Hörrtipp: Deutschlandfunk, Feature, 03. November 2015, 19:15

Mahnwachen für den Frieden -

Ein rechtes Projekt auf den Trümmern linker Fundamente

Seit Beginn der Ukraine-Krise versammeln sich in ganz Deutschland jede Woche bunt zusammengewürfelte Gruppen, um für Frieden in Europa und gegen die Berichterstattung der sogenannten "Systemmedien" zu demonstrieren. Sie nennen sich Montagsmahnwachen und ähneln den Bemühungen um die Bildung einer Querfront am Ende der Weimarer Republik.

Diese Aktivisten eint das Feindbild USA, eine unkritische Nähe zum neuen russischen Antiliberalismus und die Empörung über soziale Ungerechtigkeit. Bei den Aktionen verbrüdern sich alte und neue Rechte mit ehemaligen Linken und völlig Desorientierten. Darunter Esoterikbewegte, Verschwörungstheoretiker, Warner vor Überfremdung oder der Sexualisierung der Gesellschaft, Homophobe und jede Menge Selbstdarsteller.

Sie verweigern konsequent den Kontakt zu herkömmlichen Medien. Stattdessen mobilisieren sie Öffentlichkeit über eigene professionelle Videoportale in den sozialen Netzwerken. Bei den Veranstaltungen dieser neuen Bewegung gilt das Prinzip des "Offenen Mikrofons". So können auch Hetzbeiträge gegen Juden, Warnrufe vor der Überfremdung Deutschlands oder Lobreden auf das traditionelle deutsche Familienbild unbeanstandet verbreitet werden. Es gibt einzelne Schnittstellen zu eindeutig rechten Bewegungen wie Hogesa oder Pegida und auch zu russischen Auslandsmedien wie dem Sender Russia today.

Rainer Link

siehe auch: Statement des Friedenskreis Halle e.V., Mai 2015:

Frieden bleibt Herausforderung!

Der Friedenskreis Halle e.V. bekräftigt zu seinem 25. Jubiläum sein Verständnis von Frieden.

Link: http://friedenskreis-halle.de/attachments/article/854/Frieden%20bleibt%20Herausforderung_Statement%20Friedenskreis%20Halle__Mai2015.pdf

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