„Stoppt das Töten in der Ukraine“

Worte von Christof Starke für den Friedenskreis Halle e.V. bei der Kundgebung  am 24.02.2023 in Halle

In Folge des Angriffs der russischen Armee auf die Ukraine leiden und sterben seit einem Jahr unzählige Menschen, Kinder, Alte, Mütter und Väter, Verwandte, Nachbarn… einfache Menschen wie Sie und ich und auch eine bisher unbekannte Zahl von Soldat:innen. Es sind Millionen Menschen vertrieben und auf der Flucht. Es sind Lebensperspektiven zerstört. Es wurden schreckliche Verbrechen begangen…
Wir erleben seit 365 Tagen die unmenschliche Realität eines Krieges mitten in Europa.

Vor einem Jahr standen wir in Halle erschrocken über den Angriff gemeinsam mit Menschen aus der Ukraine auf dem Marktplatz.
Meine Worte damals sind, wie meine Worte heute, kurzfristig unter dem Eindruck der Situation und aktuellen Nachrichten entstanden. Sie sind von vielen Gefühlen geprägt: Erschrecken, Trauer und  Angst, doch zugleich auch dem Willen, der Gewalt weiterhin Hoffnung und Engagement entgegen zusetzen.

Als Friedenskreis haben wir in diesem Jahr, nach der Kundgebung am 24.2.22, anfänglich täglich, in den letzten Monaten einmal in der Woche Mahnwache gehalten. Wie viele andere Organisationen und spontane Initiativen haben wir die Hilfe und Aufnahme von Geflüchteten unterstützt, Spenden für Partnerorganisationen in der Ukraine gesammelt, eine Veranstaltungsreihe und eine Ausstellungsreihe organisiert, an Texten und Aufrufen mitgearbeitet und mit vielen Menschen geredet.

Denn dieser Krieg und auch alle anderen 30 Kriege in der Welt dürfen nicht als Normalität hingenommen werden.
Heute hier, bei unserer Kundgebung im Rahmen der bundesweiten Aktionstage „Stoppt das Töten in der Ukraine“, möchte ich zwei Aspekte hervorheben: erstens die weiterhin wichtige Solidarität mit dem Menschen in der Ukraine und den Menschen im Widerstand gegen diesen Krieg und  zweitens die Notwendigkeit der friedenspolitischen Perspektiverweiterung in den die aktuellen Debatten um den Krieg.

Als Ausgangspunkt gilt es immer wieder ganz deutlich zu benennen:

Der Angriff vom 24.2.2022 hat eine längere Vorgeschichte und komplexe Hintergründe. Doch dieser Angriffskrieg der russischen Armee ist durch nichts zu legitimieren und ganz eindeutig zu verurteilen. Unsere grundlegende, gemeinsam im bundesweiten Aufruf aufgestellte Forderung lautet daher: „Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine“.

Wir sind daher solidarisch mit den von diesem Krieg direkt betroffen Menschen in der Ukraine. Ihre Stimmen und Perspektiven müssen wir wahrnehmen und respektieren. Mir ist es daher sehr wichtig zu betonen, dass unsere Beteiligung an der Aktion „Stoppt das Töten in der Ukraine“ heute hier mit diesem Stand an der Ulrichskirche keine Gegenveranstaltung zur parallel auf dem Markt stattfindenden Kundgebung von ukrainischen Vereinen ist. Leider sind wir zu spät über unsere Pläne für Aktionen an diesem Tag in Kontakt gekommen.

Zukünftig wollen und werden wir wieder besser zusammenarbeiten. Sicher gibt es dabei unterschiedliche Positionen und Perspektiven – doch eint uns der Wille und die Hoffnung auf einen baldigen Frieden für eine selbstbestimmte Ukraine und ihre Menschen. Daher, schön dass Sie hier zu unserer Aktion und kleinen Kundegebung gekommen sind – doch gehen Sie als Zeichen der Solidarität auch zur Kundgebung auf dem Marktplatz, hören sie die Worte und Perspektiven der Menschen auch dort. Der eben hier gesprochene Wortbeitrag der Vertreterin von Fridays for future Ukraine war für viele von uns sicher an vielen Stellen nicht so leicht zu hören. Doch das macht ihn als authentische Stimme um so mutiger und wichtiger.

Wir dürfen in der solidarischen Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine nicht nachlassen und müssen uns allen, die diesen Schutz und die Unterstützung in Frage stellen, deutlich entgegen stellen.
Wir als Friedensorganisation, gegründet unter anderem von Kriegsdienstverweigerern 1990,  unterstützen insbesondere auch alle Menschen, die sich diesem Krieg gewaltfrei entgegen stellen. Deserteure, gleich aus welcher Armee, haben Anrecht auf politisches Asyl!

Wir sind auch solidarisch mit den Menschen in Russland, die sich dem Krieg entgegen stellen. Die Ausstellung "Stimmen des zivilen Ungehorsams in Russland gegen Krieg & Mobilisierung“ mit beeindruckende Kunstwerken von russischen  Künstler:innen, hat uns gezeigt, dass es auch diesen Widerspruch zum Krieg nach wie vor gibt. Dies sollten wir nicht vergessen und diesen so wichtigen Stimmen aus Russland weiter Gehör geben. Die Ausstellung ist nach der ersten Präsentation im Januar ab heute in der Marktkirche zu sehen.

Den zweiten Punkt, den ich ansprechen möchte, ist die aktuell auf Waffenlieferungen fokussierte Debatte. Ja, die Ukraine als souveräner Staat hat das Recht zur Verteidigung. Und dafür nutzt und braucht sie Waffen. Das fällt mir als Pazifist und Vertreter einer Friedensorganisation schwer auszusprechen, denn Waffen bedeuten Tod und Zerstörung, Waffen bedeuten Fortsetzung des Kriegs mit der Gefahr der weiteren Eskalation, Waffen verschlingen kostbare Ressourcen und sehr viel Geld, verursachen unglaublich hohe Schäden an Umwelt und Klima. Mit Waffen wird Geld verdient und Profit gemacht. Dieses ethische Dilemma ist aktuell bittere Realität. Hier muss jeder und jede persönlich eine Position abwägen. Wir kommen nicht umhin, diese Spannung auszuhalten. Doch sollten wir uns davon nicht lähmen und gefangen nehmen lassen.

Ob es mehr und welche Waffen es zur Verteidigung braucht, ob diese auch aus Deutschland geliefert werden müssen, sind militärtechnische Fragen, die ich nicht beantworten kann und entscheiden muss.
Als Vertreter einer Friedensorganisation und Pazifist möchte ich die Perspektive erweitern und über die aktuell verengte Debatte hinaus friedenspolitisch denken, diskutieren und Forderungen stellen.
Denn es ist ganz klar, Waffen schaffen keinen nachhaltigen und gerechten Frieden. Die bestehenden militärischen Ressourcen, Bündnisse und Denkmuster haben bisher auch keinen Krieg verhindert. Sie sind viel mehr Teil der Ursache für die gewaltsame Konflikteskalation. Daher sollte unabhängig von der aktuellen Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine weiter die friedenspolitischen Ziel lauten: Keine Rüstungsexporte in Krisen und Kriegsregionen. Keine Aufrüstung der Bundeswehr. Keine Waffenexporte an sogenannte verbündetet Staaten.

Mehr Waffen können auch weiterhin nicht die Antwort auf all die akuten Konflikte und Krisen auf der Welt sein.  Ein neuer hochgerüsteter Kalter Krieg kann nicht die Perspektive für Europa sein.  Als Weltgemeinschaft müssen wir neue Wege für eine Friedensordnung finden. Jeder einzelne Konflikt braucht spezifische Prozesse der Bearbeitung. Dafür gilt es Ressourcen und Geld einzusetzen und nicht  ein Mehr an Militär und Rüstungsgüter sowie alte Konzepte der Abschreckung.
Ja, lasst uns eine zivile Zeitenwende der Transformation von militärischer Sicherheitslogik hin zu einer friedenslogischen Zukunft gerade jetzt angesichts dieses und der 30 weiteren nicht verhinderten Kriege angehen und konkret beginnen. Lasst uns in die Entwicklung von Konzepten der nicht militärischen, der sozialen Verteidigung, in die Erforschung und Anwendung von zivilen gewaltfreien Methoden der Konfliktbearbeitung, in neue Weg der internationalen Zusammenarbeit,  in eine Reform der Strukturen der UN und vieles mehr investieren … 

Und lasst uns dabei den Blick über den deutschen Tellerrand und den Blick in die  Welt nicht vergessen. Der Krieg hat nicht nur Auswirkung auf unsere Energiekosten. Bei unserer Veranstaltungsreihe „Krieg in der Ukraine und europäische Zukunft“ haben wir eindrücklich gehört: für Menschen in Südosteuropa bedeutet der Ukrainekrieg die reale Gefahr des Wiederausbruchs der Kriege von vor 30 Jahren. Mit der  verhinderten schnellen  internationalen Hilfe für die Opfer des Erdbebens in Syrien, ist uns sehr schmerzlich das Gesicht des mit Russland verbundenen unmenschlichen Regimes im Syrien vor Augen geführt worden. Im globalen Süden verarmen und verhungern Menschen in Folge der durch den Ukrainekrieg verursachten Lebensmittelknappheit und der Verteuerung von lebensnotwendigen Gütern auf den Weltmärkten.
Vielleicht fragen Sie sich jetzt: . Das ist ja alles ganz gut und schön – doch was hilft das konkret im grausamen Krieg den Menschen in der Ukraine? Was hilft langfristig angelegte Friedensarbeit gegen die aktuelle imperialistische Politik der russischen Regierung unter Präsident Putin?

Ich habe dazu leider auch keine Patentrezepte – doch sollten wir jedes sich bietende Möglichkeitsfenster zur Verständigung, Deeskalation und gewaltfreien Veränderung nutzen.
Friedenspläne gleich ob von Italien, Brasilien oder aktuell von China aufgestellt,  sollten ernst genommen und nicht reflexartig abgeschmettert werden. Die erfolgreichen Verhandlungen über die Weizenexporte im letzten Sommer haben gezeigt, dass im Konkreten Verständigungen möglich sind. Die Konfliktforschung lehrt uns,  dass in hoch eskalierten Konflikten am Anfang der Verständigung nicht die grundsätzlichen Fragen verhandelt werden können. Doch mit Unterstützung neutraler Dritter lassen sich konkret Schritte wie lokale Waffenstillstände, Gefangenenaustausche, Korridore für humanitäre Hilfe als ganz praktische Dinge erreichen. Diese retten ganz konkret Leben und können erste Schritte auf dem Weg zu einem umfassenden Waffenstillstand, der Beendigung des Kriegs und der Arbeit an längerfristigen Friedensperspektiven sein.

Lassen Sie uns auf das Motto der Aktionstage die Friedensperspektive bauen: „Stoppt das Töten in der Ukraine – für Waffenstillstand und Verhandlungen!“
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und herzliche Einladung mit uns an den Ständen heute und bei zukünftigen Aktionen und Veranstaltungen weiter im Gespräch zu sein.

Feminist Perspectives on Peace Building: through HER actions

On the 7.3 at 4:30pm – 6:00pm at Villa Lewin (August-Bebel-Str.)
Friedenskreis Halle e.V would like to invite you as part of our Engagiert für Frieden und Entwicklung project to join our open discussion.
Topic: Feminist Perspectives on Peace Building: through HER actions
We would like to incorporate the 8 MARCH alliance in this project to follow up and raise awareness about the different FLINTA* peace movements that have occurred globally . We launch 7 MARCH and run events until 8 March 2024.
No one is free when others are oppressed

Stellenausschreibung

Der Friedenskreis Halle e.V. entstand in Folge der friedlichen Revolution von 1989 aus verschiedenen Bürgerinitiativen. Die Leitwerte und Hauptthemen unserer Arbeit heute
sind: aktive Gewaltfreiheit, konstruktive sowie zivile Konfliktbearbeitung, gelebte Demokratie, transkulturelle Vielfalt und globale Gerechtigkeit.

Seit seinem Bestehen ist der Friedenskreis Halle e.V. zu diesen Themen auch in der Bildungsarbeit aktiv. So ist die Umsetzung der Themen im außerschulischen Bereich seit 2015 zentraler Bestandteil der Stelle der*des Jugendbildungsreferent*in. Hier werden zielgerichtete Bildungs- und Beteiligungsformate für Jugendliche, junge Erwachsene und ehrenamtlich Engagierte koordiniert und durchgeführt sowie innovative und partizipative Maßnahmen für die außerschulische Bildungsarbeit in Sachsen-Anhalt hervorgebracht.
Für die Fortführung des Programms für außerschulische Bildungsarbeit suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt und zunächst befristet bis 31.12.2024:

eine*n Jugendbildungsreferent*in
(20h Teilzeitstelle)

Aufgabenschwerpunkte:

    • Entwicklung und Konzeption eines jährlichen Bildungsprogramms für Jugendliche, junge Erwachsene und ehrenamtlich Engagierte der außerschulischen Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt auf Basis des inhaltlichen Profils unseres Vereins,
    • pädagogische Verantwortung für und selbständige Durchführung von Bildungsangeboten,
    • Organisatorische Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von Bildungsangeboten in Zusammenarbeit mit freien Trainer*innen,
    • enge Zusammenarbeit mit anderen Bildungsprojekten unseres Verein,
    • Vernetzungs-, Gremien-, und fachliche Lobbyarbeit, insbesondere in Sachsen-Anhalt,
    • Beantragung und Verwaltung von Mitteln für die Bildungs- und Projektarbeit (Land Sachsen-Anhalt, Stiftungen usw.),
    • konzeptionelles Arbeiten hinsichtlich pädagogischer und organisatorischer Standards (Qualitätssicherung, Weiterentwicklung, innovative Angebote)

Voraussetzungen

  • abgeschlossene (sozial-)pädagogische (Fach-) Hochschulausbildung,
  • Berufs-, Praxis- und Projekterfahrung im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit,
  • Erfahrungen in der Netzwerk,- und Kooperationsarbeit, insbesondere in Sachsen- Anhalt,
  • Erfahrungen in der Fördermittelakquise, -verwaltung und -abrechnung,
  • Kompetenzen und Erfahrungen in Workshop-, Seminar- und Trainingsarbeit sowie Veranstaltungsplanung,
  • Offenheit für die Themen und Ziele der Friedensarbeit und das zivilgesellschaftliche Engagement des Vereins,
  •  soziale und kommunikative Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein, Engagement, Kreativität und Organisationsvermögen.

Wir bieten

  • Mitarbeit in einem etablierten und gleichzeitig dynamischen Verein mit ausgeprägter ideeller Orientierung,
  • Zusammenarbeit in einem fast 30-köpfigen, diverser werdenden Büro-Team, welches von Engagement, Offenheit, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung bestimmt ist,
  •  Erweiterung des persönlichen Netzwerks,
  •  30 Tage Jahresurlaub (bei 5-Tage-Woche),
  •  Teilnahme an Fortbildungen, Supervision und Organisationsentwicklung,
  •  Bezahlung nach solidarischem Einheitsgehalt in Verbindung mit TVöD SuE.

Wir streben mehr Diversität in unserem Team an. Deshalb ermutigen wir Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Hintergründen und Erfahrungen, sich bei uns zu bewerben. Wir freuen uns beispielsweise besonders über Bewerbungen von älteren Menschen, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit nichtdeutscher Erstsprache und Menschen mit queeren Identitäten. Unsere Geschäftsräume sind aktuell nur über Treppen erreichbar. Unsere Arbeitssprache ist Deutsch, zunehmend auch Englisch. Wir bemühen uns um diskriminierungsarme sowie einfache Sprache.

Teilen Sie uns gerne die Namen, Pronomen und Anredewünsche mit, mit denen Sie angesprochen werden wollen. Diese werden von uns unabhängig davon respektiert, ob diese mit Angaben in offiziellen Dokumenten übereinstimmen.
Bewerbungen mit Motivationsschreiben und Lebenslauf bitte bis spätestens 15.03.2023 per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rückfragen gern an die selbe Adresse.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich zwischen 27.03. und 31.03.2023 statt.

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"Für Leben und Freiheit. Ein Iranisch-Afghanisches Gespräch"

29.3., 18-20 Uhr im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus
Der kurdische Ruf "Frauen, Leben, Freiheit" ist zu einem der Slogans der Proteste im Iran geworden. Die Ruf nach Selbstbestimmung ist unüberhörbar.

Obwohl die Situation in Afghanistan, wo die Taliban ihre drakonische Herrschaft erneuern, nicht zu vergleichen ist, verbindet beide Länder einiges. Und ist nicht auch der Kampf um Freiheit ähnlich? Wir bringen Iraner*innen und Afghan*innen ins Gespräch, die diesen Kampf in Deutschland kämpfen.

Hier scheint sie oftmals noch etwas zu verbinden: Der Kampf um Aufenthalt und mit gesellschaftlichem Rassismus. Wir lauschen den Geschichten der Referentinnen und möchten mehr über ihre Herausforderungen, ihre Stärke und Entschlossenheit erfahren.

Die Veranstaltung in der Passage 13 in der Neustadt findet zweisprachig auf Deutsch und Farsi/Dari statt. Außerdem übertragen wir das Gespräch live bei Instagram @passage.13.

Weitere, zweisprachige Informationen bald auf der Website und den Kanälen der Bildungswochen.

 

 Bildungswochen gegen Rassismus 2023

Vom 18. März – 01. April 2023 finden die Bildungswochen gegen Rassismus zum zwölften Mal in Halle statt, wie immer als Projekt von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Zum diesjährigen Thema "Misch Dich ein!" wird es 36 Veranstaltungen im Stadtgebiet geben. Die Eröffnung der Bildungswochen am 18. März wird mit einem großen Aktionstag in der Silberhöhe auf dem Anhalter Platz gefeiert. Von 14:00 – 18:00 Uhr stellen sich Aktive und Vereine aus dem Quartier Silberhöhe und der ganzen hallenser Stadtgesellschaft vor. Dort findet auch die Eröffnungskundgebung um 14:30 Uhr statt, gerahmt von vielfältigen Beiträgen der Kooperationspartner*innen: zahlreiche Infostände, Live-Musik, eine Living Library, eine Friedensmeditation, eine Torwand, eine Ausstellungseröffnung, Bastelangebote für Kinder und Vieles mehr laden zum Vernetzen, Kennenlernen und Mitmachen ein. Auch der Abschluss der Bildungswochen am 01. April wird als Aktionstag in Heide Nord ein besonderes Event.

Das gesamte Programm und aktuelle Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.bildungswochen.de abrufbar. Auch auf dem Instagram-Kanal (@bildungswochen) und Facebook (Halle gegen Rechts) stehen stets aktuelle Informationen bereit. Nehmen Sie die Einladung an, und besuchen Sie die zahlreichen, meist kostenfreien Workshops, Kulturveranstaltungen, Rundgänge, Filmvorführungen und vieles mehr!

 



Update aus dem TEKİEZ

Viele, viele Monate war die Zukunft des TEKİEZ ungewiss, im Grunde schon seit dem rechtsterroristischen Anschlag am 9.10.2019 in Halle und Wiedersdorf. Bald wurde klar, dass die Versprechungen für Solidarität von Bund, Land, Stadt und weiten Teilen der Gesellschaft nicht eingelöst werden würden. Stattdessen bemühten sich Überlebende und Unterstützer_innen gemeinsam, diesen einen Anschlagsort als Raum des Gedenkens an Kevin S. und allen Opfern rechter Gewalt zu erhalten.

Seitdem sind dreieinhalb Jahre vergangen, dreieinhalb Jahre des Kampfes um Aufklärung, um Anerkennung, um Würde, um Solidarität. Dieser Kampf wird so lange weiter andauern, bis niemand mehr um deren Kind, Geschwister, Freund_in trauern muss. Die Familienangehörigen der Ermordeten des NSU forderten: Kein 10. Opfer! Mit diesem Ziel planen auch wir im TEKİEZ Bildung, Vernetzung und Gedenken. So sollen auch in Zukunft Workshops, Lesungen, Vernetzungstreffen, Gedenkveranstaltungen, Küchen für alle, und mehr, dort stattfinden.

Der Friedenskreis Halle e.V. hat dafür die Trägerschaft übernommen. So ist nun die Miete bis zum Ende des Jahres gesichert. Außerdem konnten zwei Teilzeitstellen geschaffen werden, um auch langfristig den Erhalt des TEKİEZ zu sichern. Diese haben wir, Alma Roggenbuck und İsmet Tekin, übernommen. Bei Fragen sind wir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Damit die Morde aufhören, braucht es mehr Solidarität. Das schaffen wir nicht allein, das schafft niemand allein. Ob als KiezDöner, als Frühstückscafé TEKİEZ, oder für alles, was wir jetzt vorhaben, brauchen wir euch, eure Unterstützung, eure Gedanken, euer Herz.

Fort- und Ausbildungen für zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Onlineabend zu den Weiterbildungsangeboten

9. März 2023, 19.00- 21.00 Uhr

Vorgestellt werden:

·        CampaPeace - Ausbildung zum*r Campaigner*in und Kampagnenmoderator*in
·        Kreativ im Konflikt - Theaterpädagogische Fortbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung
·        Konflikte als Chance - Grundkurs in gewaltfreier Konfliktkultur
·        Frieden Leben Lernen. Aufbaukurs zur Fachkraft für Friedensarbeit
·        Ausbildung zur Berater*in für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen
·        Ausbildung zur Konfliktberater*in und Coach (ATCC)
·        Ausbildung zur Trainer*in in konstruktiver Konfliktbearbeitung und transkulturellem Lernen (ATCC)

Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Nach Anmeldung wird der Link zugesandt.

(Hinweis zum Datenschutz. Ihre Anmeldungen werden an die fünf Anbieterorganisationen weitergegeben.

Hinweis zum Server: Wir werden die Veranstaltung mit einem in Europa befindlichen ZOOM-Server durchführen)

 
Qualifizierungsverbund - Gewaltfreie Wege im Konflikt
Wir qualifizieren für die Arbeit in Friedensdiensten und in ziviler, gewalfreier Konfliktbearbeitung.

www.konflikte-qualifizierung.de

Solidarität und Unterstützung für die Erdbebenopfer - Spendenaktion am Freitag 24.02.23 ab 14:00 Uhr auf dem Hallmarkt

Ein schweres Erdbeben erschütterte Syrien und die Türkei und verursachte neben Tausenden von Opfern massive Schäden, vor allem i in Nordsyriens, die Gebiete, die bereits von der systematischen Bombardierung betroffen sind. Tausende Menschen haben nicht nur zum zweiten oder dritten Mal ihr Zuhause verloren, sondern noch alles was sie besitzen.
Durch das weltweite politische Versagen und den Misserfolg der Vereinten Nationen bei der Unterstützung, möchten wir Syrer*innen in der Diaspora dazu in Zusammenarbeit mit Friedenskreis Halle e.V. beitragen, lokale syrische Organisationen (wie das Molham Team und die weiße Helme) zu unterstützen, um den betroffenen Menschen zu helfen, die dringend auf Unterkunft, Nahrung und Kleidung angewiesen sind.
Wir laden euch ein, Freitag den 24.02.23 ab 14:00 Uhr auf dem Hallmarkt für die Betroffenen des Erdbebens zu spenden.

Es wird traditionelle Gerichte und Musik geben.
 
 
 
 
 

ضرب زلزال هائل سوريا وتركيا، مخلفاً ورائه أضرار جسيمة، بالإضافة إلى آلاف الضحايا خصوصاً في مناطق الشمال السوري المتضررة مسبقاً من القصف الممنهج.
لم يفقد آلاف الأشخاص منازلهم للمرة الثانية او الثالثة فحسب، بل فقدوا أيضاً كل ما لديهم بسبب فشل سياسي عالمي وعدم قدرة الأمم المتحدة على إحداث أي فارق. لذا نود نحن السوريون في المهجر وبالتعاون مع Friedenskreis Halle e.V. المساهمة في دعم المنظمات المحلية السورية ( كفريق ملهم والخوذ البيضاء) لنساعد المتضررين الذين هم بحاجة ماسة لمأوى ومأكل وملبس.
ندعوكم للمساهمة معنا والتبرع للضحايا يوم الجمعة 24.02.23 ابتداء من الساعة الثانية ظهراً في Hallmarkt.
سيكون هناك أطباق تقليدية وموسيقى.
 
 

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) als Dachverband des Friedenskreis Halle e.V.  hat diese Erklärung  "Militärische Gewalt schafft keinen Frieden" zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs veröffentlicht.

Pressemitteilung der AGDF zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Militärische Gewalt schafft keinen Frieden

Bonn, 13. Februar 2023/dj
Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht. Auch der Weg zu einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen gleichberechtigten Partnern ist derzeit nicht erkennbar. Dennoch hält die
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) solche Friedensverhandlungen und einen Waffenstillstand für unumgänglich, wobei diese Verhandlungen an die Bedingung geknüpft seien, dass die
universellen Menschenrechte beachtet und die politischen Ziele der Ukraine berücksichtigt werden, betont der Friedensverband. Dabei erwartet die AGDF, dass entsprechende Schritte auf internationaler Ebene wie auch auf der Ebene der Zivilgesellschaft und der Kirchen unternommen werden.

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Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) als Dachverband des Friedenskreis Halle e.V.  hat diese Erklärung  "Militärische Gewalt schafft keinen Frieden" zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs veröffentlicht.

Pressemitteilung der AGDF zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs: Militärische Gewalt schafft keinen Frieden

Bonn, 13. Februar 2023/dj
Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht. Auch der Weg zu einem Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zwischen gleichberechtigten Partnern ist derzeit nicht erkennbar. Dennoch hält die
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) solche Friedensverhandlungen und einen Waffenstillstand für unumgänglich, wobei diese Verhandlungen an die Bedingung geknüpft seien, dass die
universellen Menschenrechte beachtet und die politischen Ziele der Ukraine berücksichtigt werden, betont der Friedensverband. Dabei erwartet die AGDF, dass entsprechende Schritte auf internationaler Ebene wie auch auf der Ebene der Zivilgesellschaft und der Kirchen unternommen werden.

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„Stoppt das Töten in der Ukraine“ - Friedenskreis Halle ruft zur Beteiligung an der Friedensaktion am 24.2.2023 auf.

Aus Anlass des Jahrestags des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine beteiligt sich der Friedenskreis Halle e.V. zusammen mit anderen lokalen Organisationen (DFG-VK Gruppe Sachsen-Anhalt, VVN-BdA Sachsen-Anhalt am 24.2.2023 von 17.00 bis 19.00 Uhr an der Ulrichskirche in Halle (Saale) an den bundesweiten Aktionstagen „Stoppt das Töten in der Ukraine – für Waffenstillstand und Verhandlungen!“

Im Aufruftext heißt es: „Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der seit dem 24. Februar 2022 zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt hat. Jeder weitere Tag bringt neues Leid, Tod und Zerstörung. Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden.“ Politisch gefordert werden sowohl der „Rückzug des russischen Militärs aus der Ukraine“ wie auch „diplomatische Initiativen durch die deutsche Bundesregierung, die EU, die Vereinten Nationen, die OSZE und andere“ mit dem Ziel  eines „Waffenstillstands und Friedensverhandlungen unter Einbeziehung aller relevanten Akteur:innen“.  

Mit unserer Präsenz an diesem Tag in der halleschen Innenstadt wollen wir an die  Schrecken des Kriegs in der Ukraine und das menschliche Leid, verursacht durch viele weitere Kriege und Konflikte in  der Welt erinnern. Mit Informationsständen und Wortbeiträgen laden wir zur Diskussion über die Wege zu einen gerechten Frieden ein. Uns ist es dabei wichtig, Perspektiven zu erweitern und unterschiedlichen Positionen ins öffentliche Gespräch zu bringen. Die politische und mediale Debatte wird aktuell von der Frage  der Waffenlieferungen und der Diskussion um militärische Kriegsziele dominiert. Kann dieser verengte Fokus den Frieden ermöglichen? Aus friedenslogischer Sicht sind eine differenzierte Analyse der komplexen Situation,  ein Waffenstillstand und Schritte zu politischen Gesprächen unabdingbar für die Friedensperspektive. Der Aufruftext benennt daher auch den globalen Blick: „Dieser Krieg konterkariert alle Bemühungen im Kampf gegen die Klimakrise. Er bedeutet auch Nahrungsmittelknappheit, Hunger und Armut für die mittelbar Betroffenen, vor allem im Globalen Süden.“
Mit Blick auf die ebenfalls an diesem Tag stattfindende Kundgebung von ukrainischen Organisationen ist es un swichtiog zur betonen: Wir sind solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Da sie unmittelbar von dem Leid und den zerstörerischen Folgen des Krieges betroffen sind,  gilt es auf ihre Stimmen zu hören und ihre Perspektive zu respektieren. Wir haben unsere Veranstaltungen in der Vorbereitung gegenseitig abgesprochen und uns für zukünftige gemeinsame Aktivitäten verabredet. Der Kundgebung auf dem Markt wünsche ich einen würdigen Verlauf.
 
Als die  Organisator:innen der Aktion in Halle (DFG-VK Gruppe Sachsen-Anhalt, VVN-BdA Sachsen-Anhalt und Friedenskreis Halle e.V. ) sind wir  uns mit dem bundesweit aufrufendem  Bündnis einig: „Für Menschen und Gruppen aus dem nationalistischen und antidemokratischen Spektrum ist  bei  unseren Aktionen kein Platz. Ebenso erteilen wir Menschen und Gruppen, die wissenschaftsfeindlich sind, die Journalist:innen angreifen, sowie Menschen und Gruppen, die Verschwörungsmythen anhängen und/oder diskriminierende Botschaften und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie etwa Rassismus, Antisemitismus, Sexismus verbreiten, eine Absage.“

Weitere Informationen zur bundesweiten Aktion unter: https://stoppt-das-toeten.dfg-vk.de/ und der Aufruf zur Aktion in Halle unter: https://sachsen-anhalt.dfg-vk.de/hallescher-aufruf-zum-aktionstag-stoppt-das-toeten-am-24-2/

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