20 Wochen gegen 20 Bomben - atomwaffenfrei jetzt!

(Fotos: atomwaffenfrei.jetzt)

 Seit März protestieren am Rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel Aktionsgruppen aus nah und fern für ein Verbot von Atomwaffen und den Abzug der 20 US-amerikanischen Bomben, die an dem abgelegenen Ort stationiert sind. Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung spricht sich für den Abzug der Atomwaffen und für einen Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot aus. Die Organisator*innen der Kampagne atomwaffenfrei.jetzt zeigen sich sehr zufrieden und berichten von spektakulären Erfolgen der 20-wöchigen Aktionspräsenz:

Am 7. Juli kamen rund 600 Menschen zu einem von Christ*innen aus mehreren Landeskirchen organisierten Aktionstag. Wahnsinn! So viele Menschen waren schon seit Jahren nicht mehr in Büchel, um für eine atomwaffenfreie Welt zu protestieren. Nur eine Woche später, am 15. Juli, gelang es einer internationalen Gruppe von Aktivist*innen in den Fliegerhorst einzudringen und bis zu den Hangars vorzudringen. „Friedensfahne weht auf Bunker in Büchel“ titelte die „Rhein Zeitung“ passend dazu. Und am Montag gelang es einer Gruppe von Quäker-Aktivist*innen gleich noch einmal den Fliegerhorst zu betreten, um den Protest gegen die dort stationierten Atomwaffen bis auf das Rollfeld zu tragen. Sogar Spiegel Online brachte einen Artikel dazu auf der Startseite und verschiedene Radiosender wie der Deutschlandfunk berichteten von der Protestaktion.

Die US-Regierung plant übrigens, auch die in Büchel stationierten Atombomben aufzurüsten. Die neuen Atombomben, Typ B61-12, sollen zielgenauer, flexibler und dadurch „besser“ einsetzbar sein. Die deutsche Kampagne atomwaffenfrei.jetzt ist Teil des internationalen Bündnisses ICAN, das 2017 den Friedensnobelpreis für ihr Engagement zur nuklearen Abrüstung erhalten hat.

 


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