Speed-Dating: Nachgefragt und beim Wort genommen - Politikverdrossenheit war gestern!

Über das Speeddating hinaus

Weitere Informationen zum Ablauf der Wahl und ein Überblick über alle Kandidierenden können auf der Webseite der Stadt Halle eingesehen werden. Außerdem empfehlenswert ist die Seite halle-waehlt.de. Dort findet sich nicht nur ein Überblick der Kandidierenden und gut verständliche Informationen, wie zur Kommunalwahl gewählt wird, sondern es gibt auch ausführliche Interviews, die Wahlprogramme der Parteien und Einzelbewerber_innen und man kann die Wahlprogramme miteinander vergleichen. Und auch die Europawahl ist Thema auf diesem Wahl-Portal.

Feedback der anwesenden Kandidierenden

Im Nachgang des Speeddatings wollten wir natürlich von den Kandidierenden wissen, ob bei ihnen die Themen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angekommen sind. Dazu haben wir allen anwesenden Kandidierenden drei Fragen gestellt und hier findet ihr die entsprechenden Antworten.

Wenn Sie gewählt werden, was nehmen Sie vom Speeddating in Ihre Stadtratsarbeit mit?

Markus Hünniger:
Dass auch Jugendliche bereits ein Interesse an der Politik besitzen und eine feine Wahrnehmung für die Probleme Ihrer Zeit haben, wenn auch die Ursachen und Hintergründe für Sie verständlicherweise noch nicht ganz klar sind.

 

Melanie Ranft und Sebastian Kranich (Bündnis 90/ Die Grünen):
Jugendliche sind interessiert an Kommunalpolitik und wollen sich an deren Gestaltung beteiligen. Die Frage nach Schulen in einem ordentlichen Zustand und akzeptablen Schulturnhallen und stadtweitem freien W-LAN nehmen wir weiter gern mit. Zudem bleiben wir bei der grünen Forderung der Absenkung des Wahlalters bei Kommunalwahlen auf 14 Jahre.

 

Julia Zirzlaff und Denis Häder (MitBürger für Halle):
Wenn wir gewählt werden, werden wir die direkte Kooperation mit den Schulen und SchülerInnen weiter ausbauen. Wie wir von den SchülerInnen erfahren haben, besteht eine große Unzufriedenheit über die bauliche Substanz und die Ausstattung der Schulen. Hier gilt es, in Absprache mit Schulleitung, Lehrern und SchülerInnen ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, um die Schulen attraktiver zu gestalten.

Perspektive der Jugendlichen: Was hat Sie überrascht? Was hatten Sie so nicht erwartet?

Markus Hünniger:
Überrascht hat mich nur der Zustand der Schule und insbesondere der Aula, die wirklich einen sehr schönen Saal bietet, der Glanz noch zu erkennen ist. Das finde ich für dieses reiche Deutschland peinlich. Wie sollen die Schüler
dort vernünftig lernen und den hohen Bildungsanspruch, den wir haben, erfüllen??

 

Melanie Ranft und Sebastian Kranich (Bündnis 90/ Die Grünen):
Das klare Bekenntnis zu Kultur und Wissenschaft, versehen mit einem kräftigen NEIN zu den Kürzungsplänen der CDU-SPD Landesregierung fanden wir toll. Auch das politische Bewusstsein der Mädchen und Jungen sich gegen Rechtsextremismus engagieren zu wollen und hier mehr Verbindlichkeit von etablierten Parteien einzufordern hat uns gut getan, denn nur ein breit aufgestelltes Bündnis gegen Rechts kann langfristig erfolgreich sein.

 

Julia Zirzlaff und Denis Häder (MitBürger für Halle):
Viele Jugendliche sind besorgt über die anstehenden Kürzungen im Kultur- und Bildungsbereich. Gerade die Kürzungen an der MLU haben viele SchülerInnen verunsichert, da dies auch ihre Zukunft in Halle betrifft. Als Stadträte werden wir uns weiterhin gegenüber dem Land dafür einsetzen, die wesentlichen Studiengänge und Fakultäten zu erhalten!

 

Reflexion des eigenen Standpunktes: Was hat Sie nachdenklich gestimmt? In welcher Ihrer Positionen fühlen Sie sich bestärkt, was gilt es zu überdenken?Speeddating intensiv

Markus Hünniger:
Es lohnt sich in der Politik zu engagieren allen Widerständen zum Trotz. Die Menschen sind es wert und manchmal ist es auch nötig Ihnen zu helfen.

 

Melanie Ranft und Sebastian Kranich (Bündnis 90/ Die Grünen):
Bestärkt wurden wir in unserer Umwelt- und Klimapolitik sowie in der Bildungspolitik. Auch im Namen der Jugendlichen werden wir uns für eine bessere Infrastruktur mit der Fokussierung auf den Rad- und Fußverkehr sowie den öffentlichen Nahverkehr einsetzen. Weiter mitdenken werden wir die Verzahnung von Schule und Ausbildung oder Studium, denn die Schülerinnen und Schüler wollen verständlicherweise in einer sozialen und wirtschaftlich starken Region leben und ihrer Region erhalten bleiben.

 

Julia Zirzlaff und Denis Häder (MitBürger für Halle):
In unserer Bildungs- und Kulturarbeit haben wir uns von vielen SchülerInnen bestärkt gesehen. Auch unser Vorstoß im Stadtrat, ein gemeinsames Schulhofkonzept zu erarbeiten, ist erfreulicherweise auf große Zustimmung gestoßen. Die Arbeit der Stadt in Bezug auf Jugendeinrichtungen muss hingegen deutlich verbessert werden. Uns wurde von den SchülerInnen signalisiert, dass ein großer Bedarf an Jugendeinrichtungen in der gesamten Stadt besteht. Hier müssen die Fehler der letzten Jahre, Jugendeinrichtungen zu schließen, mit neuen Ideen und Angeboten korrigiert werden.

 


Veranstaltungsankündigung

Fragen über Fragen

Am 25. Mai 2014 wird in Halle (Saale) ein neuer Stadtrat gewählt. Wir prüfen die Kandidaten und Kandidatinnen auf ihre Schülerfreundlichkeit – und du kannst sie auf die Probe stellen: Halten sich die Politikerinnen und Politiker an ihre Versprechen? Sind ihnen die Schülerinnen und Schüler dieser Stadt wichtig? Was sollen sie FÜR DICH tun, damit du sie wählst? Sei dabei, wenn sie beim Speed-Dating am 12. Mai Rede und Antwort stehen müssen!

Anmeldung

Teilnehmen können alle halleschen Schüler und Schülerinnen – egal welchen Alters. Um vorherige Anmeldung bis zum 7. Mai wird gebeten.

Ort & Zeit

Montag, 12. Mai 2014, 13-15 Uhr

Aula in der Berufsbildende Schule III, Eingang Oleariusstraße 7 oder Dreyhauptstr. 1, 06108 Halle (Saale)

 

 


 

Förderhinweis

Das Projekt „Demokratie macht Schule“ wird seit 2011 im Rahmen des Lokalen Aktionsplans „Hallianz für Vielfalt“ vom Friedenskreis Halle e.V. umgesetzt. Gefördert wird es vom Programm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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