Berliner Erklärung – In Verteidigung der Migrationsgesellschaft


Wir als Friedenskreis Halle e.V. haben die "Berliner Erklärung - In Verteidigung der Migrationsgesellschaft" unterzeichnet, die durch "Transforming Solidarities" auf der Konferenz "Solidarität in der Migrationsgesellschaft" initiiert wurde.

»Mit zunehmender Fassungslosigkeit verfolgen wir die anhaltende Infragestellung des Rechts auf Asyl in den letzten Wochen und Monaten.
Die pauschale Diffamierung von Schutzsuchenden hat die Grenze zur Menschenverachtung überschritten. Nun gilt es, in Verteidigung der Migrationsgesellschaft aufzustehen und zu widersprechen.«

»Aus diesem Grund sagen wir klar und deutlich: Migration ist nicht das Problem. Das Problem ist nicht, dass wir in einer Einwanderungsgesellschaft leben. Migration hat eine Geschichte, eine Gegenwart und eine Zukunft.«

Das Problem ist die Skandalisierung der Migration. Das Problem ist, dass der aggressive und einseitige Diskurs über die vermeintliche Überforderung der Gesellschaft durch Migration von den strukturellen Bedingungen und historischen Entwicklungen ablenken soll, die die gegenwärtige Polykrise bedingen. Das Problem ist, dass Migration instrumentalisiert wird, um die Gesellschaft zu spalten. Dies forciert die derzeit erlebbare Zuspitzung gesellschaftlicher Debatten und die Überlagerung von Solidarität durch Hass.

Migration und Einwanderungsgesellschaft sind nicht verantwortlich für die prekäre Lage des Gemeinwohls in Deutschland und Europa. Migration und Einwanderungsgesellschaft verweisen aber erneut und verschärft darauf, dass die großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts globale Herausforderungen sind.

Dies ist die Herausforderung, vor der wir heute stehen: Die Migrationsgesellschaft verteidigen und unsere geteilte Welt neu erfinden.«

Die gesamte Erklärung:

https://transsol.net/berliner-erklaerung

In English: https://transsol.net/berlin-declaration

Die Erklärung kann hier unterzeichnet werden.

 

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Ausschreibung: Projektmitarbeit Koordination der Bildungswochen gegen Rassismus in Halle (Saale) (m/w/d) 520 Euro-Basis - flexible Arbeitszeiten - Januar/Februar 2024

Die Bildungswochen gegen Rassismus, ein Projekt von "Halle gegen Rechts -  Bündnis für Zivilcourage", werden von der ehrenamtlichen "AG Bildung" und einer Koordinationsstelle organisiert und im März jeden Jahres mit etwa 45 Akteuren der halleschen Stadtgesellschaft durchgeführt. Die AG sucht eine Person, die beim Erstellen des Veranstaltungskalenders unterstützt: Veranstaltungen entgegennehmen; Aufbereiten, Sortieren und Einpflegen von Daten;  Kommunikation mit Projektpartner*innen; praktische Unterstützung bei der Vorbereitung der Veranstaltungsreihe.

Wir erwarten:

  • Lust auf verbindliche und freundliche Kommunikation mit den Projektpartner*innen (in deutscher Sprache)
  • Verfügbarkeit in den Monaten Januar und Februar, maximal 10 Wochenstunden
  • Teilnahme vorab an einem AG Treffen im Dezember

Wir bieten:

  • Erfahrungen sammeln in Projektmanagement und Veranstaltungsorganisation
  • Netzwerken und Akteure in Halle kennenlernen
  • Arbeit in einem engagierten Team

Wir möchten Menschen, die von struktureller Diskriminierung betroffen sind, ausdrücklich ermutigen, sich zu bewerben.
Bitte bewirb dich mit ein paar Sätzen zu deiner Motivation per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bewerbungsschluss ist der 20.11.2023.

Mehr zum Projekt unter www.bildungswochen.de und auf Instagram.

Rückblick auf das Gedenken zum vierten Jahrestag des Halle-Anschlags der Soligruppe 9. Oktober

Bild: Flora Lukas

Tief berührt und aufgewühlt haben wir den vierten Jahrestag des antisemitischen, rassistischen und antifeministischen Anschlags in Halle und Wiedersdorf hinter uns gelassen.
Denn: Jahrestage enden, die gesellschaftlichen Ursachen antisemitischer und rassistischer Gewalt und ihre individuellen Folgen aber nicht.

Wir haben gemeinsam im TEKİEZ gekocht, und einen Raum der Stärkung und des Rückzugs für Überlebende und Angehörige, die uns aus vielen Städten besucht haben, vorbereitet.
Wichtig war auch dieses Jahr, dass Talya Feldman wieder das Schaufenster mit großformatigen Gemälden bemalt hat - so kommen die Namen der Opfer in jedes Pressefoto von unserem Laden.
Selbstbestimmt sollte unser Gedenken sein, und solidarisch. Deshalb sind wir mittags zum Gedenken an der Synagoge gegangen, nachmittags auf Einladung von Karsten Lissau, dem Vater von Kevin Schwarze, zum Gedenken im Stadion, und abends zum städtischen Gedenken auf dem Markt.

Bild: Flora Lukas

In diesem Jahr konnten wir zum ersten Mal bei dem Gedenken vor dem TEKİEZ auch mehr über Jana L. und Kevin Schwarze erfahren: durch die Worte von Karsten Lissau, Kevin Schwarzes Vater, und den Gesang des Chors Missklang, in dem Jana L. viele Jahre gesungen hat. Es war ein Raum des Zuhörens, Überlebende des Halle-Anschlags sprachen, ebenso wie Überlebende und Angehörige von Opfern weiterer rechter Anschläge.

Der Tag stand unter dem Schatten des antisemitischen Angriffs der Hamas auf jüdische Orte nahe des Gaza-Streifens und dem beginnenden Krieg. Umso tiefer berührt hat uns die Solidarität, die uns aus vielen Städten erreicht hat. Viele haben uns besucht: die "Initiative München erinnern!", die "Initiative 19. Feburar Hanau", das Bündnis "Tag der Solidarität" aus Dortmund, die "Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş", die "Initiative 12. August", oder haben uns Audiobotschaften geschickt: die "Semra Ertan Initiative", der Freundeskreis "Reclaim and Remember", Sibel, Yasmani Torriente Guerra, Semiya Şimşek, Gamze Kubaşık.

Unsere Kundgebung ist vorbei, doch die schöne Gesellschaft noch nicht da.
Jeden Tag: erinnern, kämpfen, verändern.

Den Schrecken der Gewalt beenden!

Die jüngste Terrorattacke der Hamas hat vielen Menschen brutal das Leben gekostet und eine neue Spirale der Gewalt ausgelöst. Mit tiefem Entsetzen verfolgen wir, wie nun weitere Menschen der mörderischen Logik der Gewalt zum Opfer fallen, Hass und Spaltung werden verstärkt. Wenn die Ursachen nicht angegangen werden, wird vor allem die Zivilbevölkerung immer und immer wieder den Preis dafür zahlen. Deshalb unterstützen wir all jenen, die sich für Deeskalation und politische Verständigung einsetzen, damit ein selbstbestimmter Frieden möglich wird.

Die schreckliche Ereignisse haben bei uns große Betroffenheit und eine emotionale Diskussion ausgelöst Die Breite der Perspektiven und Bewertungen fordern uns zu einer internen Verständigung heraus. Dem wollen wir uns stellen und daraus weitere Positionierungen und Aktivitäten entwickeln.

Unsere Solidarität gilt den von Krieg, Terror und Verschleppung Betroffenen und ihren Angehörigen.

 

Friedenskreis Halle macht sich für das Demokratiefördergesetz stark

Gemeinsam mit weiteren Akteuren der Demokratieförderung hat der Friedenskreis Halle e.V. ein Policy Paper zum Demokratiefördergesetz erarbeitet. Darin rufen wir die Bundesregierung zur raschen Verabschiedung der im Koalitionsvertrag angekündigten gesetzlichen Grundlage für die stabile und längerfristige Förderung des Engagement für eine lebendige Demokratie auf. 

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und die inhaltliche Ausgestaltung des Gesetztes fachlich zu diskutieren, findet am 9.10.2023 in Berlin ein Parlamentarischer Abend mit Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Fraktionen statt. Für den Friedenskreis Halle wird Christof Starke in diesem Rahmen einen Input zu lokaler Konfliktbearbeitung als wichtiges Handlungsfeld einbringen.

zum Policy Paper:

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Video und Broschüre zum Jugendaustausch "Raising young voices" veröffentlicht

Im Anschluss an den deutsch-ukrainischen Jugendaustausch "Raising young voices - the responsibility for creating a new future" haben wir auf YouTube ein neues Video dazu veröffentlicht.

Außerdem veröffentlichen wir hier die Broschüre mit allen Bildern und dazugehörigen Geschichten, die während des Projekts entstanden sind (erhältlich in GE, ENG, UKR).

Zur Erinnerung: Vom 12. Juni bis zum 22. Juni veranstaltete der Friedenskreis eine Jugendbegegnung "Raising young voices - the responsibility for creating a new future". Im Rahmen des Projekts erzählte die Jugend aus der Ukraine und Deutschland die Geschichten von alltäglichen Ergebnissen, sozialem Aktivismus und ihrer Rolle in der Zeit des Krieges.

Zusätzlich dazu lernten die Teilnehmer*innen etwas über grundlegende Konfliktanalyse und kreative Werkzeuge zur Konfliktbearbeitung in realen sensiblen Situationen.

Den Bericht über das Projekt finden Sie hier.

Die Stadt Halle ruft zur Beteiligung an der Gestaltung des Gedenkens am 9. Oktober auf -  wir beteiligen uns.

 Der antisemitische, rassistische und rechtsextreme Anschlag am 9. Oktober 2019 auf die Synagoge in Halle mit zwei Todesopfern vor der Synagoge und einem Imbiss sowie zwei Verletzten in Wiedersdorf ist eine Zäsur für die hallesche Stadtgesellschaft.

  Bürgermeister Egbert Geier: „Auf dramatische Art ist erneut deutlich geworden, welche Folgen Hass, Hetze und Intoleranz haben können. Der Stadt Halle (Saae) und zahlreichen Akteurinnen und Akteure aus der Stadtgesellschaft ist es wichtig, dass das Gedenken an die Betroffenen des Anschlags nicht zu einem Ritual wird, sondern auch über die rechtsextreme Ideologie als Hintergrund des Anschlags fortlaufend aufgeklärt wird. Dieser Aufruf soll alle Teile der demokratischen Stadtgesellschaft motivieren, sich an diesem Gedenken zu beteiligen.“

  Genauso vielfältig wie die Stadt ist, können auch die verschiedenen Formen des Gedenkens sein. Es gibt nicht die eine Art des Gedenkens, Mahnens und Erinnerns, alle Formen finden gleichberechtigt statt. Gewünscht sind Projekte, Gedenken und Momente verschiedenster Art zum Erinnern und Informieren im gesamten Stadtgebiet. Zum Zeitpunkt der ersten Schüsse rufen die Stadt und zahlreiche Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft zum Innehalten auf.

Wer eigene Formate durchführen möchte, ist herzlich eingeladen, an der bestehenden Koordinationsrunde teilzunehmen oder einfach das eigene Angebot mitzuteilen. Interessierte wenden sich bitte mit einer kurzen E-Mail an die Stadt Halle (Saale), Koordination für Demokratieförderung, Herr Sieber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

  Die Stadt plant am 9. Oktober unter anderem ein Gedenken um 19 Uhr auf dem Marktplatz, zu dem die Hallenersinnen und Hallenser eingeladen sind, mit Kerzen der Wunden dieses Tages zu erinnern. Im Stadtmuseum wird es Führungen für Schulen zum Thema „jüdisches Leben in Halle“ geben.

Als Friedenskreis Halle beteiligen wir uns an den  Aktivitäten zum Anschlöagsgedenken von Halle gegen Rechts und dem TEKIEZ für die nächsten Jahren sind darüberhinaus Angebite für Schüler:innen in Plaung.

Im Internet wird es unter https://anschlag.halggr.de/ wieder eine gemeinsame Übersicht der Aktivitäten geben.

Presseinformation       
Halle (Saale),  29.08.2023

Kundgebung und Aktionsstände anlässlich des Weltfriedenstags am 1.9. 2023 auf dem Marktplatz in Halle (Saale)

Anlässlich des Weltfriedenstags bzw. Antikriegtags laden mehrere Organisationen für den 1.September 2023 in Halle von 16.00 bis 19.00 Uhr Uhr auf dem Marktplatz zu einer Kundgebung und Aktionsständen ein.

Dem Friedenskreis Halle als einer der Organisatoren ist es an diesem Tag wichtig, an den Beginn des durch den Überfall der deutschen  Wehrmacht auf Polen 1939 ausgelösten 2. Weltkrieg zu erinnern. Gleichzeitig soll auf die aktuell über 30 gewaltsamen Konflikte und Kriege in der Welt aufmerksam gemacht werden. Seit dem 24. Februar 2022 steht der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Fokus der Aufmerksamkeit. Die betroffenen Menschen in der Ukraine sowie in allen anderen Regionen, in denen Kriege oder gewaltsame Konflikte stattfinden, brauchen unsere konkrete Hilfe und Solidarität. Angesichts der weltweiten Gewalt sind politische  Bemühungen zur Beendigung der Kriege und Krisen gefordert. Die ausschließlichen Investitionen in Rüstung und Militär stehen dem entgegen. Der Friedenskreis Halle spricht sich für die Stärkung von ziviler Konfliktbearbeitung und die Unterstützung jeweiliger lokaler  Friedensansätze sowie für verstärkte internationale Diplomatie aus.

Die geteilten  Anliegen der Veranstalter:innen des Weltfriedenstags in Halle sind in einer gemeinsamen Erklärung zusammengefasst:
https://www.friedenskreis-halle.de/ueber-uns/meldungen-2/2569-weltfriedenstag-01-09-23.html.

Für die Richtigkeit und weitere Informationen:
Friedenskreis Halle e.V.
Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)
Tel: 0345-279 807-10
Fax: 0345 – 279 807-11
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.friedenskreis-halle.de
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„Halle für alle“ – Teilhabe für (H)alle und Weltoffen.Solidarisch.Dialogisch am 02.09. beim Neustadtfest

Am Samstag, den 2. September ist es wieder soweit: das Neustadtfest. Wir möchten Sie und euch herzlich dazu einladen. Von 14-19 Uhr gibt es ein vielfältiges Programm zu entdecken!

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist die Kampagne „Halle für alle“ der Projekte im Rahmen des Programms Weltoffen.Solidarisch.Dialogisch: Insgesamt 12 WSD-Träger aus fünf ostdeutschen Bundesländern werden mit eigenen global-lokalen Beiträgen rund um die Sustainable Development Goals am großen Straßenfest teilnehmen. Es gibt Aktivitäten für junge Menschen und ihre Familien, Musik sowie sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema "Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen".
Der Friedenskreis Halle e.V. wird mit dem Projekt „Teilhabe für (H)alle“ über die Angebote des Projekts informieren und gemeinsam mit den Besucher*innen Buttons selbst gestalten.

Kommt gerne vorbei und mach mit! Ob alleine, mit der Familie, Freund*innen, Nachbar*innen, Mitschüler*innen oder Kolleg*innen – jede*r von Jung bis Alt ist herzlich willkommen, mitzumachen!

Gemeinsam für eine weltoffene und global verantwortliche Gesellschaft!

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Kunstausstellung zur Interkulturellen Woche 2023: Vorbeziehende Gesichter

Menschen gehen, fliehen, sterben. Es bleibt die unvergängliche Erinnerung an ihre Gesichter, ihre Geschichten.

Künstler*innen: Abir Tawakalna, Hussein Ahmad, Hadaya Dahrouj, Yasar Hajou

Im Rahmen der interkulturellen Woche organisiert das Team von „Teilhabe für (H)alle“ in Kooperation mit dem DLZ Integration der Stadt Halle in diesem Jahr eine ganz besondere Ausstellung.
Ganz nach dem Motto „Neue Räume“ werden vom 23. bis zum 30. September 2023 ausgewählte Kunstwerke syrischer Künstler*innen aus Halle zum ersten Mal im Rathaus zu sehen sein.



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