AKTIVE GEWALTFREIHEITgewaltfrei

Gewaltfreiheit ist für uns ein Ziel. Ein Wert. Eine Botschaft.

Gewaltfreiheit bedeutet für uns mehr als das reine Ablassen von gewaltvollen Handlungen, ebenso wie Frieden für uns mehr als die reine Abwesenheit von Krieg bedeutet.
Gewalt fängt lange vor einem Schlag, einer Ohrfeige oder anderer körperlicher Gewalt an. Auch Worte können gewalttätig sein, Handlungen sowie deren Unterlassung. Wir können anderen Menschen durch unser Verhalten, durch Unterdrückung ihrer Bedürfnisse, durch Einschränkung ihrer Freiheit oder durch Einschränkung ihres Rechtes auf freie Entfaltung Gewalt antun.

Leitend ist für uns das Gewaltmodell nach J. Galtung. Demnach kennt Gewalt drei Dimensionen: strukturelle, personale und kulturelle. Gewalt spielt sich also nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich ab. Im Streben nach Gewaltfreiheit müssen also auch Institutionen und Verhältnisse in den Blick genommen werden.

Unser Ziel ist eine Welt, in der kein Mensch einem anderen Gewalt antut. In der kein Mensch Gewalt erfahren muss. In der die Menschen umsichtig, sensibel und anerkennend miteinander umgehen.

Um dieses Ziel im Großen erreichen zu können, müssen wir damit im Kleinen beginnen. Wir treten aktiv dafür ein und beginnen im direkten Miteinander.
Für das Vereinsleben und unsere Arbeit haben wir uns einen Handlungskodex gegeben, der sowohl Hinweise auf einen achtsamen Umgang miteinander gibt als auch die Unterstützung von gewaltvollen Strukturen ausschließt.
Viele Mitglieder und Angestellte des Friedenskreis Halle sind gesellschaftspolitisch aktiv, beteiligen sich an Aktionen und sehen zivilen Ungehorsam als legitimes Mittel an, um für politische Ziele stark zu machen . Entscheidend ist, dass es sich um gewaltfreie Aktionen handelt, in denen das Lebensrecht, die körperliche Unversehrtheit und die Würde von Menschen nicht verletzt werden.

Wir streben Entscheidungen im Konsens an. Sei es in kleinen Arbeitsgruppen als auch bei großen Versammlungen, in Seminaren, Workshops und Aktionen. Denn aktive Gewaltfreiheit heißt nicht nur, keine Gewalt anzuwenden. Aktive Gewaltfreiheit bedeutet sich aktiv dafür einzusetzen, gewaltvolle Strukturen zu hinterfragen und alternative Strukturen aufzubauen und zu fördern.
Bedürfnisorientierte, basisdemokratische Entscheidungswege sind einer von vielen kleinen Schritten auf dem Weg zu einer gewaltfreien Gesellschaft.


Links:
Gewaltmodell nach Galtung: http://friedenspaedagogik.de/themen/medien_gewalt_in_medien/gewalt_in_den_medien_die_krise_als_dauernachricht/personale_strukturelle_und_kulturelle_gewalt
Handlungskodex des Friedenskreis Halle e.V.: http://www.friedenskreis-halle.de/ueber-uns/verein/handlungskodex.html
Arbeitsbereich Friedenspolitik: http://www.friedenskreis-halle.de/bereiche/friedenspolitik.html
Netzwerk ZUGABE: http://www.netzwerk-zugabe.de
Weiterführende Literatur zu aktiver Gewaltfreiheit findet sich in unserer Friedensbibliothek: http://friedenskreis-halle.de/ueber-uns/friedensbibliothek.html.


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