11. Dezember 2014, Gemeinsame Erklärung der Vorstände der EAK und der AGDF

Bundeswehrkonzerte haben in Kirchen nichts zu suchen - Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sicherheitskonzepten notwendig

die hier angefügte gemeinsame Erklärung der Vorstände von AGDF und EAK wurde am 11. Dezember 2014 mit einer Pressemitteilung verschickt und ging per Email nebst ebenfalls beigefügten Begleitschreiben an den ev. Militärbischof.

 

08. Dezember 2014, Editorial der EKD

Kirchen kritisieren Rüstungsexporte in Konfliktgebiete

18. Rüstungsexportbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE)

Patrouillenboote für Saudi-Arabien oder eine Panzerfabrik für Algerien: Die beiden großen Kirchen haben ihre Kritik an deutschen Rüstungsexporten in Staaten mit bedenklicher menschenrechtlicher Lage bekräftigt. Im vergangenen Jahr seien Lieferungen deutscher Rüstungsgüter in Länder außerhalb der EU, der Nato und der Nato gleichgestellten Staatengruppen im Umfang von 3,6 Milliarden Euro genehmigt worden, heißt es in dem am Montag vorgestellten Rüstungsexportbericht der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). Dies waren 62 Prozent aller erteilten Einzelausfuhrgenehmigungen.

Zu den Hauptempfängerländer gehörten Algerien, Katar, Saudi-Arabien, Indonesien und Israel. Im ersten Halbjahr 2014 habe der Anteil der genehmigten Lieferungen an sogenannte Drittstaaten mit 63 Prozent ein Rekordhoch erreicht.

In dem Bericht kommentieren die Kirchen auf rund 155 Seiten die deutsche Rüstungsexportpolitik. Bereits im Juni wurde dazu der Bericht der Bundesregierung für 2013 vorgelegt. Im Oktober wurde erstmals eine Zwischenbilanz der Bundesregierung für das erste Halbjahr 2014 veröffentlicht.

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05. Dezember 2014, Pressemitteilung der EKD

EKD-Friedensbeauftragter Brahms warnt vor neuer Aufrüstungsspirale

Verden (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms hat vor einer neuen Aufrüstungsspirale gewarnt. Angesichts der aktuellen Konflikte etwa in der Ukraine scheine diese Gefahr realistisch, sagte der leitende Theologe bei einem Empfang der evangelischen Kirche am Donnerstagabend im Dom von Verden bei Bremen. "Es wird über mehr Ausgaben für die Bundeswehr und die Aufrüstung geredet, über eine neue Nato-Strategie und eine schnelle Eingreiftruppe - sogar eine atomare Aufrüstung zeichnet sich ab."

 

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Rassismus entgegentreten - Everybody's welcome!

Seit Monaten wird auf der Silberhöhe gegen rumänische Familien gehetzt , die im Rahmen der „Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU“ nach Halle gezogen sind. Ob auf Facebook, auf der Straße oder beim Einkaufen – alltäglich wird den Roma mit rassistischen Beleidigungen, Ablehnung und Vorurteilen begegnet. Den Worten folgten Taten: eine sogenannte Bürgerwehr will laut Selbstauskunft für „Ruhe und Ordnung“ sorgen und erzeugt ein Klima der Angst für alle, die als Nichtdeutsche wahrgenommen werden, vor allem aber für die angegriffenen und diskriminierten Roma.


Doch nicht nur in Halle wird gegen Zuwanderung mobil gemacht. Die Ereignisse in Halle sind Teil einer erneuten Welle nationalistischer und rassistischer Mobilisierungen im gesamten Bundesgebiet. Politik und Zivilgesellschaft sind in der Verantwortung, sich diesem von der extremen Rechten herbeigesehnten Druck nicht zu beugen, sondern demokratische Werte und die universelle Gültigkeit der Menschenrechte zu verteidigen.


Für die im Bündnis Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage organisierten Vereine, Einzelpersonen, Gruppierungen und Verbände steht fest:
Wir nehmen es nicht hin, wenn Menschen diskriminiert werden, wir lassen es nicht zu, dass Rassismus und Menschenverachtung ungestört artikuliert werden können, wir zeigen uns solidarisch mit den Betroffenen rassistischer Ausgrenzung und Gewalt. Wir stehen an der Seite der auf der Silberhöhe lebenden rumänischen Familien und sagen klar: Everybody's welcome!


Wir wollen am 5.12.2014 ein deutliches Zeichen setzen und den auf der Silberhöhe zur Schau getragenen Rassismus und die Hetze gegen die Roma und ihre Familien nicht unwidersprochen lassen.
Wir laden alle Menschen, die daran mitwirken wollen ein, sich mit lautstarken und einfallsreichen, entschlossenen und friedlichen Aktionen einzubringen und sich am Protest gegen rassistische Hetze, Hass und Gewalt zu beteiligen!

Freitag, 5.12.2014: Kundgebung und Demonstration!
ab 15.30 Uhr Treffen am Platz vor dem Gesundheitszentrum Silberhöhe
(Wilhelm-von-Klewitz-Str.)


ca. 16.00 Uhr Auftaktkundgebung und anschließende Demonstration

gegen 17.00 Uhr Abschlusskundgebung am Platz vor dem Gesundheitszentrum

Vor Ort wird außerdem die Möglichkeit bestehen, sich an einem Infostand von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage über den aktuellen Stand der Planungen zu den bevorstehenden Bildungswochen unter dem Motto „Anerkennen statt Ausgrenzen“ im März 2015 und den weitere Aktivitäten des halleschen Bündnisses zu informieren.


aktuelle Informationen am 5.12. auf Twitter: @HalleBlockt
weitere Informationen zum 5.12. und zu Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage: www.halle-gegen-rechts.de

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