Pressemitteilung


„Überhöhung des Militärischen ist kein Beitrag zur Friedenspolitik der Zukunft“
 – Friedenskreis Halle e.V. kritisiert Verlautbarung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff


Anlässlich des Dienstantritts von 300 Soldat*innen in Weißenfels betonte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) Anfang Juni, dass öffentliche Gelöbnisse von hoher gesellschaftlicher Bedeutung seien. Weiterhin behauptete er, dass Soldat*innen freiwillig Belastungen und Gefahren in Kauf nehmen würden, die es in anderen Berufen so nicht gebe. Diese politische Positionierung kritisiert der Friedenskreis Halle e.V. als rückwärtsgewandte Überhöhung des Militärischen. Geschäftsführer Christof Starke erläutert: „Wir sehen hier ein konkretes Beispiel, wie Debatten der Vergangenheit geführt werden. Das Militär als Berufsstand und Institution wird unkritisch idealisiert. Es findet sich keinerlei Bezug zu aktuellen Schieflagen in der Bundeswehr oder zu zukunftsweisenden Debatten um zivile Friedenspolitik. Die Teilnahme  an dem Gelöbnis hätte sich unser Ministerpräsident mit diesen Worten der Verlautbarung sparen können.“

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Jahresbericht 2015 / 2016

Unser Jahresrückblick ist in neuer Form fertiggestellt.
Für den Überblick, die Zusammenfassung der letzten Entwicklungen und ein jeweiliges Schwerpunktthema gibt es ab jetzt einmal im Jahr den gedruckten Bericht.
Mit Stolz auf das Geleistete und die gelungene Präsentation dessen, freuen wir uns, heute den Jahresbericht über die Arbeit des Friedenskreis Halle e.V. in den Jahren 2015 und 2016 (zur Premiere als Doppelbericht) verbreiten zu können.
Als Schwerpunktthema haben wir für die erste Ausgabe „Aktiv im Friedenskreis“ gewählt. Denn ohne die Mitwirkung von Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Kooperationspartner*innen wäre der Bericht nur halb gefüllt.
Uns ist noch einmal sehr deutlich geworden: Die Formen des Engagements im Friedenskreis sind sehr unterschiedlich, doch für uns unerlässlich.

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UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEIT DES MONATS:
  1x leidenschaftlich für Frieden streiten

Das kannst du bei verschiedensten Gelegenheiten tun: mindestens 1x leidenschaftlich für Frieden streiten. Denn wenn wir Gewalt überwinden wollen, braucht es – neben guten Argumenten – auch unser Herzblut. Besonders im Hinblick auf die Bundestagswahl. Wie soll das gehen?

1. Such dir eine Fragestellung oder einen Wert, der dir besonders wichtig ist. Die Leitwerte des Friedenskreises und aktuelle politische Themen (z.B. Rechtspopulismus, Abschiebungen, Waffenexporte, Militäreinsätze, Ursachen/Überwindung von Terrorismus) geben dir Anregungen.

2. Nimm dir konkret vor, darüber in den Austausch zu kommen – sei es als ruhiger Dialog, flammende Rede oder konstruktive Diskussion. Wo? Wann?

3. Streite für Frieden. Und wenn du magst: Schreibe uns, wie es war!

 

BfDT-Botschafter 2017: Bürgerbündnis Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage


Der parlamentarische Staatssekretär würdigte bei der Verleihung nicht nur die Vielfalt der Aktionen, sondern auch die hohe Sichtbarkeit und gute Vernetzung in der Stadt. Wir gratulieren ganz herzlich!

Mehr zur Arbeit des Bündnisses: http://www.halle-gegen-rechts.de/

 

Abschlussveranstaltung „zivil statt militärisch“ am 27. Juni in Halle (Christliche Akademie, Fährstr.6, Halle)

Aufrüsten bitte! Aber für zivil...
Praxis und Wirkung Gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland bekannt machen

Praxisberichte   -   Expert*innen-Austausch   -  Forderungen & Perspektiven  -  Bildungsmaterial zum Thema


Die Projektstelle „zivil statt militärisch“  der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) informiert seit 2013 Jugendliche und Erwachsene über Chancen und Grenzen ziviler gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland. Der Einsatz militärischer Mittel im Kontext internationaler Gewaltkonflikte wird von vielen Menschen in Deutschland immer mehr als notwendig und alternativlos angenommen. Die Praxis aber zeigt, dass gewaltsame Konflikte mit militärischen Mitteln nicht gelöst werden können. Wir möchten die „Aufrüstung“ in ihrem ursprünglichen Sinn der „Ausstattung“ verstanden wissen, die nicht zwangsläufig an militärische Stärke gebunden ist.
Sowohl die Bearbeitung internationaler Gewaltkonflikte als auch der innerdeutsche Diskurs darüber muss stärker mit Ansätzen ziviler Konfliktbearbeitung ausgestattet werden.

Im Juli diesen Jahres läuft die Projektstelle „zivil statt militärisch“ aus. Wir nutzen diese Gelegenheit und stellen im Rahmen einer Austausch- und Informationsveranstaltung noch einmal  exemplarisch Erfahrungen aus der Zivilen Konfliktbearbeitung im Ausland vor, die im Rahmen von „zivil statt militärisch“ in Bildungsveranstaltungen geflossen sind:

  • Mai Shutta, eine Aktivistin der gewaltfreien „Girifna-Bewegung“ (heißt so viel wie „Wir haben die Schnauze voll“) aus dem Sudan wird erklären, warum für sie Gewaltfreiheit der einzige Ausweg aus der Gewaltspirale im Sudan ist.
  • Susanne Wienholt-Kall, war als Friedensfachkraft im Nordosten Ugandas, wo es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Viehdiebstählen und Ressourcenkonflikten kommt. Sie wird einen Einblick in die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) geben.
  • Agnes Sander, Friedensbildungsreferentin im Projekt „zivil statt militärisch“, vermittelt seit 4 Jahren das Thema „Zivile Konfliktbearbeitung im Ausland“ in Schulen, Jugendgruppen, Kirchengemeinden, auf Konferenzen und Tagungen. Sie wird sich dazu äußern, warum dieses Thema für die Bildungsarbeit in Deutschland so wichtig ist.
  • Vertreter*in von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst wird darauf eingehen, warum gewaltfreie Ansätze im politischen Diskurs in Deutschland bisher nur eine marginale Rolle spielen.


Wir möchten Sie einladen mit uns zu diskutieren, gewaltfrei zu streiten und zu fachsimpeln. Wie kann das Thema Zivile Konfliktbearbeitung im Ausland im innerdeutschen Diskurs im Rahmen von Bildungsveranstaltungen, Fachtagungen, politischen Gesprächen......mehr Bedeutung erlangen?


27. Juni 2017 – Christliche Akademie, Fährstr.6, Halle
16 -18 Uhr mit anschließendem Austausch bei Sekt   



Bitte melden Sie sich bis 20. Juni 2017 an unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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„Vorbildlich“ – Workshop „Ene mene muh – und raus bist du“ des Friedenskreis Halle e.V. mit bundesweitem Preis ausgezeichnet


Der bundesweite Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016 des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt (bfdt:) wurde am Montag, den 08. Mai 2017 feierlich an ein Projekt des Friedenskreis Halle e.V. verliehen. Gewürdigt wurde der Workshop „Ene mene muh – und raus bist du“, der über die Situation von Geflüchteten in Deutschland informiert.

Seit 2010 wird der Workshop von ehrenamtlichen Trainer/-innen mit und ohne Fluchterfahrung durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, mit Hilfe eines erlebnispädagogischen Ansatzes, Menschen auf die Lebenssituation und alltägliche Hürden von Geflüchteten in Deutschland aufmerksam zu machen. Dieses Engagement wurde nun als „vorbildliches Projekt“ mit einem Preisgeld von 4000 € belohnt.

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Newsletter April/ Mai 2016 erschienen.

Er hat den Titel „Nun will der Mai uns grüßen...“ und kann hier angesehen werden

Einladung zur Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung findet am 13.Mai von 13.30 Uhr (14.00 Uhr offizieller Beginn) bis 18.00 Uhr im Diakoniewerk Halle statt.

Im Anschluss an die MV laden wir ab 19.00 Uhr zu einem öffentlichen Abendprogramm ein, zu dem ihr gerne weitere Menschen einladen könnt.  
Es wird das Theaterstück "Jasmin, der aus dem Orient kommt" aufgeführt, ein biographisches Theaterstück syrischer Menschen mit Fluchterfahrungen.

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20.04. 19 UHR LESUNG UND GESPRÄCH MIT MARKUS NIERTH  IM RAHMEN DER KAMPAGNE „NAZIAUFMARSCH IN HALLE? LÄUFT NICHT!"


Am 1. Mai 2017 werden Neonazis auf dem gesamten Bundesgebiet in Halle (Saale) erwartet, der Aufmarsch droht der größte an diesem Tag in Deutschland zu werden. Bereits seit Wochen läuft dagegen die Kampagne „Naziaufmarsch in Halle? Läuft nicht!“ zu der mehr als 130 Personen und Organisationen aus Halle und Sachsen-Anhalt aufrufen. Im Vorfeld der Proteste veranstalten der Evangelische Kirchenkreis Halle-Saalkreis und Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage gemeinsam eine Lesung mit dem ehemaligen Ortsbürgermeister von Tröglitz, Markus Nierth.

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Eine Bitte der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., die wir gerne weitergeben:

Ankommenspatenschaften – mach/machen Sie mit!

Auch wenn viele Geflüchtete nun schon länger in Halle leben – viele haben keinen Kontakt zu Hallensern und wünschen sich gemeinsame Zeit mit Gleichgesinnten. Die Freiwilligen-Agentur sucht Freiwillige, die sich mindestens dreimal mit einem Geflüchteten treffen möchten und gemeinsam Zeit verbringen, z.B. eine Stadtbesichtigung machen, gemeinsam Kochen oder sich über den gegenseitigen Alltag austauschen. Die meisten Geflüchteten möchten diese Gelegenheit nutzen, um die deutsche Sprache zu üben und mehr über ihre neue Umgebung zu erfahren. Nach drei Treffen wird gemeinsam entschieden, ob der Kontakt fortgesetzt werden soll.
Machen Sie mit?

Infos, Kontakt und Anmeldung