Streit leben – Frieden gestalten

Praktische Einblicke in zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland und im Ausland

Methoden und Beispiele Ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung sind in der deutschen Öffentlichkeit nur wenig bekannt. Dabei verfügen wir hierzulande über professionelle Erfahrungen im gewaltfreien Umgang mit Gewaltkonflikten und Krisen.

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung. Die Erfahrungen und Ansätze aus diesem Programm werden nicht nur im Ausland sondern auch im Inland erfolgreich angewendet.

Im Rahmen von Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wird versucht, Beispiele gewaltfreier Konfliktbearbeitung in Deutschland bekannt zu machen.
Bisher ist dies aber nur teilweise geglückt. Was machen wir bisher noch falsch? Welche neuen Wege müssen hier begangen werden? Zu diesen Fragen werden wir mit den folgenden Personen ins Gespräch kommen:

  • Gaby Weber (Friedensfachkraft, berichtet von Friedensarbeit in Kolumbien und Ecuador)
  • Hagen Berndt (Forum ZFD, Praktiker Zivile Konfliktbearbeitung im Inland; Arbeit zu Kommunaler Konfliktberatung in Osterholz-Scharmbeck und Salzgitter)
  • Marcus Stückroth (Friedenskreis Halle e.V., Bildungsreferent; Bildungsprojekte zum Thema Zivile Konfliktbearbeitung)


Moderation: Bernd Rieche (Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, AGDF)

Montag, 17. Juli 2017, 10-11.30 Uhr
Lutherstadt Wittenberg (Exerzierhalle, Lutherstr. 56)

Pressemitteilung

Junge Alltagsheld*innen für Medienprojekt gesucht!

Halle (Saale),  15.06.2017
Der Friedenskreis Halle e.V. macht mit seinem neuen Projekt „Film ab – Mut an!“ Zivilcourage lebendig! Gemeinsam mit Profis von Film und Design werden Jugendlichen und junge Erwachsene (13-27 Jahre)  ihre Alltags-Erlebnisse mit Diskriminierung und konkrete, kreative Handlungsmöglichkeiten zu Filmen verarbeiten, die auf YouTube um die Welt gehen. Diese Filme werden andere junge Menschen inspirieren und mit Ideen versorgen, wie sie verbal und nonverbal eingreifen oder sich gegen Diskriminierung zur Wehr setzen können.

Alle jungen Menschen aus Halle und Umgebung sind aufgerufen, sich bei Interesse an Respekt und Filmemachen/ Design zu beteiligen! Anmeldung und Kontakt unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Der Kick - Off – Workshop findet am 22.06. von 14 bis 18 Uhr in der Jugendherberge Halle, Große Steinstraße 60 statt. Hier werden die jungen Leute mit den Fachkräften den Stein ins Rollen bringen. Um Alltagsheld*in zu werden braucht es Training, den zugehörigen Zivilcourage-Muskel kann man am 27.07. von 10-18 Uhr im Workshop „Courage zeigen – aber wie?!“ kräftigen (für Alle, die`s verpasst haben: Kurzfassung am 24.08. von 16-19 Uhr). Am 10.08. werden Logo, Design und Slogan gekürt und die ersten Trailer gefeiert. Ab dem Spätsommer drehen sie als Teil der Filmgruppe die Videos, die aus Alltagsheld*innen YouTube-Stars machen.


Der Friedenskreis Halle e.V. ist bereits seit über vielen Jahren in den Bereichen Umgang mit Gewalt und Ausgrenzung unter anderem durch die Bündnisarbeit „Halle gegen Rechts“ und zahlreiche Bildungsveranstaltungen zur Zivilcourage und Konfliktbearbeitung tätig.

Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale) .

Für die Richtigkeit und weitere Informationen:
Friedenskreis Halle e.V.
Mine Röber
Projektkoordinator_in „Film ab – Mut an! Systemisches capacity building gegen Alltagsrassismus“
Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)
Tel: 0345-279 807-10
Fax: 0345 – 279 807-11
Mail: roeber [at] friedenskreis-halle.de
www.friedenskreis-halle.de

Abzug statt Umzug! Keine Verlegung der Bundeswehr nach Jordanien

Kampagne „MACHT FRIEDEN“ fordert Ende des deutschen Syrieneinsatzes

 

 Berlin/Bonn. – Anlässlich der Kabinettsentscheidung vom 07.06., die Bundeswehr aus dem türkischen Incirlik abzuziehen und stattdessen nach Jordanien zu verlegen, fordert die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ einen völligen Abzug der deutschen Soldat*innen aus der Region.

„Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, das Bundeswehrmandat für Syrien noch einmal grundsätzlich in Frage zu stellen“, erklärt Susanne Grabenhorst, Co-Sprecherin der Kampagne. „Wie sinnvoll ist ein Militäreinsatz gegen Terrorismus – oder ist er vielmehr kontraproduktiv? Bombenangriffe, insbesondere wenn sie zivile Opfer fordern, liefern weiter Argumente für die Rekrutierung von Kämpfern und Attentätern. Deutschland sollte stattdessen eine konstruktive Rolle spielen und sich für Verhandlungen und einen gerechten Frieden einsetzen,“ so Grabenhorst.

Der Umzug der deutschen Truppen nach Jordanien wird die geplanten jährlichen Kosten für den Bundeswehreinsatz in Höhe von 134 Millionen Euro noch einmal deutlich ansteigen lassen. Geld, das in Ziviler Konfliktbearbeitung und Humanitärer Hilfe für die Menschen in Syrien und in den angrenzenden Flüchtlingslagern deutlich besser investiert wäre.

Mit einer Petition und einer Postkartenaktion wollen die Aktivist*innen der Kampagne die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dazu bewegen, den Bundeswehreinsatz in Syrien zu beenden und die Mittel für Zivile Konfliktbearbeitung und Humanitäre Hilfe deutlich zu erhöhen. Die Petition startete im April 2017 und kann sowohl online als auch offline unterzeichnet werden. Die Unterschriften werden Vertreter*innen des Bundestages vor der Abstimmung über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes Ende des Jahres übergeben.

Die Petition „NEIN zum Bundeswehreinsatz in Syrien – JA zu zivilen Lösungen!“ ist hier online abrufbar: https://www.friedenskooperative.de/petition/nein-zum-bundeswehreinsatz-in-syrien

Informationen zur Postkartenaktion zur Bundestagswahl 2017 gibt es hier:
http://www.macht-frieden.de/aktiv-werden/postkartenaktion-2017

Die Forderungen der Kampagne sowie konkrete Vorschläge für zivile Lösungsansätze im Syrienkonflikt finden Sie unter:
http://www.macht-frieden.de/sites/default/files/inline-files/MACHT%20FRIEDEN_Forderungspapier_Maerz_2017.pdf

Die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" wird von 25 Organisationen und Gruppen der deutschen Friedensbewegung getragen, darunter die IPPNW, die DFG-VK, das Netzwerk Friedenskooperative, der Versöhnungsbund und pax christi. Mehr Informationen über die Kampagne und die beteiligten Trägerorganisationen:
www.macht-frieden.de

Eine Kampagne der APS

Ziel der Kampagne ist, möglichst viele Direktkandidat*innen der anstehenden Bundestagswahl zu einer Stellungnahme über den angehängten Fragebogen zu bewegen. "Sie müssen damit konfrontiert werden, was wirklich ansteht inder nächsten Legislaturperiode (im Unterschied zu dem, was sie uns jetzt alles versprechen und vormachen und worüber sie sich streiten). Es muss in der Öffentlichkeit in allen Wahlkreisen darüber gesprochen werden. Die Wählerinnen und Wähler sollen erfahren können, wen sie überhaupt wählen können.", so Michael Held, Sprecher der Arbeits- und Koordinierungsstelle PRAKTISCHE SCHRITTE für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Bad Hersfeld.

Den gesamten „Fahrplan für den nächsten Bundestag“ könnt ihr hier ansehen und herunterladen.

G20-Proteste

Hier der Aufruf der *NaturwissenschaftlerInnen-Initiative* -Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V. (NatWiss) zur Beteiligung an den Protesten gegen den G20-Gipfel vom 05. bis 08. Juli in Hamburg.

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Jahresbericht 2015 / 2016

Unser Jahresrückblick ist in neuer Form fertiggestellt.
Für den Überblick, die Zusammenfassung der letzten Entwicklungen und ein jeweiliges Schwerpunktthema gibt es ab jetzt einmal im Jahr den gedruckten Bericht.
Mit Stolz auf das Geleistete und die gelungene Präsentation dessen, freuen wir uns, heute den Jahresbericht über die Arbeit des Friedenskreis Halle e.V. in den Jahren 2015 und 2016 (zur Premiere als Doppelbericht) verbreiten zu können.
Als Schwerpunktthema haben wir für die erste Ausgabe „Aktiv im Friedenskreis“ gewählt. Denn ohne die Mitwirkung von Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Kooperationspartner*innen wäre der Bericht nur halb gefüllt.
Uns ist noch einmal sehr deutlich geworden: Die Formen des Engagements im Friedenskreis sind sehr unterschiedlich, doch für uns unerlässlich.

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Projekt "Weltentausch" sucht Teilnehmer*innen


Wir suchen junge Menschen (16-27 Jahre) mit und ohne Fluchterfahrung, die gemeinsam ein Spiel zu den Themen Flucht und Asyl in Deutschland entwickeln und herstellen. Wir wollen "Welten" tauschen, d.h. wir beschäftigen uns intensiv mit den Alltagswelten von Asylsuchenden und erarbeiten unterschiedliche Perspektiven auf das Thema. Erfahrene Spieldesigner*innen werden dabei methodische und fachliche Hilfestellung bieten.

Das fertige Spiel wird ab 2018 in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt.

Beteiligte junge Menschen und andere Interessent*innen werden die Möglichkeit erhalten sich als Workshopteamer*innen ausbilden zu lassen und das Spiel eigenständig durchzuführen.

Weiterlesen ...

Kreativ im Konflikt geht in die achte Runde - es gibt noch einzelne Restplätze

 

...noch bis zum 31.07. läuft das Anmeldeverfahren zur theaterpädagogischen Fortbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung. Die Fortbildung findet auf jeden Fall statt und es gibt noch einige wenige Restplätze.

 

Weitere Infos zur Fortbildung finden Sie hier:

http://www.friedenskreis-halle.de/bildungsprogramm/kreativ-im-konflikt.html

 

Ihre Rückfragen beantwortet Daniel Brandhoff per Mail oder telefonisch bzw. stellt er den Kontakt zum Team her.


Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
Telefon: 0345 / 27 98 07 58 (Mo-Fr 10-15 Uhr)

Neue Modellprojekte gestartet!

Seit dem 01.05.2017 arbeiten wir gefördert vom Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in zwei neuen Modellprojekten.
Im Modellprojekt "Kannste mal schnell übersetzen - hier gibt's schon wieder Stress!?" geht es darum, mehrsprachige Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihre sprachlichen und interkulturellen Potentiale im (Schul-)Alltag aktiv einzusetzen. In Workshops und Projektwochen sollen die Jugendlichen empowert und zu Sprachmittler*innen und Streitschlichter*innen ausgebildet werden. Derzeit gehen wir mit Konzeptentwicklung und Kooperationspartner*innensuche die ersten Schritte. Bei Fragen zum Projekt wendet euch gern an Franziska Blath (franziska.blath [at] friedenskreis-halle.de). 


Im Modellprojekt ‚Weltentausch‘ entwickeln wir gemeinsam mit jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung (16-27 Jahre) ein interaktives Lernspiel zur Situation von Asylsuchenden in Deutschland. Das Annehmen der Rolle einer*s Geflüchteten  ermöglicht es, einen Perspektivwechsel vorzunehmen, die eigene Lebenssituation kritisch zu hinterfragen und fördert die Empathie gegenüber anderen. Ein erster Kennenlern-Workshop findet am 01.07.2017 statt.  Darauf folgt Projektwoche 1, vom 14. - 16. Juli 2017, in der sich die Teilnehmer*innen kritisch und kreativ mit dem Asylsystem auseinander-setzen. Gemeinsam erarbeiten wir verschiedene Perspektiven auf das Thema und tauschen unterschiedliche Erfahrungen aus. In Projektwoche 2, vom 02. - 04. August 2017, entwickeln wir gemeinsam eigene Spiele, die die Themen aus Projektwoche 1 aufgreifen, und stellen diese her. Das fertige Lernspiel wird ab 2018  in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt. Aktuell befinden wir uns auf Teilnehmer*innen suche. Bei Interesse und Rückfragen meldet euch gerne bei Julia Wenger (julia.wenger [at] friedenskreis-halle.de)

UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEIT DES MONATS:
  1x leidenschaftlich für Frieden streiten

Das kannst du bei verschiedensten Gelegenheiten tun: mindestens 1x leidenschaftlich für Frieden streiten. Denn wenn wir Gewalt überwinden wollen, braucht es – neben guten Argumenten – auch unser Herzblut. Besonders im Hinblick auf die Bundestagswahl. Wie soll das gehen?

1. Such dir eine Fragestellung oder einen Wert, der dir besonders wichtig ist. Die Leitwerte des Friedenskreises und aktuelle politische Themen (z.B. Rechtspopulismus, Abschiebungen, Waffenexporte, Militäreinsätze, Ursachen/Überwindung von Terrorismus) geben dir Anregungen.

2. Nimm dir konkret vor, darüber in den Austausch zu kommen – sei es als ruhiger Dialog, flammende Rede oder konstruktive Diskussion. Wo? Wann?

3. Streite für Frieden. Und wenn du magst: Schreibe uns, wie es war!

 

Neues Modellprojekt gestartet!


Seit dem 01.05.2017 arbeiten wir im Modellprojekt "Kannste mal schnell übersetzen - hier gibt's schon wieder Stress!?" daran, mehrsprachige Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihre sprachlichen und interkulturellen Potentiale im (Schul-)Alltag aktiv einzusetzen. In Workshops und Projektwochen sollen die Jugendlichen empowert und zu Sprachmittler*innen und Streitschlichter*innen ausgebildet werden. Derzeit gehen wir mit Konzeptentwicklung und Kooperationspartner*innensuche die ersten Schritte.

Gefördert wird das Modellprojekt aus dem Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ).

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