Mitgliederversammlung 2016 und Vortrag von „adopt a revolution“


- Ein Bericht unserer aktuellen Praktikantin Julia Hinze -

 

Zur Mitgliederversammlung fanden sich ca. 30 Leute zusammen um gemeinsam über einen neuen Vorstand abzustimmen, zu erfahren was aktuell im Friedenskreis läuft und den Tag mit einem bewegenden Vortrag zu gewaltfreien Aktivist_innen in Syrien zu abzuschließen.

 

Als Praktikantin im Friedenskreis war es für mich vor allem interessant zu sehen, welche Menschen und Mitglieder, abgesehen vom Büroteam, hinter dem Friedenskreis stehen. Und mir wurde durch die Berichte und Präsentationen aus den einzelnen Arbeitsbereichen noch mal vor Augen geführt: Es ist ganz schön was los im Friedenskreis! Viele Projekte laufen und das Team der Geschäftsstelle ist noch mal gewachsen. Positiv ist auch die aktuelle Finanzlage des Friedenskreises.

 

Einen Einblick in den Spagat, den die Vorstandsmitglieder zwischen ihren auch gerne wechselnden geographischen Orten (über Düsseldorf bis nach Argentinien ist alles dabei) und dem Friedenskreis vollführen, zeigte ein realitätsnahes kleines Theaterstück des Vorstands. Und deutlich wurde die große Portion Engagement die es benötigt, um im Vorstand zu sein. Um so schöner war es, dass bei der Vorstandswahl neue und 'alte' Kandidat_innen motiviert werden konnten, die verantwortungsvolle Aufgabe eines Vorstandsmitglieds anzunehmen.

 

 

Das frisch gewählte Vorstandsteam besteht aus: Johannes Hatnik, Rahel Ladwig, Nicole Sykulla, Christin Ludwig, Karola Kunkel und Friederike Eichner

 

 

Ein Highlight der Mitgliederversammlung war für mich persönlich der Vortrag von Christin Lüttich und einer syrischen Aktivistin vom Verein „adopt a revolution“, die über gewaltfreie Proteste und zivilgesellschaftliche Aktivitäten in Syrien berichteten. Vor allem die Kreativität, mit der gewaltfrei Proteste in Syrien unter schwierigsten Bedingungen organisiert werden, waren beeindruckend. Da öffentliche Demonstrationen aufgrund der Sicherheitslage nicht mehr möglich sind, werden eben neue Formen des zivilen Widerstands praktiziert. So verteilten und versteckten Aktivist_innen kleine Lautsprecherboxen an verschiedenen Orten, die Aufnahmen von vorausgegangenen Proteste abspielten. Die Aktivist_innen konnten sich währenddessen an sicheren Orten aufhalten und die Reaktionen auf diese Protestform beispielsweise von ihren Wohnungen und Balkonen aus beobachten, ohne sich selbst in tödliche Gefahr zu bringen. Ziviler Widerstand hat eben viele Gesichter.

 

Doch die Referent_innen formulierten auch die Forderung nach internationaler Unterstützung gerade von der deutschen Friedensbewegung. Das heißt für uns: Es gibt noch viel zu tun!

 

 


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