ElKiS gehen an die Grundschulen – warum??

Seit zwei Jahren existiert nun das ElKiS (Eltern-Kita-Sprachmittler*innen) – Projekt des Friedenskreis Halle e.V., bei dem geschulte ehrenamtliche Sprachmittler*innen in Halle in Kitas gehen, um dort bei Sprachbarrieren Gespräche zwischen Eltern und Erzieher*innen zu ermöglichen. Diese Ehrenamtlichen haben oft selbst Migrationserfahrung und wissen aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man nicht verstanden wird.
Inzwischen sind es über 100 Elterngespräche, die von den bisher insgesamt 65 Ehrenamtlichen über den Friedenskreis vermittelt und auch dank Spenden und viel ehrenamtlicher Unterstützung ermöglicht wurden. 27 Sprachen decken die ElKiS ab und werden inzwischen im Durchschnitt zwei Mal die Woche von insgesamt 30 Kitas in Halle angefragt. Dafür wurde 2017 der Deutsche Engagementpreis in der Kategorie „Chancen schaffen“ verliehen.

Nun geht ElKiS in die zweite Runde und wendet sich in Richtung Grundschulen. Warum?


Bisher gibt es in Halle, wie in vielen anderen Städten auch, keine klare Regelung oder Struktur, wenn es um mehrsprachige Elterngespräche in Schulen geht.
Was passiert also, wenn ein Elterngespräch ansteht und die Sprache fehlt? Oft finden diese Gespräche nicht oder erst viel zu spät statt. Die Eltern werden nicht eingeladen und manchmal vergehen Jahre, bevor die Schule das erste Mal in direktem Kontakt mit ihnen steht. In der Regel werden Eltern selber gebeten, sich um die Sprachmittlung zu kümmern. Es ist verständlich, dass die Suche nach einer geeigneten Verdolmetschung aufwändig, kostenintensiv und ungewohnt ist. Gleichzeitig sollte die Verantwortung für eine gelingende Verständigung jedoch nicht nur auf den Schultern der Eltern lasten. Gleichbehandlung unabhängig von Sprache und Herkunft ist ein Grundrecht (Art. 3, GG). Es muss zudem verhindert werden, dass die Kinder als Dolmetscher einspringen, die diese Aufgabe sprachlich, emotional  und in Hinblick auf die Verantwortung nicht erfüllen können und sollten.

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Presseankündigung/ Veranstaltungsankündigung

Videos gegen Alltagsrassismus – Premiere und Publikumsgespräch


Halle (Saale). Am 22.03.2018 (19 Uhr im Puschkino) findet im Rahmen der „Bildungswochen gegen Rassismus“ eine Filmvorführung mit Premiere und Publikumsgespräch des Projektes ‚Film ab – Mut an!‘ statt. Pressevertreter*innen sind herzlich eingeladen dabei zu sein, wenn sich die jungen Filmmachenden Alltagshelden das erste Mal auf Leinwand zeigen. Sie präsentieren Situationen von alltäglichem Rassismus und regen zum Aktivwerden an.


Seit August 2017 tauschen sich junge Leute im Alter von 14-27 Jahren regelmäßig über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus aus und übersetzen diese in eine filmische Sprache. Sie schreiben die Storyboards und planen die filmische Umsetzung, stehen hinter der Kamera, machen den Ton und bearbeiten das Drehmaterial im Schnitt.

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Teamer*innen-Schulung der Projekte ‚Film ab Mut an‘ und ‚Weltentausch‘

  • Junge Menschen lernen Workshops zu den Themen Rassismus und Asyl eigenständig in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit durchzuführen
  • Dafür führen wir vier Module durch.


MELDE DICH JETZT AN!

  • Modul 1: Grundlagen und Training in der politischen Bildung // 06. bis 08. April 2018
  • Modul 2: Rassismus & Zivilcourage - „Was ist das eigentlich?“ // 26. und 27. Mai 2018
  • Vertiefungsmodul 3: Multiplikator*innenschulung im Projekt Film ab – Mut an: Rassismuskritischer Filmworkshop //  08. bis 10. Juni 2018 und / oder
  • Vertiefungsmodul 4: Multiplikator*innenschulung im Projekt Weltentausch: Workshop mit Lernspiel zu Flucht und Asyl in Deutschland // 03. bis 05. August .2018

                                                  (Genaue Modulbeschreibung siehe unten)

Ziele der Schulung

  • Befähigung zur Arbeit als Teamer*in in den Projekten auf Honorarbasis
  • Methoden der politischen Bildung kennenlernen und umsetzen
  • Haltung und Rolle von Teamer*innen ausprobieren und reflektieren
  • Einführung und Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Asyl
  • Erfahrungsaustausch und praktische Übungen
  • Perspektiven in der Projektarbeit und weitere Engagementmöglichkeiten in der politischen Bildungsarbeit

Von wem? Friedenskreis Halle e.V.

Für wen? Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 mit und ohne Fluchterfahrung

Wo? In Halle (Saale).

Kontakt und Anmeldung: Ariane Röder (0157-87996083) oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Infos zu den Projekten: 'Weltentausch' und 'Film ab Mut an'

Modulbeschreibung:

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Leicht gesagt – Die Kunst der Leichten Sprache

am 12.03.2018 | 10 – 16 Uhr August-Bebel-Str.48a in Halle/ Saale

Seit dem 1. Januar 2018 sieht das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vor, dass Bescheide und Formulare bei Behörden auch in Leichter Sprache angefordert werden können. Das wird Auswirkungen auch auf andere Einrichtungen und Organisationen haben. Deshalb ist es gut, sich als Institution mit dem Thema Leichte Sprache frühzeitig zu beschäftigen, um folgende Fragen für sich beantworten zu können:

  • Was ist Leichte Sprache und für wen ist Leichte Sprache gut?
  • Was ist der Unterschied zwischen einfacher und Leichter Sprache?
  • Wann und wo ist Leichte Sprache überhaupt sinnvoll?
  • Woran erkennt man* eine Sprachbarriere? Und wie ist sie zu vermeiden?
  • Wie können wir Texte so schreiben, dass sie besser zu verstehen sind?
  • ..und ist das alles denn wirklich nötig?


Die Fortbildung vermittelt in einer Kombination aus Theorie und Praxis Antworten auf diese Fragen.

Referentin:
Charlotte Hübsch (Bildungsreferentin und Übersetzerin für Leichte Sprache)

Teilnahmegebühr:
60 € inkl. Mittagsverpflegung und Seminargetränken.
Wenn Ihr Netto-Einkommen zwischen 1200 und 900 € liegt dürfen Sie einen ermäßigten Beitrag zahlen (40 €). Wenn Sie ein geringeres Einkommen als 900 € haben, so reduziert sich der Teilnahmebeitrag auf 20 €. Sollte Ihnen die Finanzierung Schwierigkeiten bereiten, wenden Sie sich gern vertrauensvoll an uns und wir finden eine Lösung!

Anmeldung und weitere Infos:
Daniel Brandhoff
friedensbildung(at)friedenskreis-halle.de
0345/279 807 58
oder unter friedenskreis-halle.de/bildungsprogramm

Anhänge:
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Erster Prototyp im Projekt Weltentausch ist fertig - „Ein bisschen wie Weihnachten!“

Der erste Prototyp für das neue Lernspiel im Projekt 'Weltentausch' wurde Ende Dezember bei Plätzchen und Glühwein getestet. Es war ein bisschen wie Weihnachten. Willy und Lea, die Spieldesigner*innen, die unser Projekt begleiten, kamen mit vielen Kisten voller wunderbarer „Geschenke“. Aus den Ideen, die im Sommer entstanden sind und die in den folgenden Monaten mit der Projektgruppe verfeinert, präzisiert und mit Inhalten gefüllt wurden, ist ein erster Prototyp entstanden.





Gemeinsam haben die Projektteilnehmer*innen einen ersten Testlauf absolviert. Nach Annehmen einer Rolle einer geflüchteten Person, die allen Spieler*innen in Form eines Sammelheftes in Smartphoneoptik ausgehändigt wurde, musste zunächst der individuelle Fluchtweg bestritten und auch bezahlt werden.

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Fachtag zu sozial gerechter Beschaffung von Arbeitskleidung

23.04.2018, 9.15-15.30 Uhr, Stadthaus, Großer Saal

Eine Veranstaltung im Rahmen der Fashion Revolution Week 2018

Veranstalter: Friedenskreis Halle e.V. in Kooperation mit Stadt Halle, Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V., SKEW- Servicestelle Kommunen in der Einen Welt , Projektgruppe Fairtrade-Town Halle

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Fortbildung für MultiplikatorInnen des Globalen Lernens in Sachsen-Anhalt

Friedensbildung – eine (andere) Perspektive auf Globales Lernen!?

Was sind Ansätze und Themen der Friedensbildung? Und wie können diese Globales Lernen bereichern? Wir stellen euch theoretische und methodische Grundlagen der zivilen Konfliktbearbeitung vor und bieten Raum für Reflexion und Erweiterung der eigenen Ansätze und Haltungen aus dem Bereich des Globalen Lernens. Was bietet die Friedensbildung im Umgang mit Globalisierungsherausforderungen an? Einige Überschneidungen bestehen schon lange, einige Potentiale entfalten sich mit dem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Hier können Ansätze der Friedensbildung den Methodenkoffer sinnvoll füllen.

Wir freuen uns auf euch und eure vielfältigen Erfahrungen und Ideen!

Referentinnen: Katharina Hemming und Annalena Groppe, Eine-Welt-Regionalpromotorinnen für die Bereiche Friedensbildung und Globales Lernen.


Wann: Donnerstag, 08.03.2018, 9:30 – 16:30

Wo: Ehemalige Jugendherberge, August-Bebel-Straße 48a, 06108 Halle


TN-Beitrag: 20 € inclusive vegetarischem Mittagessen und Pausenkaffee


Anmeldung:

Ulrike Eichstädt, Regionalstelle Globales Lernen beim Friedenskreis Halle e.V.,

Große Klausstraße 11, 06108 Halle

Tel. 0345 27980759

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Den Teilnehmerbeitrag bitte nach Bestätigung der Anmeldung unsererseits auf folgendes Konto überweisen:


Friedenskreis Halle e.V.

IBAN DE 22 8005 3762 0386 300 981

BIC: NOLADE21HAL

Stichwort: FortbildungFriedensbildung 8.3. 2018

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