Das Elternprojekt setzt sich für Demokratieförderung und Vielfalt bei gleichzeitiger Abgrenzung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus ein. Zum einen sollen durch das Projekt Partizipationsmöglichkeiten für Eltern und Angehörigen in Kindertagesstätten geschaffen und so verstärkt Bildungspartnerschaften bzw. Bildungsgemeinschaften gefördert werden. Zum anderen werden Eltern für die Förderung von Werten wie Demokratie und Vielfalt sensibilisiert und wirken als MultiplikatorInnen auf andere Eltern und in die Gemeinschaft.
Das Elternprojekt startet im Januar mit einem Aufruf an interessierte Eltern von Kita-Kindern sich zu beteiligen. Zum einen wird ein Aufruf in der lokalen Presse erfolgen und zum anderen unterstützt die Freiwilligenagentur Halle-Saalekreis bei der Suche nach interessierten Freiwilligen/ Eltern. Anfangs werden drei Elterngruppe von je sechs bis acht Eltern gesucht.
Zwei TrainerInnen erstellen ein an den Themen orientiertes Seminarkonzept samt Methodik und Didaktik. Das wird anschließend mit den Eltern diskutiert, ggf. angepasst und einstudiert. Die von den TrainerInnen gegebenen Impulse sollen zu gemeinsamen Diskussion und somit auch zur Sensibilisierung der Eltern für die Themen anregen. Zur Sensibilisierung und Einübung des Seminarkonzeptes sind fünf Treffen geplant. Anschließend erfolgt die erste Durchführung des Seminarkonzepts an Kindertagesstätten als erste Erprobungsphase. Im Projektverlauf 2009 soll jede Elterngruppe drei bis fünf Einrichtungen besuchen.
Es soll ein Faltblatt erstellt werden, um die Seminare für Kindertagesstätten und andere Eltern bekannt zu machen und so das Angebot in den Kindertagesstätten unter zu bringen.
Die Elterngruppen sollen von den TrainerInnen bis zur selbständigen Durchführung der Seminarkonzepte in Kindertagesstätten begleitet werden. Geplant ist, dass die inhaltliche und organisatorische Betreuung der Elterngruppen im Projektverlauf stetig abnimmt und die Elterngruppen ab Dezember 2009 rein eigenverantwortlich aktiv sind und bleiben. Um diesen Prozess zu unterstützen sind 2009 vierteljährliche Treffen mit den Eltern geplant. Nach erfolgreicher Anlaufphase ist eine Ausdehnung auf weitere Themen oder weitere Elterngruppen möglich.