07.05.2013

"Mutige Frauen in Afghanistan"

Ute Wagner-Oswald

Engagierte Anwältinnen, resolute Hebammen, selbstbewusste Bäuerinnen – stellt man sich diese Frauen vor, wenn man an Afghanistan denkt?  Die Dokumentarfilmerin Ute Wagner-Oswald ermöglicht in ihren Kurzfilmen einen besonderen Blick auf das Land am Hindukusch. Es kommen starke Frauen zu Wort, die sonst nur selten Gehör erhalten. So wird ein überraschendes, vielseitiges, lebendiges Bild von Afghanistan sichtbar; jenseits aller Klischees von Unterdrückung und Resignation. Tatsächlich hatte sich nach dem Einmarsch der Alliierten im Jahr 2001 die Situation vieler Frauen verbessert, dazu trug nicht zuletzt der internationale Fokus auf Frauenrechte in Afghanistan bei.


Ute Wagner-Oswald lehrte als Dokumentarfilmerin und Friedensfachkraft am staatlichen Fernsehen in Kabul jungen afghanischen Frauen und Männern wie man Dokumentarfilme macht und damit zu Aufklärung und Versöhnung beitragen kann. Hauptziel ihrer Arbeit war vor allem den Frauen eine Stimme im afghanischen Fernsehen zu verschaffen  - einen Ausschnitt ihrer Arbeit möchten wir präsentieren.


Im anschließenden Filmgespräch wollen wir mit der Dokumentarfilmerin über die heutige Lage von Frauen in Afghanistan ins Gespräch kommen, die mittlerweile von vielen Frauenrechtlerinnen deutlich pessimistischer eingeschätzt wird als zu Beginn der 2000er Jahre. Welche frauenpolitischen Errungenschaften bleiben bestehen und welche sind in Gefahr? Ist der Zivile Friedensdienst in der Lage nachhaltig Strukturen zu verändern oder bleiben Projekte wie die Kurzfilme nur ein Tropfen auf den heißen Stein?


Die Film und Diskussionsveranstaltung wird vom Friedenskreis Halle e.V. in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Projekts „Engagiert für Frieden und Entwicklung“ organisiert.

Flyer zum Projekt


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