen und Eltern für die demokratische Wertevermittlung in Bezug auf Demokratie, Vielfalt und Selbstwirksamkeit sensibilisiert und qualifiziert werden.
Das Modellprojekt „Hand in Hand. Kita ohne Rassismus“ gliedert sich in drei Teilprojekte,
die
Kampagne,
das
Elternprojekt sowie
die
Fortbildung von ErzieherInnen. Dabei arbeitet das Projekt modellhaft mit drei Kindertagesstätten in Halle (Saale) sowie einer ExpertInnengruppe aus Pädagogik, Politik, Verwaltung und Vereinen zusammen.
Eines der Handlungsziele des Projektes ist die Konzeption und Durchführung von spezifischen
ErzieherInnenfortbildungen, welche sich gezielt präventiv gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung richten. Das Konzept der Fortbildung wird entwickelt auf Basis der Auseinandersetzung mit der aktuellen Fachdebatte zu Ursachen und Bedingungen von Rechtsextremismus sowie anhand der Fragestellung, welche Rahmenbedingungen und pädagogische Arbeit in der Kita erfolgreich zur Stärkung der Kinder in ihren demokratischen, sozialen und wertebezogenen Kompetenzen führen können. Als dritter Baustein fließen in die Konzeptentwicklung die Analysen der von den TrainerInnen in den Modellkitas umfassend durchgeführten teilnehmenden Beobachtungen ein.
Das
Elternprojekt soll die Bildungsgemeinschaft zwischen Eltern und ErzieherInnen stärken und Partizipationsmöglichkeiten für Eltern in den Kitas erhöhen. Basis bildet dabei die qualifizierte und engagierte Auseinandersetzung der Eltern mit den Begriffen: Wert, Demokratie, Vielfalt und Selbstwirksamkeit und deren Stärkung als mögliche Präventionsstrategie gegen Rechtsextremismus und Rassismus. TrainerInnen führen die Eltern in die Themen des Modellprojektes ein und erstellen ein daran orientiertes Seminarkonzept samt Methodik und Didaktik. Die ehrenamtlich agierenden Elterngruppen führen dann die Seminare selbständig in Kitas durch.
Die
Kampagne richtet sich an alle Kitas in Sachsen-Anhalt. Im Herbst der Projektjahre 2008 und 2009 sind diese aufgerufen sich an der jeweils einjährigen Kampagnenausschreibung zu beteiligen. Ziel dabei ist ein gemeinsames Bekenntnis von ErzieherInnen, Eltern und Träger zur Förderung von Werten, Demokratie, Vielfalt und Selbstwirksamkeit bei gleichzeitiger Abgrenzung von Rechtsextremismus und Rassismus sowie die Umsetzung des Bekenntnisses an drei konkreten Vorhaben zur Präventionsarbeit und Förderung von Vielfalt.
Ziele des Projektes sind:
- Veröffentlichung eines Methodenhandbuches und Etablierung der Methoden
- weitere Anwendung der im Projekt entwickelten Fortbildungsmodule und Durchführung von Fortbildungen
- langfristige Etablierung der im Projekt betreuten ehrenamtlichen Elterngruppen
- landes- bzw. bundesweite Etablierung der Kampagne
Viele spannende Einblicke und Anregungen wünscht das
Team des Modellprojektes