Stellenausschreibung

Der Friedenskreis Halle e.V. entstand in Folge der friedlichen Revolution von 1989 aus verschiedenen Bürgerinitiativen. Die Leitwerte und Hauptthemen unserer Arbeit heute sind:
aktive Gewaltfreiheit, konstruktive sowie zivile Konfliktbearbeitung, gelebte Demokratie, transkulturelle Vielfalt und globale Gerechtigkeit.
Neben unserem Engagement in Friedenspolitik, Friedensbildung und Friedensdiensten sind wir als Träger der Jugendhilfe auch in der Jugendberatung und -information nach SGB VIII, §11 tätig.

In einem Kooperationsverbund mit congrav new sports e.V. und Jugend- und Familienzentrum Sankt Georgen e.V. gestalten wir seit 2019 die Schnittstellenarbeit von tumult Jugendberatung. Mit dem Kooperationsprojekt tumult Jugendberatung inspirieren, informieren und beraten wir junge Menschen. Wir schaffen Räume und Perspektiven für die persönliche Entwicklung junger Menschen und die Verwirklichung ihrer Ideen. Dabei unterstützen wir sie individuell digital auf der Website (tumult-halle.de), aufsuchend im Bus oder direkt in der Anlaufstelle in Halle- Neustadt (im Haus der Jugend). Mit dem Teilprojekt der Schnittstellenarbeit stellen wir Kooperationen mit Akteuren der Jugendhilfe und darüber hinaus her, stärken die Vernetzungen  im Jugendring, fördern die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch in der Jugendarbeit stadtweit.

Wir suchen zum 1.1.2022

eine*n Projektleiter*in für tumult Jugendberatung/-information

(Schwerpunkt: Schnittstellenarbeit)

mit einem Stellenumfang von 75% (30 Stunden/Woche) zunächst befristet auf den aktuellen Förderzeitraum bis 31.12.2024, Verlängerung ist angestrebt.

Arbeitsaufgaben:

  • Projektleitung  und Koordination des Projektteams
  • Kontaktarbeit (zu jungen Menschen, anderen Akteur*innen, im Projektverbund)
  • Beratung und Information von jungen Menschen und Akteur*innen in der Jugendarbeit
  • Gremien- und Netzwerkarbeit sowie Aufbau und Pflege von Kooperationsbeziehungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation
  • Finanzmanagement inklusive Finanzplanung, Antragstellung, Finanzverwaltung und Berichterstattung
  • Beteiligung an übergreifenden Gremien und Aktivitäten des Projekts und des Trägervereins

Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Studium (im sozialwissenschaftlich - pädagogischem Bereich)
  • Erfahrungen und Kompetenzen im Projekt- und Finanzmanagement sowie Teamleitung
  • Erfahrungen und Kompetenzen in der Arbeit mit Jugendlichen sowie Beratungskompetenz
  • Sehr gute Kenntnisse und Netzwerkerfahrungen zur Struktur und Praxis der Kinder und  Jugendhilfe und weitere Felder der Sozialen Arbeit (vorzugsweise in Halle)
  •  Ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenzen, kulturelle Sensibilität,
  • Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Belastbarkeit, Kreativität bei der Erfüllung der Arbeitsaufgaben sowie Organisationsvermögen, konzeptionelles und strategisches Denken
  • Selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise sowie Teamfähigkeit
  • Identifikation mit den Leitwerten und Zielen des Friedenskreis Halle e.V.


Wir bieten:

  • Einen langfristig angelegten Arbeitsplatz mit vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten
  • Mitarbeit in einem innovativen Projekt und Kooperationsnetzwerk
  • Mitgestaltung der Weiterentwicklung des zukunftsorientierten Feld der halleschen Jugendarbeit
  • Arbeit in einem etablierten und gleichzeitig dynamischen Verein mit ausgeprägter ideeller Orientierung
  • Zusammenarbeit in einem fast 30-köpfigen, diverser werdenden Büro-Team, welches von Engagement, Offenheit, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung bestimmt ist
  • 30 Tage Jahresurlaub (bei 5-Tage-Woche)
  • Teilnahme an Fortbildungen, Supervision und Organisationsentwicklung
  • Bezahlung nach solidarischem Einheitsgehalt in Anlehnung an TVöD SuE

Wir streben mehr Diversität in unserem Team an. Deshalb ermutigen wir Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Hintergründen und Erfahrungen, sich bei uns zu bewerben. Wir freuen uns beispielsweise besonders über Bewerbungen von Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit nichtdeutscher Erstsprache und Menschen mit queeren Identitäten. Unsere Geschäftsräume sind aktuell nur über Treppen erreichbar. Unsere Arbeitssprache ist Deutsch, zunehmend auch Englisch. Wir bemühen uns um diskriminierungsarme sowie einfache Sprache.


Teilen Sie uns gerne die Namen, Pronomen und Anredewünsche mit, mit denen Sie angesprochen werden wollen. Diese werden von uns unabhängig davon respektiert, ob diese mit Angaben in offiziellen Dokumenten übereinstimmen.
Bewerbungen mit Motivationsschreiben und Lebenslauf bitte bis spätestens 9.12.2021 per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    

Rückfragen gern an die selbe Adresse.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich zwischen 15.12. und 17.12.2021 in Halle oder per Video statt.

Stellenausschreibung Friedensdienste Incoming

Der Friedenskreis Halle e.V. entstand in Folge der friedlichen Revolution von 1989 aus  verschiedenen Bürgerinitiativen. Die Leitwerte und Hauptthemen unserer Arbeit heute sind:  aktive Gewaltfreiheit, konstruktive sowie zivile Konfliktbearbeitung, gelebte Demokratie,  transkulturelle Vielfalt und globale Gerechtigkeit.

Neben unserem Engagement in Friedenspolitik und Friedensbildung sind wir seit fast 20 Jahren  auch Träger für internationale Freiwilligendienste (Friedensdienste). Derzeit entsenden  (Outgoing) und empfangen (Incoming) wir jährlich je 10-15 Freiwillige ins bzw. aus dem Ausland.
Der Großteil unserer Partnerorganisationen liegt auf dem Balkan. Wir arbeiten dabei v.a. mit dem  weltwärts Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und  Entwicklung (BMZ), aber auch mit dem Fachbereich Bildung der Stadt Halle.

Wir suchen
eine*n Koordinator*in für internationale Freiwilligendienste/Friedensdienste (Incoming) mit einem Stellenumfang von 75% (30 Stunden/Woche) und Arbeitsbeginn am 13.12.2021, zunächst befristet bis 31.12.2022, Verlängerung angestrebt.

Aufgabenschwerpunkte:

  • Umsetzung unseres Freiwilligenprogramms im Bereich Incoming: Aufnahme von internationalen Freiwilligen in Halle
  • Finanzmanagement inklusive Finanzplanung, Antragstellung für Fördermittel, Akquise  sonstiger Finanzmittel, Finanzverwaltung und Berichterstattung
  • Pädagogische Begleitung der Freiwilligen inklusive Einführung, Unterstützung in rechtlichen und praktischen Belangen, Konfliktbegleitung
  • Organisation und ggf. Leitung von Seminaren und Workshops
  • Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen im Ausland
  • Zusammenarbeit mit den Einsatzstellen in Halle
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Netzwerk- und Gremienarbeit
  • Konzeptionelle Weiterentwicklung des Arbeitsbereichs
  • Enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Outgoing-Bereich unserer internationalen Freiwilligendienste
  • Beteiligung an übergreifenden Gremien und Aktivitäten des Vereins

 

Voraussetzungen:

  • Pädagogische oder geisteswissenschaftliche Qualifikation
  • Erfahrungen und Kompetenzen im Projektmanagement, insbesondere Kenntnisse in der  Akquise, Verwaltung und Abrechnung von Fördermitteln
  • Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich internationaler Freiwilligendienste oder internationaler Begegnungen
  • Eigene Erfahrung eines internationalen Freiwilligendienstes oder eines anderen längeren Auslandsaufenthalts
  • Hintergrundwissen zu den Themenkomplexen globale Gerechtigkeit, Entwicklung,Transkulturalität, Antidiskriminierung, Gewaltfreiheit und konstruktiver Konfliktbearbeitung
  • Identifikation mit den Leitwerten und Zielen des Friedenskreis Halle e.V.
  • Ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenzen, kulturelle Sensibilität, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Belastbarkeit, Kreativität, Organisationsvermögen, strategisches Denken
  • Gute bis sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch; weitere Sprachen von Vorteil
  • Gute Ortskenntnisse von Halle von Vorteil
  • Erfahrungen und Hintergrundwissen zum Balkan von Vorteil

 

Wir bieten:

  • Einen langfristig angelegten Arbeitsplatz mit vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten
  • Mitarbeit in einem etablierten und gleichzeitig dynamischen Verein mit ausgeprägter ideeller Orientierung
  • Zusammenarbeit in einem fast 30-köpfigen, diverser werdenden Büro-Team, welches von  Engagement, Offenheit, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung bestimmt ist
  • 30 Tage Jahresurlaub (bei 5-Tage-Woche)
  • Teilnahme an Fortbildungen, Supervision und Organisationsentwicklung
  • Bezahlung nach solidarischem Einheitsgehalt in Anlehnung an TVöD SuE

Wir streben mehr Diversität in unserem Team an. Deshalb ermutigen wir Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Hintergründen und Erfahrungen, sich bei uns zu bewerben. Wir freuen uns beispielsweise besonders über Bewerbungen von älteren Menschen, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit nichtdeutscher Erstsprache und Menschen mit queeren Identitäten. Unsere Geschäftsräume sind aktuell nur über Treppen erreichbar. Unsere Arbeitssprache ist Deutsch, zunehmend auch Englisch. Wir bemühen uns um diskriminierungsarme sowie einfache Sprache.

Teilen Sie uns gerne die Namen, Pronomen und Anredewünsche mit, mit denen Sie angesprochen werden wollen. Diese werden von uns unabhängig davon respektiert, ob diese mit Angaben in offiziellen Dokumenten übereinstimmen.

Bewerbungen  mit Motivationsschreiben und Lebenslauf  bitte  bis  spätestens  10.11.2021 per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Rückfragen gern an die selbe Adresse.
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich zwischen 23. und 25.11.2021 statt.

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, in der wir aktiv mitarbeiten, hat einen Aufruf anlässlich des Beginns der Koalitionsverhandlungen fertiggestellt und auch die dazugehörige Webseite online geschaltet. 

Lebendige Demokratie stärken - Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (pzkb.de)

Er kann nun gerne noch in dieser Woche mitgezeichnet werden und in die Netzwerke verteilt werden.:

 

Empfehlungen anlässlich der Verhandlungen zum Koalitionsvertrag

Die Parteien, die nun über eine Regierungskoalition verhandeln, sind sich weitgehend darin einig, dass Deutschland vor großen Veränderungen steht. Globale Krisen wie Migrationsbewegungen, Covid-19-Pandemie und Auswirkungen der Klimakrise stellen Politik und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Große Vorhaben wie Energiewende, Infrastrukturausbau und Digitalisierung erfordern umfassende Anpassungsleistungen.

Bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels gilt es nicht nur, Krisen abzuwenden oder abzumildern, sondern auch dazu beizutragen, dass wirtschaftliche und soziale Sicherheit gewahrt sowie unsere Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Ebenso dringend ist es aber, die mit der Transformation verbundenen Herausforderungen für unsere Demokratie aktiv anzugehen. Daran müssen alle gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sein.

Umbrüche, Krisen und gesellschaftlicher Wandel, das haben die letzten Jahre gezeigt, fordern die Grundlagen unseres Zusammenlebens heraus: Wo sich Ungleichheit – zwischen Stadt und Land, Ost und West, sozialen Schichten, Minderheiten und Mehrheiten – verschärft, wird der Nährboden für Entfremdung und Radikalisierung bereitet. Gleiches gilt, wenn Menschen mit Entscheidungen konfrontiert werden, die ihr Leben verändern, an denen sie jedoch keinen Anteil hatten und die sie nicht nachvollziehen können (z.B. Energieparks im ländlichen Raum, Verkehrswende, Strukturwandel und Migration, Verlagerung von Produktionsstätten). Es entstehen Konfliktlinien, Bruchstellen und Spannungen, die von denjenigen, die die plurale Demokratie unserer offenen Gesellschaft ablehnen, strategisch genutzt werden, um Enttäuschung und Frust zu Triebkräften einer nachhaltigen Demontage demokratischer Institutionen und gesellschaftlichen Zusammenhalts zu machen.

Bereits heute übernehmen wir als zivilgesellschaftliche Fachorganisationen der Demokratieentwicklung Verantwortung bei gesellschaftlich wichtigen Aufgaben: in der Arbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit; in der Stärkung und Mitsprache von durch Gewalt Betroffenen; und durch die prozessorientierte, konstruktive Bearbeitung gesellschaftlicher Konflikte. Angesichts der anstehenden und notwendigen Transformationen wird der Einsatz unserer Expertise noch wichtiger. Er wird ein entscheidender Beitrag für den Erfolg beim Umgang mit den gesellschaftlichen Herausforderungen sein. Unsere Kenntnisse, Konzepte und Kompetenzen können eingesetzt werden. Sie brauchen jedoch die gesellschaftliche Anerkennung ihrer Bedeutung.

Für eine resiliente und zukunftsfähige Gesellschaft ist eine langfristige Perspektive der Demokratieentwicklung erforderlich, die sich auf eine strategische Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft stützt, Synergien entwickelt und Strategien umsetzt.

Dieses gesellschaftliche Zukunftsprogramm verbindet die Handlungsansätze von Radikalisierungsprävention, Opferberatung, politischer und diskriminierungskritischer Bildungsarbeit, Bürger*innenbeteiligung, Engagementförderung und prozessorientierter, konstruktiver Konfliktbearbeitung.

Wir fordern daher:

  • Für Schutz und Förderung der Demokratie braucht es die sich gegenseitig ergänzenden Handlungsbereiche der Radikalisierungsprävention, Bildungsarbeit und Konfliktbearbeitung. Sie müssen in Form von strategisch ausgerichteten Leitlinien der Bundesregierung für eine plurale und zukunftsfähige Gesellschaft zusammen gedacht und nachhaltig gestärkt werden. Diese Leitlinien müssen ressortübergreifend, öffentlich und parlamentarisch verankert und in Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und Forschung entwickelt werden.
  • Die Umsetzung dieser Leitlinien muss parlamentarisch und gesellschaftlich verstetigt werden. Ein Demokratiefördergesetz, das bewährte Ansätze, Konzepte und Instrumente nachhaltig stärkt und eine langfristige und unbürokratische Förderung ermöglicht, ist ein erster, wichtiger Beitrag dafür. Es stärkt relevante zivilgesellschaftliche Strukturen und fördert die Weiterentwicklung von innovativen Modellen. Das Gesetz soll die sich ergänzenden Handlungsbereiche Radikalisierungsprävention und Stärkung von Betroffenen, politische und diskriminierungskritische Bildungsarbeit, Engagementförderung und prozessorientierte, konstruktive Konfliktbearbeitung klar benennen und anerkennen. Es soll die Potenziale der demokratischen Gestaltung und Brückenbildung in den Organisationen und Initiativen des zivilgesellschaftlichen Engagements nachhaltig stärken.
  • Die Bundesprogramme „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teilhabe“ sollen ausgebaut werden und die zivilgesellschaftlichen Strukturen in diesen Handlungsbereichen auf Bundes-, Landes und kommunaler Ebene langfristig fördern.

Darüber hinaus ist notwendig:

  • Eine Aufwertung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement zu einem Ausschuss für Demokratie und Engagement (analog zum Menschenrechtsausschuss) als kontinuierliches Forum der Strategieentwicklung, Monitoring, Weiterentwicklung.
  • Ein regelmäßig stattfindender Demokratiegipfel (analog zum Integrationsgipfel) als Forum des Austausches, gemeinsamen Lernens und der Abstimmung zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, Wissenschaft und politischen Entscheidungsebenen. Damit bietet sich auch die Möglichkeit, die Debatte um Herausforderungen und Weiterentwicklung unserer Demokratie in die Öffentlichkeit zu tragen.
  • Eine starke Demokratie braucht mehr Expertise und Fähigkeiten im Umgang mit Konflikten. Strukturen der Konfliktbearbeitung und Bürger*innenbeteiligung im Rahmen zivilgesellschaftlich-staatlicher Zusammenarbeit müssen geschaffen und nachhaltig gefördert werden. Erprobte Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kommunen im Umgang mit Konflikten sind auszubauen. Sinnvoll ist der Aufbau eines Kompetenznetzwerks Zivile Konfliktbearbeitung.

Auf diese Weise werden die Akteure der Demokratieentwicklung im Rahmen einer zivilgesellschaftlich-staatlichen Zusammenarbeit einen verantwortlichen Beitrag zur Überwindung der sich abzeichnenden Herausforderungen und zur Bewältigung der anstehenden Transformationsaufgaben leisten können.

 

Zum mitunterzeichnen als Person oder Organisation, senden Sie eine kurze Nachricht (mit Name, Funktion) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Erstunterzeichnende:

Dieses Papier wurde initiiert von der Arbeitsgruppe Zivile Konfliktbearbeitung im Inland der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung.
Kontakt: Bernd Rieche, Koordinator, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Friedenskreis Halle e.V. feiert sein 30. Jubiläum

Am kommenden Wochenende feiert der Friedenskreis Halle e.V. sein 30-jähriges Bestehen!
Seit drei Jahrzehnten engagieren sich Haupt- und Ehrenamtliche im Friedenskreis Halle e.V. in den Bereichen Friedensbildung, Friedenspolitik und Friedensdiensten.

Zum Jubiläum werden Mitglieder, Freund*innen und Unterstützer*innen des Vereins zusammenkommen, um auf drei Jahrzehnte des Engagements zurück zu blicken. Im Rahmen eines Open Space soll es auch darum gehen, sich aktuellen Themen und Zukunftsperspektiven zu widmen.

 „Frieden ist für uns ein Weg zu einem partnerschaftlichen, gerechten und gewaltfreien Zusammenleben in Vielfalt. Wir erleben, dass Themen wie aktive Gewaltfreiheit, konstruktive sowie zivile Konfliktbearbeitung, gelebte Demokratie, transkulturelle Vielfalt und globale Gerechtigkeit auch nach dreißig Jahren aktuell und wichtig sind“, so Geschäftsführer Christof Starke zum 30. Jubiläum des Vereins.
„Unser dreißigjähriges Bestehen ist auch Anlass, uns bei allen langjährigen und neuen Unterstützer*innen zu bedanken, die unsere Arbeit erst möglich gemacht haben. Für dreißig weitere Jahre unabhängiger Friedensbildungsarbeit brauchen wir weiterhin Unterstützung: wir freuen uns über aktive Mitglieder, Fördermitglieder und Spenden zum Jubiläum“, sagt Geschäftsführerin Karola Kunkel.

Am 21.10.1991 wurde aus der bereits seit Mai 1990 unter dem Namen Friedenskreis Halle bestehenden Gruppe von engagieren Personen heraus der Verein formal gegründet. Viele Menschen in Halle verbinden mit dem Friedenskreis Halle das Engagement Mitte der 90er Jahre im ehemaligen Jugoslawien, die regelmäßigen Aufrufe zu Friedensdemonstrationen sowie den Einsatz für Vielfalt und Solidarität in der Stadt.

Weitere Informationen zur Vereinsarbeit sowie Unterstützungsmöglichkeiten finden sich auf der Webseite des Vereins: www.friedenskreis-halle.de/spenden.html

Für die Richtigkeit und weitere Informationen:
Friedenskreis Halle e.V.
Christof Starke, Karola Kunkel (Geschäftsführung)
Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)
Tel: 0345-279 807-10
Fax: 0345 – 279 807-11
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Friedenskreis Halle e.V. unterstützt den Aufruf: Demokratieschutz und Handeln gegen Rechtsextremismus gehören in den Koalitionsvertrag!

 

Unsere Demokratie steht unter Druck: Hass und Ausgrenzung greifen immer mehr um sich, Verschwörungsideologien erreichen ein enormes Publikum. Grundrechte werden offen infrage gestellt, demokratische Institutionen verunglimpft . Minderheiten  und demokratisch Engagierte  werden bedroht und angegriffen.

 Im Jahr 2020 erreichten rechte Straftaten den höchsten Stand seit 20 Jahren . 213 Menschen starben seit der Wiedervereinigung durch rechtsmotivierte Gewalt . Der Mord an einem 20-Jährigen in einer Tankstelle in Idar-Oberstein könnte der 214. sein, der Täter hat sich in einem rechtsextremen Desinformations-Milieu bewegt und leugnete die Corona-Pandemie.

Nach der Selbstenttarnung des NSU hat der Untersuchungsausschuss des Bundestags parteiübergreifend zahlreiche notwendige Empfehlungen formuliert - doch viele von ihnen sind bis heute nicht umgesetzt. Auch nach dem Mord an Walter Lübcke , den Anschlägen in Halle und Hanau wurde von politisch Verantwortlichen viel bedauert und Großes versprochen – doch passiert ist zu wenig.

Die zukünftigen Koalitionsparteien müssen hier ein klares Zeichen setzen, es darf keine weitere Zeit verschenkt werden:

Es braucht einen ressortübergreifenden Demokratiepakt, bei dem Bund, Länder, Kommunen und Zivilgesellschaft gemeinsam und auf Augenhöhe am Schutz der Demokratie arbeiten. Demokratiestärkung, Integration und die Gestaltung einer zukunftsfähigen Einwanderungsgesellschaft sind zu wichtig, um sie hier und da in kleinen Teilen zu bearbeiten. Sie gehören in die Hand eines eigenen Demokratieministeriums.
Einige Maßnahmen können und müssen sofort umgesetzt werden – und deshalb gehören sie in den Koalitionsvertrag:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/demokratie-schuetzen-jetzt/

Friedenskreis Halle hat den Appell für ein Rüstungsexportkontrollgesetz mit unterzeichnet.

Die neue Bundesregierung muss konsequente Schritte der Einschränkung von Rüstungsexporten als Schritt hin zu einem vollkommen Verbot gehen.

Der Text des Appells:

Appell für ein Rüstungsexportkontrollgesetz

Deutschland gehört zu den fünf größten Waffenexporteuren der Welt. In der vergangenen Legislaturperiode genehmigte die Bundesregierung milliardenschwere Rüstungsexporte an menschenrechtsverletzende Staaten und an Länder, die an Kriegen und bewaffneten Konflikten der Gegenwart beteiligt sind.

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Einladung zu FK- Wochenende und Feier 30. Jubiläum (22.Oktober)

* English version below *

Liebe Mitglieder, Freund:innen und Mitarbeiter:innen,

am 21. Oktober 1991 wurde der Friedenskreis Halle e.V.  gegründet. Das anstehende 30. Jubiläum wollen wir ordentlich feiern und mit dem traditionellen FK-Wochenende verbinden. Dabei werden wir auf 30 Jahre Friedensengagement zurückschauen, wollen aber auch Blicke in die Zukunft werfen.

Deshalb laden wir euch ganz herzlich zu einem gemeinsamen Wochenende und Feier ein!

Ort: Villa Lewin, August Bebel Straße 48a, 06108 Halle.

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Zeitgeschichtlicher Stadtrundgang und Ausstellung „Aufbruch der Demokratie“ des FK im Programm der EinheitsExpo

Vom 18. September bis 3. Oktober 2021 findet in Halle (Saale) die EinheitsEXPO zum Tag der Deutschen Einheit statt.
Mit dem Programm „Engagiert für Demokratie – Zukunft der Deutschen Einheit“ haben wir gemeinsam mit anderen Organisationen als Hallesche Initiativen ein Programm der Zivilgesellschaft auf die Beine gestellt. Wir laden damit die Bürger:innen an verschiedenen Standorten zu Dialog und Begegnung ein.

Der Friedenskreis Halle beteiligt sich am zivilgesellschaftlichen Programm mit dem zeitgeschichtlichen Stadtrundgang „Orte des Engagements für Demokratie, Frieden und Vielfalt von 1989 bis heute“. Wir laden alle Interessieren herzlich zu dieser besonderen Stadttour ein. Der Rundgang verbindet am Beispiel des Friedenskreis Halle Orte, Zeitzeug:innen und Themen des zivilgesellschaftlichen Engagements in Halle miteinander. Der Startpunkt ist am 18.9. um 12.30 Uhr und am 2.10. um 10.00 Uhr jeweils vor dem Reformhaus Halle in der Große Klausstr. 11

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Artikel im Buch:  Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft

Der Geschäftsführer des Friedenskreis Halle, Christof Starke hat zusammen mit unserem Mitglied und Referent der AGDF, Bernd Rieche den Grundlagenartikel "Zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland" im jetzt neu herausgegebenen Buch "Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft - Praxisbeispiele für ein friedliches Miteinander aus Deutschland, der Slowakei, Indien, den USA und Bosnien-Herzegowina" geschriebenen.


Wenn es gelingt, Konflikte konstruktiv auszutragen, entsteht eine neue Qualität des Zusammenlebens und der lokalen Demokratie. Die Autorinnen und Autoren stellen ausgewählte Praxisbeispiele aus Deutschland, der Slowakei, aus Bosnien-Herzegowina, aus Indien und den USA vor. In allen Fällen haben sich Menschen und zivilgesellschaftliche Initiativen auf den Weg gemacht, die Herausforderungen und Konflikte vor Ort gemeinsam mit den Betroffenen zu bearbeiten. Die beschriebenen Ansätze geben praxisnahe Impulse, wie sich Prozesse der Versöhnung, des Dialogs und der konstruktiven Konfliktbearbeitung anstoßen lassen. Die ermutigenden kommunalen Ansätze aus verschiedenen Ländern der Welt zeigen trotz aller Unterschiede Wege für ein demokratisches und kooperatives Zusammenleben in der Kommune sowie für eine friedliche Nachbarschaft auf.


Outi Arajärvi, Christine Schweitzer (Hrsg.): Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft. Praxisbeispiele für ein friedliches Miteinander aus Deutschland, der Slowakei, Indien, den USA und Bosnien-Herzegowina. Bonn 2021, Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 57, Verlag Stiftung Mitarbeit, 118 S., 10,00 Euro, ISBN 978-3-941143-46-3

Mehr Infos und Bestellmöglichkeit

Ausstellung "The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts" (7. bis 21.10.21)

Im Rahmen des Gedenkens an den zweiten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags am 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) ist es uns in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Talya Feldman, der Mobilen Opferberatung bei Miteinander e.V., Initiativen Betroffener und solidarischer Unterstützer*innen gelungen, die Ausstellung "The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts" vom 7. bis 21. Oktober 2021 nach Halle (Saale) zu holen.
Talya Feldmans audiovisuelle Installation beleuchtet die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland von 1979 bis heute anhand von Sprachaufnahmen von Überlebenden, Familien der Opfer und Initiativen aus 18 Städten. Für das multimediale Projekt wurde die in Denver geborene und derzeit in Hamburg lebende Medienkünstlerin, selbst Überlebende des rechtsterroristischen Attentats von Halle, mit dem 2. DAGESH-Kunstpreis ausgezeichnet. Bis Anfang August 2021 war die Ausstellung erstmals im Jüdischen Museum Berlin zu sehen:

    "Die Stimmen pulsieren wie Herzschläge, die über Raum und Zeit hinweg Verbindungen herstellen. Sie erinnern an die Gewalttaten und ihre Opfer und stehen für die Forderung nach Gedenken, nach Übernahme von Verantwortung und für Gerechtigkeit in einer zukünftigen deutschen Gesellschaft." (Jüdisches Museum Berlin)


Für den Nachmittag des 7. Oktober 2021 laden wird Sie und Euch ganz herzlich zur Ausstellungseröffnung ins Künstlerhaus 188 e.V., Böllberger Weg 188, 06110 Halle (Saale) ein. Bereits ab 15:30 Uhr können Interessierte die Ausstellung erkunden. 17 Uhr erfolgt die offizielle Begrüßung durch die Veranstalterinnen Mobile Opferberatung und Koalition gegen Antisemitismus und den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki. Im Anschluss daran führt die Künstlerin selbst in ihre Ausstellung ein. Ab 17:30 Uhr möchten auf einer Podiumsdiskussion im Hof des Künstlerhauses 188 die Künstlerin sowie weitere Überlebende und Initiativen auch mit Ihnen und Euch über die Gestaltung von Erinnerung an rechten, rassistischen und antisemitischen Terror, Widerstand, Empowerment und Solidarität ins Gespräch kommen.

Die Podiumsdiskussion wird simultan ins Englische und bei Bedarf auch in weitere Sprachen übersetzt und zudem live gestreamt. Eine Anmeldung für die Ausstellungseröffnung ist ab sofort per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich, gern mit kurzer Mitteilung, in welcher Sprache eine Simultanübersetzung gewünscht wird. Aufgrund der Covid-19-Beschränkungen sind die Plätze begrenzt.

Weitere Informationen zum Besuch der Ausstellung in Halle (Saale) werden in Kürze unter www.gegen-antisemitismus-halle.de abrufbar sein.

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