Die geplanten Umstrukturierungen von „Demokratie leben!“ treffen uns hart.

Als Friedenskreis Halle e.V. sind wir direkt von den geplanten Umstrukturierungen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (2025–2032) betroffen. Über unseren Dachverband AGDF gehören wir zum bundesweiten Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung.

Bisher war das Themenfeld der Konfliktbearbeitung auf allen drei Ebenen des Programms verankert: auf kommunaler Ebene in den Partnerschaften für Demokratie, in acht Innovationsprojekten sowie auf Bundesebene. Dort macht der Verbund konkrete Angebote zugänglich, baut nachhaltige Strukturen auf und erweitert das Bundesnetzwerk.

Seit Januar 2025 arbeiten wir in diesem Rahmen mit sechs weiteren Organisationen zusammen, die alle über jahrzehntelange Erfahrung in professioneller Konfliktbearbeitung verfügen. Als Verbund haben wir im letzten Jahr effektive Arbeitsstrukturen etabliert, fachliche Grundlagen gelegt und zahlreiche Aktivitäten für Akteure in Kommunen, Regelstrukturen und für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren umgesetzt. Unser Ziel ist die langfristige Verankerung von Konfliktbearbeitung in der Gesellschaft – als Beitrag zur Demokratieförderung.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Familie Ende März 2026 vorgestellten Eckpunkte zur Neuausrichtung des Programms „Demokratie leben!“ ab 2027 sehen jedoch vor, dass Konfliktbearbeitung strukturell weder auf Bundesebene noch als Ausrichtung der Innovationsprojekte weitergeführt wird. Diese Entscheidung ist fachlich unverständlich und enttäuschend. Die Umstrukturierung erfolgt bereits nach zwei Jahren Programmlaufzeit. Sie unterbricht laufende Arbeitsprozesse, zerstört erreichte Ergebnisse und demotiviert engagierte Menschen in den Teams.

Unklar bleibt, auf welchen Evaluierungen und Wirkungskriterien die negative Bewertung des bisherigen Programms beruht und warum Fachakteure nicht in die Diskussion zur Weiterentwicklung einbezogen wurden.

Gemeinsam mit dem noch bestehenden Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung sehen wir uns weiterhin als Partner der Bundesregierung und der Zivilgesellschaft für wirksame Demokratieförderung. Wir werden unsere Arbeit mit den verfügbaren Ressourcen bis Ende 2026 fortsetzen, bleiben dialogbereit und engagieren uns weiter für die langfristige Verankerung der Konfliktbearbeitung – sowohl im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ als auch unabhängig davon in unserer Gesellschaft.

Weitere Informationen zum Kooperationsverbund finden Sie HIER.

Infos zum Netzwerk Demokratische Konfliktbearbeitung finden Sie HIER.

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