Gewaltfrei und zivil - Chancen der Konfliktbearbeitung im Sudan

10. April / 17 Uhr / Café im Luchs.Kino

Am 10. April 2017 um 17 Uhr laden der Friedenskreis Halle e.V. und die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen Anhalt interessierte Bürger*innen ein, einen Blick auf die Chancen gewaltfreier Bewegungen im Sudan zu richten und mit Referent*innen der sudanesischen „Girifna-Bewegung“ ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss daran wird um 20 Uhr im Luchs.Kino der Film „We come as friends“ im Rahmen der Filmreihe „Globale“ gezeigt: Eine Odyssee zu jenem Moment, als der Sudan in zwei Nationen geteilt wird und erneut in alte Muster und neue blutige Kriege fällt.

Gewaltfreie  Bewegungen und die Grenzen und Chancen ziviler Konfliktbearbeitung im Sudan

Seit Ende der Kolonialzeit im Jahr 1956 leidet der Sudan unter Bürgerkriegen und Diktaturen. Ganze Generationen haben Gewalt als wirkungsvolles Mittel der Selbstbehauptung und Machtkontrolle kennen gelernt. Marginalisierung und Unterdrückung stehen in dem von ethnischer, religiöser und kultureller Vielfalt geprägten Land einem Leben in Frieden und Würde im Weg.
Auch die Unabhängigkeit des Südsudan im Jahr 2011 hat den erhofften Frieden nicht näher rücken lassen. Neue oder auch vergessene Konfliktlinien sind zu den bereits sichtbaren hinzugekommen.

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Pressemitteilung
Halle (Saale),  10.03.17

Der „Vorrang für zivil“ ist noch lange nicht angekommen


Im Kontext der Münchener Sicherheitskonferenz in München ist es erneut deutlich geworden: Deutschland wird den Verteidigungshaushalt und damit auch seine militärische Präsenz in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen als bisher. „Der Vorrang für zivile Konfliktbearbeitung ist nur ein Lippenbekenntnis, im öffentlichen Diskurs und im politischen Handeln aber nicht spürbar“, so Bernd Rieche von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Hinsichtlich dieser Entwicklung ist es wichtiger denn je, über Alternativen zu militärischem Handeln zu informieren. Die AGDF Projektstelle „zivil statt militärisch“, die in Zusammenarbeit mit dem Friedenskreis Halle e.V., und den evangelischen Landeskirchen in Mitteldeutschland und Hannovers durchgeführt wird, tut dies seit 2013, wird aber Mitte diesen Jahres auslaufen. Eine Fortführung ist aufgrund fehlender Finanzierung unsicher. Bisher wird das Projekt durch Brot für die Welt, die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) finanziell gesichert.

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Pressemitteilung

Presseeinladung:
Eröffnung der Anne-Frank-Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ in der Latina in Halle


Es ist ein eindringliches Zeugnis der Verfolgung und des Holocaust sowie zugleich intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt eines jungen Mädchens. Das weltberühmte Tagebuch der Anne Frank steht im Mittelpunkt der  Wanderausstellung „Lass mich ich selbst sein“, die am kommenden Montag in Halle eröffnet wird.
Über das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) wird ab 13. März eine Wanderausstellung des Anne-Frank-Zentrums im Landesgymnasium Latina in Halle informieren. Unter dem Leitwort "Lasst mich ich selbst sein" vermitteln Fotos und andere Dokumente die Lebensgeschichte des Mädchens und seiner Familie, geben einen Einblick in die Zeitgeschichte und verbinden diesen mit der Gegenwart.

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Pressemitteilung:

Lesung und Diskussion mit Jürgen Grässlin,
Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

02.März, 19.00 Uhr, Stadthaus, Marktplatz 2, Halle (Saale)

Halle (Saale), 23.02.2017 - Am Donnerstag den 02. März 2017 um 19.00 Uhr lädt der Friedenskreis Halle e.V. und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Buchpräsentation und Diskussion mit Jürgen Grässlin ein. Im Anschluss können die Bücher des Autors und Trägers des „Aachener Friedenspreises“ erworben werden.

Buchpräsentation und Diskussion mit Jürgen Grässlin

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"Les Arrivants" mit anschließendem Filmgespräch - 13.03.2017, 20:00 Uhr

Der Dokumentarfilm Les Arrivants („Die Ankommenden“) zeigt den Arbeitsalltag der CAFDA, einer städtischen Anlaufstelle für asylsuchende Familien. Er weist zum einen auf die Sisyphusarbeit der Mitarbeiter*innen hin, die sich mit immer neuen Problemen befassen müssen. Zugleich wird der/m Zuschauer*in die Situation von Geflüchteten vor Augen geführt, welche überfordert vom Dschungel der Bürokratie lediglich versuchen, den Grundbedürfnissen menschlichen Daseins nachzukommen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Globale-Filmreihe http://www.globale-in-halle.de in Kooperation mit dem Projekt „ElKiS - Eltern-Kita-Schrachmittler*innen“ des Friedenskreis Halle e.V. und der Halleschen Interkultuellen Initiative (HIKI) statt.

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DAS ERASMUS - PROGRMM DIE „KLAGE DES FRIEDENS“ (1517) - 20./21.04.2017

Die Streitschrift des Erasmus von Rotterdam von 1517
und der Streit um den Frieden heute
Das 16. Jahrhundert war nicht nur das Jahrhundert der Reformation,es war auch das Jahrhundert der Wiederentdeckung des Themas Friede. In seinem berühmten Essay „Querela Pacis“ von 1517 lässt Erasmus die Pax, den Frieden selbst sprechen. In Vorwegnahme zentraler Einsichten der philosophischen Anthropologie des 20. Jahrhunderts argumentiert Erasmus, dass das eigentlich vernunftbegabte Wesen Mensch hinter die Tiere zurückfalle, die niemals Artgenossen töten. Dringlicher noch ist seine theologische Argumentation unter Bezug auf die Bergpredigt. Mit besonderer Vehemenz wird der Widerspruch herausgearbeitet, der zwischen der christlichen Botschaft und der Anwendung tötender Gewalt besteht. Die Stimme des Friedens wird zu einem leidenschaftlichen Appell sowohl an die Fürsten wie an Kirche und Theologie.

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Peer Guide Ausbildung zur Wanderausstellung Anne Frank

Wanderausstellung Anne Frank

„Lasst mich ich selbst sein.“ Anne Franks Lebensgeschichte zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit,in der sie gelebt hat.

Peer to peer

Kernelement der Ausstellungspräsentation ist der Ansatz der Peer Education, d.h. Jugendliche arbeiten mit Jugendlichen. Bis zu 30 junge Erwachsene (ab 9. Klasse) werden in einem Seminar vom Anne Frank Zentrum dazu ausgebildet, andere Schüler*innen durch die Ausstellung zu begleiten und gemeinsam über die Themen der Ausstellung zu sprechen. Der Ansatz ermöglicht den Jugendlichen, ihre eigene Lebenswelt und ihre Erfahrungen in die Auseinandersetzung mit der Ausstellung einzubringen. Über die Lebensgeschichte von Anne Frank und den Themen des Tagebuchs verknüpfen die Jugendlichen Geschichte und Gegenwart. So tragen sie zu einer lebendigen Erinnerung an den Holocaust bei, setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander und erhalten Orientierung für ihr zukünftiges Leben.

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